Chilenisches Museum für präkolumbianische Kunst

Región Metropolitana de Santiago

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Das Chilenische Museum für präkolumbianische Kunst befindet sich im historischen Palacio de la Real Aduana im Zentrum von Santiago und widmet sich der Bewahrung und Ausstellung von präkolumbianischer Kunst sowie Artefakten aus Zentral- und Südamerika. 1981 vom Architekten und Sammler Sergio Larraín García-Moreno gegründet, zeigt das Museum eine vielfältige Sammlung von über 3.000 Stücken, die fast 100 indigene Kulturen repräsentieren. Die Ausstellungen erstrecken sich über etwa 10.000 Jahre Geschichte – mit bedeutenden Exponaten aus Mesoamerika, dem Zwischengebiet, den Zentralanden und den Anden im Süden. Zu den Highlights zählen ein Mayanisches Basrelief, antike Textilien aus der Kultur der Chavín sowie Artefakte aus den Zivilisationen der Mapuche und der Inka. 2014 wurde das Museum in einem großen Erweiterungsprojekt ausgebaut, entworfen vom chilenischen Architekten Smiljan Radić: Dabei wurde die Ausstellungsfläche vergrößert und die konservatorischen Einrichtungen verbessert. Außerdem bietet das Museum Bildungsprogramme, Audioguides und interaktive Materialien, um das Verständnis der Besucher für das reiche kulturelle Erbe Amerikas zu vertiefen.

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Tipp: Besuchen Sie das Museum unter der Woche, um Menschenmengen zu vermeiden, und nutzen Sie die herunterladbaren Audioguides, die über Bloomberg Connects verfügbar sind, für ein noch intensiveres Erlebnis. Erwägen Sie, der Community der Amigos del Museo beizutreten – dort gibt es exklusive Aktivitäten. Tickets können im Voraus online gekauft werden, damit der Eintritt gesichert ist, und es gibt Ermäßigungen für Studierende und Senioren. Das Museum ist bequem über die Metrostation Plaza de Armas im historischen Zentrum von Santiago erreichbar.

Interessante Fakten

  • Die Sammlung des Museums umfasst über 3.000 Stücke, die nahezu 100 indigene Gruppen aus ganz Amerika repräsentieren.
  • Es beherbergt das älteste bekannte Textil der Sammlung: ein gemaltes Tuch, das fast 3.000 Jahre alt ist, aus der Kultur der Chavín.
  • Das Gebäude, Palacio de la Real Aduana, geht auf das frühe 19. Jahrhundert zurück (1805-1807).
  • Das Museum zeigt nicht nur Objekte aus Chile, sondern auch Artefakte aus Mesoamerika, der Karibik, Amazonien und den Anden.
  • Seit 1985 veröffentlicht das Museum ein wissenschaftliches Bulletin, das in internationalen Datenbanken wie Web of Science und SciELO indexiert ist.

Geschichte

1981

Das Museum wurde im Dezember 1981 von Sergio Larraín García-Moreno gegründet, der über fünfzig Jahre lang präkolumbianische Artefakte auf Grundlage ihres ästhetischen Werts sammelte.

Die Sammlung wurde durch eine Kooperation zwischen der Fundación Familia Larraín Echeñique und der Gemeinde (Municipality) von Santiago institutionell verankert.

1805

Das Museum ist im Palacio de la Real Aduana untergebracht, das zwischen 1805 und 1807 nahe von Santiagos Plaza de Armas errichtet wurde.

2014

Im Jahr 2014 vergrößerte eine bedeutende Erweiterung die Ausstellungs- und Konservierungsbereiche des Museums, sodass es seine umfangreiche Sammlung noch besser bewahren und präsentieren kann.

Ortsführer

1
Palacio de la Real Aduana1805-1807

Ein neoklassizistisches Gebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert, das das Museum beherbergt und sich in der Nähe von Santiagos Plaza de Armas befindet. Es bietet ein historisches architektonisches Ambiente, das das Erlebnis der präkolumbianischen Sammlungen bereichert.

2
Mesoamerikanische Galerie300-900 AD for some pieces

Zeigt wichtige Artefakte wie eine Statue von Xipe Totec, einen Räuchergefäß (Incienscer Burner) aus Teotihuacan und ein Mayanisches Basrelief aus der Zeit von 300-900 n. Chr., das die reichen künstlerischen Traditionen mesoamerikanischer Kulturen veranschaulicht.

3
Galerie des Zwischengebiets

Präsentiert Tongefäße aus der Kultur von Valdivia, Capuli-Figuren beim Kauen von Kocablatt sowie Goldobjekte aus den Kulturen von Veraguas und Diquis – und zeigt damit die Vielfalt der präkolumbianischen Gesellschaften in der Zwischenzone zwischen Mesoamerika und den Anden.

4
Galerie der Zentralanden~1000 BCE

Beheimatet Masken, Kupferfiguren und Textilien – darunter auch das älteste Textil des Museums: ein gemaltes Tuch aus der Kultur der Chavín, das fast 3.000 Jahre alt ist. Es spiegelt die komplexen Gesellschaften der Andenregion wider.

5
Galerie der Anden im Süden

Präsentiert moderne chilenische und argentinische Stücke, Keramikurnen aus der Kultur der Aguada, Schnupftabakschalen aus der Kultur der San Pedro sowie ein Inka-Quipu und unterstreicht so die kulturelle Kontinuität in den südlichen Anden.

Kontakt

Telefon: (2) 2928 1500