
Museum von Gustavo Le Paige
Antofagasta
Das R. P. Gustavo Le Paige Archäologische Museum in San Pedro de Atacama, Chile, ist bekannt für seine umfangreiche Sammlung von etwa 380.000 präkolumbianischen Artefakten aus der Kultur der Atacameño. Gegründet wurde es vom Jesuitenmissionar Pater Gustavo Le Paige, der einen Großteil seines Lebens der archäologischen Forschung in der Region widmete. Das Museum ist der Katholischen Universität des Nordens angegliedert. Zunächst eröffnete es in den frühen 1960er-Jahren; im Laufe der Zeit wurde es erweitert und um Ausstellungshallen, Labore, eine Bibliothek und einen Schatzraum ergänzt, in dem Goldfunde präsentiert werden. Ab 2015 wurde das Museum renoviert; die Sammlungen wurden vorübergehend in das Forschungsgelände der Universität verlagert. Während der Besuch bestimmter Ausstellungen wie der gut erhaltenen Mumien seit 2007 eingestellt ist – auf Bitte der lokalen Lickanantai-Gemeinschaft –, bleibt das Museum eine wichtige kulturelle und touristische Attraktion. Es bietet unschätzbare Einblicke in das alte Erbe der Region der Atacama-Wüste.
Planen Sie Ihre Reise nach Chile mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Besucher sollten ihren Besuch außerhalb der Renovierungszeiten planen, um die ganze Bandbreite der Ausstellungen zu erleben. Es wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen, um die Kultur der Atacameño noch besser zu verstehen. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit für angenehmes Wetter. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Studierende und Gruppen; prüfen Sie die offizielle Website oder kontaktieren Sie das Museum für aktuelle Informationen.
Interessante Fakten
- •Das Museum beherbergt nahezu 380.000 Artefakte aus der Kultur der Atacameño und zählt damit zu den größten Sammlungen dieser Art.
- •Gegründet wurde es vom Jesuitenmissionar Pater Gustavo Le Paige, der bereits in den 1950er-Jahren mit archäologischen Arbeiten in der Region begann.
- •1991 eröffnete das Museum einen Schatzraum, der von Minera Escondida finanziert wurde, um Goldartefakte zu präsentieren.
- •Gut erhaltene Mumien wurden bis 2007 ausgestellt, als sie auf Wunsch der lokalen Lickanantai-Gemeinschaft entfernt wurden.
- •Das Museum ist der Katholischen Universität des Nordens angegliedert und ist in San Pedro de Atacama eine bedeutende kulturelle Attraktion.
Geschichte
Das Museum wurde von Pater Gustavo Le Paige gegründet, nachdem er sich 1955 in San Pedro de Atacama niedergelassen hatte und mit dem Sammeln archäologischer Artefakte begann.
Das erste Museum eröffnete 1957 im Pfarrhaus, und ein eigenes Pavillon-Gebäude wurde 1963 mit Unterstützung der Katholischen Universität des Nordens eingeweiht.
In den folgenden Jahrzehnten wurde das Museum kontinuierlich um Einrichtungen und Sammlungen erweitert, darunter die Eröffnung des Schatzraums im Jahr 1991.
2007 entfernte das Museum seine Mumienausstellungen auf Bitten der indigenen Lickanantai.
2015 schloss das Museum für Renovierungsarbeiten; die Sammlungen wurden in ein Forschungsinstitut der Universität verlagert, doch die Wiederaufbauarbeiten sind auf lokale rechtliche und verwaltungstechnische Herausforderungen gestoßen.
Ortsführer
Ausstellungssaal
Der zentrale Bereich, in dem eine Vielzahl präkolumbianischer Artefakte aus der Kultur der Atacameño gezeigt wird – mit Einblicken in die alte Geschichte und Kultur der Region.
Schatzraum1991
Dieser Raum wurde 1991 mit Finanzierung von Minera Escondida eröffnet und zeigt Goldstücke sowie andere wertvolle Fundstücke aus der Sammlung des Museums.
Labore und Forschungspavillon
Einrichtungen, die der Erforschung, Bewahrung und Dokumentation der archäologischen Artefakte gewidmet sind und laufende Forschungsbemühungen unterstützen.
Kontakt
Telefon: 9 4005 8263