
Boumba-Bek-Nationalpark
East
Der Boumba-Bek-Nationalpark ist ein geschütztes Gebiet mit tropischem Regenwald in der East Province von Kamerun, zwischen den Flüssen Boumba und Bek. Offiziell wurde er 2005 als Nationalpark eingerichtet und umfasst eine große Fläche semi-immergrünen Tieflandregenwaldes mit Abschnitten aus immergrünem Wald, Sumpf-Wald sowie Savannen. Im Park lebt eine breite Vielfalt an Wildtieren, darunter Schimpansen, Waldantilopen, Bongoantilopen und eine der höchsten Dichten afrikanischer Waldelefanten in Kamerun. Seine Flüsse beherbergen rund 300 Fischarten, darunter mehrere, die noch nicht wissenschaftlich benannt sind. Der Park ist zudem als Important Bird Area anerkannt und unterstreicht damit seine Bedeutung für die Vogelvielfalt. Die Erreichbarkeit ist eingeschränkt: Für die Anreise sind Fahrten mit dem Pirogue (Flachboot) und Wege für die Jagd erforderlich, was die ursprüngliche Natur weitgehend bewahrt. Die umliegende Region ist Heimat verschiedener ethnischer Gruppen, darunter Bantu-Stämme und Baka-Pygmäen. Die Schutzmaßnahmen laufen weiter, insbesondere im Rahmen des TRIDOM-Projekts, das darauf abzielt, die Nutzung der Wälder in einer trinationalen Zone zu steuern – einschließlich benachbarter Schutzgebiete in Kamerun, Gabun und der Republik Kongo. Das Klima im Park ist tropisch mit klar getrennten Regen- und Trockenzeiten und schafft so einen üppigen, lebendigen Lebensraum.
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Tipp: Besucher sollten ihre Reise am besten in den Trockenzeiten von November bis März oder von Juli bis August einplanen, wenn die Anreise einfacher ist und sich bessere Möglichkeiten für Tierbeobachtungen bieten. Aufgrund der eingeschränkten Zugänglichkeit empfiehlt es sich, den Transport über lokale Guides zu organisieren, die mit Fahrten per Pirogue und den Wegen für die Jagd vertraut sind. Tickets oder Genehmigungen im Voraus über offizielle Stellen oder lokale Naturschutzorganisationen zu erwerben, kann helfen, den Zugang zu sichern und zugleich den Erhalt des Parks zu unterstützen. Auch geführte Touren können sich lohnen, um überwachte Waldlichtungen zu erkunden, die sogenannten bais, wo große Säugetiere häufig beobachtet werden. Respekt gegenüber den lokalen Gemeinschaften und die Einhaltung der Regeln für den Umgang mit Wildtieren sind wichtig, um Auswirkungen zu minimieren und die laufenden Schutzbemühungen zu unterstützen.
Interessante Fakten
- •Der Boumba-Bek-Nationalpark umfasst sechzehn Waldlichtungen, sogenannte bais, von denen vier aktiv auf Aktivitäten großer Säugetiere überwacht werden.
- •Der Park beherbergt eine der höchsten Dichten afrikanischer Waldelefanten in Kamerun – etwa 2,5 Elefanten pro Flächeneinheit in Kombination mit dem Nki-Nationalpark.
- •In seinen Flüssen leben etwa 300 Fischarten, darunter drei, die weiterhin wissenschaftlich unbenannt sind.
- •Boumba-Bek wurde von BirdLife International als Important Bird Area ausgezeichnet, aufgrund seiner reichen Vogelvielfalt.
Geschichte
Der Boumba-Bek-Nationalpark wurde erstmals 1995 als Essential Protection Zone ausgewiesen, jedoch erst am 17.
Oktober 2005 offiziell als Nationalpark eingerichtet – nach einem Gipfeltreffen von sieben zentralafrikanischen Staats- und Regierungschefs in Brazzaville.
Historisch blieb der Park unberührt vom Holzeinschlag, doch während der wirtschaftlichen Depression im späten Verlauf der 1980er-Jahre wurde Wilderei zu einer großen Bedrohung.
Daraufhin begannen indigene Bevölkerungsgruppen, verstärkt an der Jagd teilzunehmen.
Seit seiner Einrichtung ist der Park Teil regionaler Naturschutzinitiativen wie des TRIDOM-Projekts.
Dieses Ziel ist es, eine trinationalen Managementzone zu schaffen – mit benachbarten Parks in Gabun und der Republik Kongo –, um Waldökosysteme und Wildtiere besser zu schützen.
Ortsführer
Waldlichtungen (Bais)
Sechzehn natürliche Waldlichtungen im Park dienen als zentrale Beobachtungspunkte für Wildtiere – insbesondere für große Säugetiere. Vier davon werden regelmäßig überwacht und bieten einzigartige Chancen, Elefanten, Bongos und andere Arten dabei zu beobachten, wie sie sich zum Wasserholen und für Mineralien versammeln.