Cajón del Maipo

Región Metropolitana de Santiago

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Cajón del Maipo ist ein spektakulärer Canyon, der sich im südöstlichen Teil der Anden im chilenischen Santiago Metropolitan Region befindet. Er umfasst das obere Einzugsgebiet des Río Maipo, der ein schmales Tal inmitten gewaltiger Berge formt – darunter auch aktive Vulkane wie San José. Die Gegend ist reich an natürlicher Schönheit: Neben mehreren Zuflussflüssen wie El Volcán, Yeso und Colorado gibt es auch kleinere Bäche. Die wichtigste Siedlung, San José de Maipo, ist das Tor zu dieser bergigen Region. Besucher zieht es in den Canyon wegen der vielfältigen Outdoor-Aktivitäten – darunter Wandern, Campen, Reiten, Mountainbiken, Kajakfahren und Wildwasser-Rafting. Zu den besonderen Naturattraktionen zählen der Stausee Embalse El Yeso, eine wichtige Wasserquelle für Santiago, sowie das Naturdenkmal El Morado, Heimat des San-Francisco-Gletschers. Außerdem bietet die Region Thermalbäder wie Baños Morales und Baños Colina sowie ein Skigebiet in Lagunillas. Durch die Nähe zu Santiago (etwa eine Stunde) ist der Canyon ein beliebtes Ziel für Ökotourismus – mit atemberaubenden Landschaften und einer reichen kulturellen sowie historischen Bedeutung.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Cajón del Maipo sind die wärmeren Monate, wenn Wandern und Outdoor-Aktivitäten besonders lohnend sind. Im Winter gibt es zudem Möglichkeiten zum Skifahren. Es empfiehlt sich, Tickets oder Touren im Voraus zu kaufen bzw. zu buchen – besonders für beliebte Orte wie das Naturdenkmal El Morado und die Thermalbäder. Öffentliche Verkehrsmittel sind über Metro Las Mercedes sowie Busverbindungen nach San José de Maipo verfügbar, doch ein Mietwagen bietet mehr Flexibilität. Besucher sollten sich auf wechselhaftes Wetter einstellen und passende Ausrüstung für Bergaktivitäten mitbringen. Für Gruppen oder lokale Bewohner können Ermäßigungen verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • Cajón del Maipo wird von einigen der höchsten Gipfel der Region umgeben – darunter Marmolejo, der südlichste Berg über 6.000 Meter weltweit.
  • Der Vulkan San José, Teil der umliegenden Berge, brach zuletzt 1960 aus.
  • Der German Andean Club errichtete 1932 in Lo Valdés eine der ersten Bergunterkünfte Chiles, die noch immer genutzt wird.
  • Die Toponymie des Canyons ist fast vollständig spanisch, obwohl die indigenen Bevölkerungen das Gebiet historisch bewohnten.
  • 1986 fand im Canyon ein Attentatsversuch auf Augusto Pinochet an der „cuesta de Las Achupallas“ statt.

Geschichte

Cajón del Maipo ist seit langem von indigenen Gruppen wie den Poyas, Chiquillanes und Puelches bewohnt.

1817

1817 spielte es eine strategische Rolle im Unabhängigkeitskampf Chiles: José de San Martín schickte Truppen durch den Canyon, um die royalistischen Kräfte abzulenken.

1932

Der Deutsche Andenklub (German Andean Club) errichtete 1932 in Lo Valdés eine der frühesten Bergunterkünfte Chiles, die bis heute in Betrieb ist.

1986

Die Region war außerdem Schauplatz politischer Gewalt – insbesondere beim Attentatsversuch auf Augusto Pinochet im Jahr 1986 am Pass Las Achupallas.

Im Laufe der Zeit hat sich die Gegend von indigenen Siedlungsgebieten und strategischen Militärwegen zu einem bekannten Ziel für Ökotourismus und Bergsport entwickelt.

Ortsführer

1
San José de Maipo

Die Hauptstadt und zugleich das Zentrum der Gemeinde ist das Tor zu Cajón del Maipo – mit kulturellen Sehenswürdigkeiten, lokalen Märkten und dem Zugang zu Ausflügen in die Natur.

2
Embalse El Yeso

Ein großer Stausee, der Santiago mit Trinkwasser versorgt. Umgeben von beeindruckender Berglandschaft und besonders beliebt zum Wandern und für Fotografie.

3
El Morado Natural Monument

Ein geschütztes Gebiet mit dem San-Francisco-Gletscher, alpinen Landschaften sowie vielfältiger Flora und Fauna – ideal zum Wandern und für Beobachtungen in der Natur.

4
Thermal Baths (Baños Morales, Baños Colina, Termas del Plomo)

Natürliche heiße Quellen mit wohltuenden Thermalwasser-Spas, vor der Kulisse der Anden – beliebt bei Besuchern, die Wellness-Erlebnisse suchen.

5
Lo Valdés Mountain Refuge1932
German Andean Club

Historische Bergunterkunft, die 1932 vom German Andean Club errichtet wurde und Wanderer sowie Kletterer beherbergt, die die Anden erkunden.