Calbuco-Vulkan

Calbuco-Vulkan

Los Lagos

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Der Calbuco-Vulkan liegt in der chilenischen Región de Los Lagos und erreicht eine Höhe von etwa 2.015 Metern über dem Meeresspiegel. Es handelt sich um einen stark explosiven Andesit-Stratovulkan mit einem Gipfelkrater von ungefähr 400 bis 500 Metern Breite. Der Vulkan liegt südöstlich des Llanquihue-Sees und nordwestlich des Chapo-Sees, nahe den Städten Puerto Varas und Puerto Montt. Calbuco weist eine komplexe geologische Geschichte auf, darunter ein bedeutender Einsturz des Gebäudes im späten Pleistozän, der einen Schuttlawinen-Strom auslöste, der den Llanquihue-See erreichte. Historisch gehörte er zu den aktivsten Vulkanen im Süden Chiles: Es sind 36 bestätigte Ausbrüche im Holozän bekannt, davon 13 in historischer Zeit. Bedeutende Ausbrüche gab es im Verlauf des 20. Jahrhunderts, und im April 2015 fand nach Jahrzehnten der Inaktivität ein großer Ausbruch mit VEI 4 statt. Der Ausbruch 2015 war vor allem wegen seines plötzlichen Beginns und großer Aschesäulen bemerkenswert, die bis zu 15 Kilometer Höhe erreichten und lokale Bevölkerungen sowie Ökosysteme beeinflussten. Der Vulkan und seine Umgebung sind im Llanquihue-Nationalreservat geschützt. So können Besucher die Landschaft in herrlichen Ansichten genießen und einen Blick auf die dynamische Vulkanlandschaft der Region werfen. Sein Name stammt aus der Sprache der Mapuche und bedeutet „Blautwasser“, was die indigene Geschichte der Gegend widerspiegelt. Aufgrund seiner Aktivität und der Nähe zu besiedelten Gebieten wird der Calbuco fortlaufend engmaschig auf Vulkangefahren überwacht.

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Tipp: Besucher sollten in Erwägung ziehen, in den trockeneren Monaten zu kommen, wenn die Sicht meist klarer ist und das Wandern sicherer. Vor der Planung einer Reise ist es ratsam, die aktuellen Warnmeldungen zur vulkanischen Aktivität der lokalen Behörden zu prüfen, da der Vulkan aktiv ist. Geführte Touren und Ausflüge von nahegelegenen Städten wie Puerto Varas und Puerto Montt bieten einen sicheren Zugang und fundierte Informationen. In der Hochsaison empfiehlt es sich, Tickets zu kaufen oder Touren im Voraus zu buchen. Besucher sollten auf wechselhaftes Wetter eingestellt sein und die passende Ausrüstung für Gelände in den Bergen mitbringen. Bitte respektieren Sie alle Sicherheitszonen und halten Sie sich an die Anweisungen der Parkverwaltung.

Interessante Fakten

  • Der Calbuco hatte im Holozän 36 bestätigte Ausbrüche.
  • Der Ausbruch von 1893–95 gehörte zu den größten im Süden Chiles und führte zu heißen Lahar-Abgängen sowie pyroklastischen Strömungen, die die lokale Geografie veränderten.
  • Der Ausbruch 2015 erzeugte Aschesäulen von bis zu 15 Kilometern Höhe und führte zur Evakuierung von mehr als 4.400 Menschen.
  • Der Name des Calbuco stammt aus den Mapuche-Wörtern „kallfü“ (blau) und „ko“ (Wasser) und bedeutet „Blautwasser“.
  • Die Asche des Vulkans im Jahr 2015 lieferte Nährstoffe ins Meer und könnte möglicherweise die Algenblüte 2016 ausgelöst haben.

Geschichte

Der Calbuco-Vulkan hat eine dokumentierte Geschichte vulkanischer Aktivität über Jahrhunderte hinweg.

1861

Die ersten wissenschaftlichen Untersuchungen wurden 1861 vom Geologen Ignacio Domeyko durchgeführt.

1893

Ein verheerender Ausbruch zwischen 1893 und 1895 veränderte die Struktur des Vulkans nachhaltig: Der Gipfelkegel wurde zerstört, und es kam zu großen Lahar-Abgängen sowie pyroklastischen Strömungen.

Im 20.

1917

Jahrhundert folgten mehrere Ausbrüche, darunter bedeutende Ereignisse in 1917, 1929, 1961 sowie ein kleiner Ausbruch im Jahr 1972.

2015

Nach 43 Jahren der Inaktivität brach der Calbuco im April 2015 erneut aus – mit einem plötzlichen und kraftvollen explosiven Ereignis.

Dies führte zu Evakuierungen und zu einer weitreichenden Verteilung von Asche.

Diese Ausbrüche haben sowohl die natürliche Umgebung als auch die Siedlungsmuster in der umliegenden Region geprägt.

Ortsführer

1
Gipfelkrater

Der Gipfelkrater des Calbuco ist etwa 400–500 Meter breit und Schauplatz der jüngsten vulkanischen Aktivität, unter anderem bei der Bildung eines Lavakuppels und bei explosiven Eruptionen. Besucher können aus sicheren Perspektiven die zerklüftete Landschaft des Kraters sowie fumarolische Aktivität beobachten.

2
Umgebung des Llanquihue-Nationalreservats

Der Vulkan und die umliegende Region sind innerhalb des Llanquihue-Nationalreservats geschützt. Es bietet eine vielfältige Flora und Fauna, Wanderwege sowie Panoramablicke auf den Vulkan und die nahegelegenen Seen.

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