
Nationalpark Radal Siete Tazas
Libertador General Bernardo O'Higgins
Der Nationalpark Radal Siete Tazas ist ein geschütztes Naturgebiet in der Región del Maule in Chile. Berühmt ist er für eine spektakuläre Abfolge von Wasserfällen und natürlichen Becken, die durch den Río Claro entstanden sind. Der Name des Parks bedeutet „Siebene Tassen“ und bezieht sich auf sieben Becken aus vulkanischem Basalt, die sich über Jahrhunderte durch strömendes Wasser herausgearbeitet haben – mit atemberaubenden Kaskaden und tiefen Naturtümpeln, umgeben von üppiger heimischer Vegetation. Der Park wurde zunächst 1981 als touristisches Schutzgebiet eingerichtet und 2008 zum Nationalpark erklärt. Er umfasst unterschiedliche Ökosysteme – von hochandinen Steppen bis zu Laubwäldern. Besucher können mehrere Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade entdecken, die an Aussichtspunkten entlangführen, an der berühmten Felsformation „Colmillo del Diablo“ vorbeigehen sowie die Wasserfälle Salto de la Leona und Velo de la Novia besuchen. Der Park beherbergt heimische Pflanzen wie Bäume der Arten Raulí, Roble, Ñirre und Hualo sowie Tiere wie den kleinen Hirsch pudú und die endemische Raubkatze Colo-Colo. Obwohl der Park vom Erdbeben 2010 betroffen war, wodurch der Flusslauf zeitweise zurückging, ist seine natürliche Schönheit inzwischen wiederhergestellt. Jährlich zieht das Gebiet zahlreiche Besucher an. Zu den Einrichtungen gehören Picknickplätze, ein Umweltzentrum, Camping, Verleih von Pferden sowie barrierearme Wege und Toiletten – ideal für Naturliebhaber und Abenteuerfans gleichermaßen.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Radal Siete Tazas ist in den chilenischen Sommermonaten von Dezember bis März, wenn das Wetter am günstigsten ist. Besucher sollten die Tickets im Voraus über die offizielle CONAF-Website oder die Pase-Parque-Plattform kaufen, um den Zugang zu sichern, und die aktualisierten Öffnungszeiten prüfen. Der Park bietet barrierearme Wege und Einrichtungen für Besucher mit unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen. Seien Sie auf mögliche rutschige Holzstufen in den Wintermonaten sowie auf umstürzende Äste zwischen Mai und August vorbereitet. Geführte Touren oder Pferdeverleih können das Erlebnis bereichern – besonders bei längeren Wanderungen wie der Route „Cóndores“, die an die Reserva Nacional Altos de Lircay anschließt.
Interessante Fakten
- •Der Name des Parks „Siete Tazas“ bezieht sich auf sieben natürlich entstandene Becken aus vulkanischem Basalt, die durch die Erosion des Flusses geformt wurden.
- •Eine markante Felsformation namens „Colmillo del Diablo“ (Teufelzahn) ragt fast 500 Meter über die umgebende Ebene hinaus.
- •Der Park schützt mehrere heimische Baumarten wie Raulí, Roble, Ñirre und Hualo, die typisch für die Laubwälder in Chile sind.
- •Der pudú, die kleinste Hirschart der Welt, sowie die endemische Katze Colo-Colo bewohnen die Ökosysteme des Parks.
- •Nach dem Erdbeben 2010 wurde der Flusslauf aufgrund eines Risses im Untergrund zeitweise abgelenkt, wodurch die Wasserfälle austrockneten, bis sie durch natürliche Sedimentation wiederhergestellt wurden.
Geschichte
Der Radal Siete Tazas wurde ursprünglich 1981 als touristisches Schutzgebiet eingerichtet und am 27.
März 2008 auf den Status eines Nationalparks aufgewertet.
Die Landschaft des Parks wurde über Jahrtausende hinweg durch vulkanische Aktivität und die erosive Kraft des Río Claro geprägt, der die markanten Basaltbecken und Wasserfälle ausgeschürft hat.
Im Jahr 2010 verursachte ein schweres Erdbeben einen Riss im Flussbett, wodurch das Wasser vorübergehend unterirdisch abgelenkt wurde und die Becken austrockneten.
Anschließend verschlossen die Regenfälle den Riss nach und nach mit Sedimenten, sodass sich der Flusslauf wieder erholte und die landschaftlichen Highlights des Parks zurückkehrten.
Über die Jahrzehnte ist der Park zu einem wichtigen Schutzgebiet für die heimische Flora und Fauna Chiles geworden – sowie zu einem beliebten Ziel für Ökotourismus und Outdoor-Freizeitaktivitäten.
Ortsführer
Wasserfälle von Siete Tazas und Basaltbecken
Eine Reihe von sieben natürlichen Becken aus vulkanischem Basalt, die vom Río Claro in den Fels gemeißelt wurden – mit kaskadenartigen Wasserfällen und glasklaren Wasserstellen, umgeben von heimischem Wald. Dies ist die besondere Attraktion des Parks: Sie bietet mehrere Aussichtspunkte und Möglichkeiten zum Schwimmen.
Colmillo del Diablo (Teufelszahn)
Eine markante Felsformation mit nahezu 500 Metern Höhe im Sektor El Bolsón. Sie ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen, das von verschiedenen Stellen im Park aus zu erkennen ist, und gehört zum Wanderkreislauf „Cóndores“, der an die Reserva Nacional Altos de Lircay anschließt.
Wasserfälle Salto de la Leona und Velo de la Novia
Zwei markante Wasserfälle flussabwärts von den Becken von Siete Tazas. Salto de la Leona ist eine kraftvolle Kaskade, während Velo de la Novia („Brautschleier“) für ihr zartes, schleierartiges Erscheinungsbild bekannt ist.
Flora und Fauna
Der Park ist die Heimat heimischer chilenischer Baumarten wie Roble, Raulí, Ñirre und Hualo sowie von Wildtieren – darunter der kleine Hirsch pudú und die endemische Katze Colo-Colo. Mehr als 20 Vogelarten bewohnen das Gebiet, zum Beispiel der vom Aussterben bedrohte Papagei Tricahue und der Andenkondor.
Kontakt
Telefon: (71) 222 8029