Corbeta Esmeralda Museum

Tarapacá

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Das Corbeta Esmeralda Museum in Iquique, Chile, ist ein einzigartiges maritimes Museum. Es zeigt eine lebensgroße Nachbildung der hölzernen, dampfbetriebenen Korvette Esmeralda in der Gestalt, wie sie am 20. Mai 1879 aussah – also am Tag vor ihrem Untergang in der Schlacht von Iquique im Pazifikkrieg. Die Original-Esmeralda, die 1855 in England vom Stapel lief, spielte eine entscheidende Rolle in der chilenischen Marinegeschichte. Besonders hervorzuheben ist die Gefangennahme des peruanischen Schiffs Virgen de Covadonga im Jahr 1865 sowie ein heroischer Kampf gegen das peruanische Panzerschiff Huáscar, bei dem ihr Kapitän Arturo Prat ums Leben kam. Das Museum bietet ein eindrucksvolles Erlebnis mit dreizehn detaillierten Szenen, die das Leben an Bord nachstellen: unter anderem die Wohn- und Arbeitsräume des Kommandanten und der Besatzung, den Betrieb der Schiffsmachinerie sowie das Deck mit der Artillerie. Das Museum wurde 2011 eröffnet. Es entstand als Projekt zum 200-jährigen Bestehen Chiles, getragen von privaten und öffentlichen Einrichtungen, mit dem Ziel, das maritme Erbe der chilenischen Marine zu bewahren und zu feiern. Es ist das meistbesuchte Museum in der Region Tarapacá und vermittelt Besuchern ein lebendiges Bild vom Seemannschaftsalltag im 19. Jahrhundert sowie vom maritimen Vermächtnis Chiles.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch möglichst bei Tageslicht einplanen, damit sie die detaillierten Ausstellungen in vollem Umfang erleben können. Geführte Touren und Audioguides sind verfügbar und werden empfohlen, um die Geschichte des Schiffs und die Szenen im Museum besser zu verstehen. Tickets können vor Ort gekauft werden; Ermäßigungen gibt es für Kinder, Senioren und Gruppen. In der Hauptsaison wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen, um die Verfügbarkeit sicherzustellen.

Interessante Fakten

  • Das Museum ist eine Replik im Maßstab 1:1 der Esmeralda, wie sie am 20. Mai 1879 – also am Tag vor ihrem Untergang – ausgesehen hat.
  • Die Original-Esmeralda wurde nach einer dreistündigen Schlacht gegen das peruanische Panzerschiff Huáscar versenkt.
  • Kapitän Arturo Prat, ein Nationalheld Chiles, starb, nachdem er während der Schlacht von Iquique eine Enterversuch anführte.
  • Das Museum besteht aus dreizehn detaillierten Szenen, die das Leben an Bord schiffskammerweise nachbilden.
  • Der Anstoß zum Bau des Museums kam von einem privaten Bergbauunternehmen für das 200-jährige Bestehen Chiles; außerdem gab es eine Zusammenarbeit zwischen der chilenischen Marine, der regionalen Regierung und der lokalen Gemeinde.

Geschichte

1852

Die ursprüngliche Esmeralda wurde 1852 zur Errichtung genehmigt und 1855 in England vom Stapel gelassen.

Sie diente der chilenischen Marine über zwei Jahrzehnte und nahm an wichtigen Seegefechten teil, darunter am Krieg der Chincha-Inseln und am Pazifikkrieg.

Am 21.

1879

Mai 1879 wurde die Esmeralda während der Schlacht von Iquique nach einem heftigen Gefecht mit dem peruanischen Panzerschiff Huáscar versenkt, wobei Kapitän Arturo Prat aufopferungsvoll im Kampf starb.

2011

Jahrzehnte später, im Jahr 2011, wurde in Iquique eine Vollskala-Replik eingeweiht, um das Erbe des Schiffs und die Marinegeschichte Chiles zu würdigen.

Damit wurde sie zu einer bedeutenden kulturellen und historischen Attraktion der Region.

Ortsführer

1
Kommandantenkoje1879

Nachempfindung des Wohn- und Arbeitsbereichs von Kapitän Arturo Prat – mit Fokus auf seine Rolle und den täglichen Alltag an Bord der Esmeralda.

2
Unterkünfte der Mannschaft1879

Detaillierte Darstellung der Lebensbedingungen der Seeleute – mit Einblicken in die täglichen Routinen und die Kameradschaft unter den rund 200 Besatzungsmitgliedern des Schiffs.

3
Maschinenraum1855
William Pitcher

Exponat zur Funktionsweise der beiden horizontalen Dampf-Kondensationsmaschinen des Schiffs. Diese wurden von vier kohlebefeuerten Kesseln angetrieben und brachten das Schiff auf Geschwindigkeiten von bis zu 8 Knoten.

4
Geschützdeck1867-68

Zeigt die Bewaffnung der Esmeralda: darunter zwölf Armstrong gezogene 40-Pfünder sowie vier Whitworth glatte 40-Pfünder, wie sie in den Jahren 1867–68 eingebaut waren.

5
Deck und Boarding-Bereich1879

Bereich, der die Gefechtsvorbereitungen veranschaulicht – sowie den Ort, an dem Kapitän Prat während der Schlacht von Iquique seinen verhängnisvollen Enterangriff anführte.

Kontakt

Telefon: (57) 224 8160