Verbotene Stadt

Beijing Shi

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Die Verbotene Stadt, mitten im Herzen von Peking, China, ist ein riesiger kaiserlicher Palastkomplex. Sie diente als Residenz und politisches Zentrum für 24 Kaiser der Ming- und Qing-Dynastie von 1420 bis 1924. Erbaut zwischen 1406 und 1420 unter dem Yongle-Kaiser, steht sie sinnbildlich für die traditionelle chinesische Palastarchitektur: mit ihrer gewaltigen Ausdehnung, ausgeprägten Symmetrie und prachtvollem Design. Auf einer Fläche von 72 Hektar und mit rund 8.886 Räumen ist sie bis heute die größte und vollständigste Sammlung historischer Holzbauwerke der Welt. Der Palastkomplex ist in den Äußeren Hof unterteilt, in dem Staatsgeschäfte und Zeremonien stattfanden, sowie in den Inneren Hof, die Wohnbereiche des Kaisers und seiner Familie. Ihre Architektur prägte Entwicklungen in Kultur und Architektur in ganz Ostasien und ist bis heute ein starkes Symbol für Chinas kulturelles Erbe. Seit 1925 wird die Anlage vom Palace Museum verwaltet, das umfangreiche kaiserliche Kunstsammlungen beherbergt. Die Verbotene Stadt ist UNESCO-Welterbe und zieht jährlich Millionen Besucher an – ein Zeichen für ihre anhaltende historische und kulturelle Bedeutung.

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Tipp: Besucher sollten die Tickets mindestens sieben Tage im Voraus online buchen, da die täglichen Besucherzahlen streng kontrolliert werden, um die Anlage zu schützen. Die Verbotene Stadt ist montags geschlossen – mit Ausnahme von gesetzlichen Feiertagen. Am besten lässt sich sie im Frühling und Herbst besuchen, wenn das Wetter mild ist und die Menschenmengen relativ kleiner sind. Ermäßigungen gibt es für Studierende, Senioren und bestimmte Feiertage. Kommen Sie früh, um den größten Andrang zu vermeiden, und nutzen Sie nach Möglichkeit die offizielle Mobile-Guide-App für ein noch besseres Erlebnis.

Interessante Fakten

  • Die Verbotene Stadt umfasst beinahe 9.000 Räume, obwohl die traditionelle Zahl mit 9.999 angegeben wird – ein Symbol für die überlegene Stellung des Kaiserreichs.
  • Sie ist die größte Sammlung erhaltener antiker Holzbauwerke der Welt.
  • Der Name „Verbotene Stadt“ rührt von dem eingeschränkten Zugang her: Unbefugtes Betreten wurde zu kaiserlichen Zeiten mit dem Tod bestraft.
  • Der Palast ist mit dem Polarstern ausgerichtet, der in der chinesischen Astrologie als himmlische Heimat des Jadekaisers gilt – und so seine symbolische Rolle als irdisches Gegenstück widerspiegelt.
  • Das gesamte Areal ist von einer 10 Meter hohen Mauer und einem 52 Meter breiten Graben umgeben.
  • Seit 1987 ist die Verbotene Stadt UNESCO-Welterbe, und sie wurde 2024 außerdem in die Welterbeliste zum „Central Axis“ (Zentrale Achse) von Peking aufgenommen.

Geschichte

1406

Der Bau der Verbotenen Stadt begann 1406 unter dem Yongle-Kaiser, der die Hauptstadt von Nanjing nach Peking verlegte.

1420

Vollendet wurde der Palast 1420, nachdem 14 Jahre lang über eine Million Arbeitskräfte daran gearbeitet hatten.

1644

Als kaiserliche Residenz der Ming-Kaiser diente sie bis 1644, als aufständische Kräfte die Anlage einnahmen.

Danach übernahmen die Qing.

Die Herrscher der Qing nahmen mehrere Änderungen vor, darunter zweisprachige Beschilderungen und architektonische Ergänzungen.

Die Anlage wurde durch Brände und Konflikte beschädigt, jedoch in den folgenden Jahrhunderten immer wieder restauriert.

1912

Nachdem der letzte Kaiser 1912 abdankte und 1924 abgezogen war, wurde die Verbotene Stadt 1925 zum Palace Museum umgewandelt und öffnete ihre Schätze für die Öffentlichkeit.

1987

1987 wurde sie zum UNESCO-Welterbe erklärt und bleibt bis heute ein geschütztes Kulturdenkmal.

Ortsführer

1
Äußerer Hof (Waichao)15. Jahrhundert

Der Äußere Hof beherbergt die wichtigsten Zeremonienhallen – darunter die Halle der Obersten Harmonie, die Halle der Mittleren Harmonie und die Halle der Bewahrung der Harmonie. Dort wurden Staatsgeschäfte und große Zeremonien abgehalten.

2
Innerer Hof (Neichao)15. Jahrhundert

Der Innere Hof umfasst die Wohnquartiere des Kaisers und seiner Familie. Dazu gehören der Palast der Himmlischen Reinheit, die Halle der Vereinigung und der Palast der Irdischen Ruhe – außerdem die umliegenden Wohnpaläste für Gemahlinnen und Prinzen.

3
Tor der Obersten Harmonie (Taihemen)15. Jahrhundert

Das Haupttor, das zum Äußeren Hof führt, steht für kaiserliche Macht und den Glanz des Hofes.

4
Kaiserlicher Garten15. Jahrhundert

Am nördlichen Ende des Inneren Hofes gelegen, zeigt der Garten traditionelle chinesische Landschaftsgestaltung mit Felsgruppen, uralten Bäumen und Pavillons, die für die kaiserliche Freizeit genutzt wurden.

Kontakt

Telefon: 400 950 1925