Nationalpark Campo Ma'an

Nationalpark Campo Ma'an

South

75/100120 min

Der Nationalpark Campo Ma'an liegt in der Südregion Kameruns und erstreckt sich über etwa 2.680 Quadratkilometer. Er zählt zu den artenreichsten Biodiversitäts-Hotspots des Landes. Ursprünglich wurde er 1932 als Campo Wildlife Reserve eingerichtet und im Jahr 2000 zu einem Nationalpark aufgewertet. Er schützt eine Vielzahl von Ökosystemen, darunter geschlossene immergrüne Atlantik-Biafra-Wälder. Im Park leben zahlreiche gefährdete und endemische Arten wie der Westliche Flachlandgorilla, der Zentral-Schimpanse, Wald-Elefanten sowie eine vielfältige Vogelwelt mit mehr als 300 Arten. Zur Flora zählen 256 Pflanzenarten, von denen 29 nur im Park vorkommen, darunter mehrere gefährdete – darunter eine seltene Orchidee. Das Klima ist durch zwei Trocken- und zwei Regenzeiten geprägt, mit einer durchschnittlichen Temperatur von etwa 25 °C. Campo Ma'an steht unter ökologischen Bedrohungen durch Holzeinschlag, Wilderei, Landwirtschaft sowie Infrastrukturprojekte wie Wasserkraftwerke und Häfen. Zu den Erhaltungsmaßnahmen gehören die Gewöhnung der Gorillas an den Menschen und Pläne zur Entwicklung eines Ökotourismus. Ziel ist es, das einzigartige Naturerbe zu bewahren und nachhaltige Lebensgrundlagen in der Region zu unterstützen.

Planen Sie Ihre Reise nach Kamerun mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Planen Sie Ihren Besuch am besten während der Trockenzeiten (November bis März oder Juli bis August), dann sind Anreise und Tierbeobachtung deutlich einfacher. Es wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen, um das Erlebnis zu verbessern und die Naturschutzarbeit zu unterstützen. Je nach Angebot können Ermäßigungen für Gruppenbesuche oder Bildungsreisen verfügbar sein. Aufgrund der ökologischen Sensibilität des Parks sollten Besucher alle Parkvorschriften befolgen und nur mit autorisierten Guides unterwegs sein.

Interessante Fakten

  • Der Nationalpark Campo Ma'an umfasst etwa 2.680 Quadratkilometer und zählt damit zu den größten Schutzgebieten Kameruns.
  • Er beheimatet vom Aussterben hochgradig bedrohte Westliche Flachlandgorillas und gefährdete Zentral-Schimpansen – zudem gibt es ein aktives Projekt zur Gewöhnung der Gorillas an Menschen.
  • Der Park beherbergt über 300 Vogelarten und zählt damit zu den 33 wichtigsten Vogelgebieten im Südwesten Kameruns.
  • Eine seltene und vom Aussterben hochgradig bedrohte Orchidee aus der Gattung Distylodon wurde in der Nähe des Parks entdeckt.
  • Der Waldtyp ist vor allem ein geschlossener immergrüner Atlantik-Biafra-Wald, der seit der Pleistozänzeit fortbestanden hat.

Geschichte

1932

Der Nationalpark Campo Ma'an entstand 1932 als Campo Wildlife Reserve – auf Grundlage einer Regierungsvereinbarung mit der Campo Forest Company.

1980

1980 wurde die angrenzende Ma'an-Forstplantage zur Erhaltung des wirtschaftlich wertvollen Okoumé-Baums eingerichtet.

1999

Das Gebiet wurde 1999 als Technical Operational Unit ausgewiesen und umfasste geschützte Wälder sowie Managementzonen.

2000

Im Jahr 2000 wurde der Park offiziell als Ausgleich für die Umweltauswirkungen der Öl-Pipeline Chad–Kamerun ins Leben gerufen und durch internationale Naturschutzprojekte weltweit bekannt.

Seitdem ist er von Forstverwaltungseinheiten und industriellen Plantagen umgeben, während die Bemühungen fortdauern, Naturschutz und Entwicklung in Einklang zu bringen.

Ortsführer

1
Bereich des Projekts zur Gewöhnung der Gorillas

Dieser Bereich innerhalb des Parks ist der Gewöhnung westlicher Flachlandgorillas an den Menschen gewidmet. So können Forschende und Besucher diese vom Aussterben hochgradig gefährdeten Primaten in ihrer natürlichen Umgebung unter kontrollierten Bedingungen beobachten.

2
Atlantik-Biafra-Wald

Der vorherrschende Waldtyp im Park: Er ist durch eine geschlossene, immergrüne Baumkrone gekennzeichnet und bietet eine große Pflanzenvielfalt – einschließlich endemischer und gefährdeter Arten. Damit stellt er einen wichtigen Lebensraum für viele Tiere dar.