Belvoir Park

Belvoir Park

Zürich

75/10090 min

Der Belvoirpark gehört zu den ältesten und beliebtesten Landschaftsgärten in Zürich. Im Mittelpunkt steht die neoklassizistische Villa Belvoir, die zwischen 1828 und 1831 erbaut wurde. Park und Villa gehörten ursprünglich zu einem privaten Landsitz der Familie Escher, darunter vor allem Heinrich Escher-Zollikofer und sein Sohn Alfred Escher, ein bedeutender Schweizer Staatsmann und Pionier der Eisenbahn. Im Laufe des 19. Jahrhunderts erfuhr der Park einschneidende Veränderungen, unter anderem den Verlust des direkten Seezugangs durch den Bau der Bahnlinie und die Landgewinnung. 1901 erwarb die Stadt Zürich den Belvoirpark nach einer öffentlichen Spendensammlung, um eine Bebauung zu verhindern. Die Villa beherbergte später die Schweizer Hotel Management School, bis 2022, und heute ist hier das Restaurant Belvoirpark zu finden – eine Mischung aus lokaler Tradition und internationaler Küche. Der Park bietet eine Vielzahl exotischer Bäume, historische Wege und Gartenbereiche wie den Iris- und den Tagliliengarten, die in den 1980er-Jahren entstanden sind. Die Kombination aus historischer Bedeutung, natürlicher Schönheit und kulturellem Erbe macht den Belvoirpark zu einer besonderen urbanen Oase.

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Tipp: Besuchen Sie den Belvoirpark im Frühling und Sommer, um die volle Pracht der Gärten zu erleben, und nutzen Sie die Möglichkeit, im Freien zu sitzen – mit Blick auf den Park. Eine Reservierung im Voraus wird empfohlen, vor allem für besondere Anlässe oder am Wochenende. Der Park ist das ganze Jahr über öffentlich zugänglich und kostenlos. Für ein vollständiges Zürich-Erlebnis lohnt sich auch ein Spaziergang entlang der Uferpromenade und in den umliegenden Quartieren.

Interessante Fakten

  • Der Belvoirpark wurde in einer einzigartigen öffentlichen Spendenaktion Anfang des 20. Jahrhunderts vor einer Bebauung gerettet.
  • Die Villa Belvoir ist ein neoklassizistisches Gebäude, das zwischen 1828 und 1831 errichtet wurde – umgeben von exotischen Bäumen, die aus Amerika gebracht wurden.
  • Der Park verlor durch den Bau der Bahnlinie am Zürichsee auf der linken Seeseite in den 1870er-Jahren seinen ursprünglichen direkten Zugang zum Zürichsee.
  • Die Schweizer Hotel Management School war bis 2022 rund ein Jahrhundert lang in der Villa untergebracht.
  • Der Iris- und Tagliliengarten wurde in den 1980er-Jahren nach der Swiss Garden Show G59 ergänzt. Diese hatte den Park erweitert, indem er mit dem benachbarten Schneeligut vereinigt wurde.

Geschichte

1826

Das Gelände, aus dem der Belvoirpark hervorging, wurde 1826 von Heinrich Escher-Zollikofer erworben.

Er veränderte das Areal mit exotischen Bäumen und Landschaftsgestaltung.

1828

Die Villa Belvoir wurde zwischen 1828 und 1831 als Wohnsitz der Familie erbaut.

Einen großen Einschnitt erlebte der Park im späten 19.

Jahrhundert, als die Bahnlinie am Zürichsee auf der linken Seeseite gebaut wurde und damit den direkten Seezugang trennte.

1882

Nach Alfred Eschers Tod im Jahr 1882 ging der Besitz an Lydia Welti-Escher über, die ihr Vermögen der Gottfried-Keller-Stiftung vermachte.

1901

Als die Bundesregierung in Erwägung zog, den Park zu verkaufen, setzten sich namhafte Bürgerinnen und Bürger sowie die Öffentlichkeit dafür ein, ihn zu retten – was zur Übernahme durch die Stadt im Jahr 1901 führte.

2022

Seitdem hat sich der Park weiterentwickelt, unter anderem durch Ergänzungen wie den Iris- und den Tagliliengarten, und beherbergte bis 2022 die Schweizer Hotel Management School.

Ortsführer

1
Villa Belvoir1828-1831

Eine neoklassizistische Villa, die zwischen 1828 und 1831 erbaut wurde – ursprünglich das Wohnhaus der Familie Escher. Sie liegt auf dem höchsten Punkt des Parks und ist von großen Baumgruppen eingefasst, die malerische Ausblicke bieten. Heute beherbergt die Villa das Restaurant Belvoirpark, bekannt für die gelungene Mischung aus traditioneller und internationaler Küche in historischer Umgebung.

2
Iris- und Tagliliengarten1980s

Ein spezieller Gartenbereich, der in den 1980er-Jahren geschaffen wurde und eine Vielzahl von Iris- und Tagliliensorten umfasst. Er entstand nach der Swiss Garden Show G59, die dazu beitrug, den Park zu erweitern und mit dem angrenzenden Schneeligut zu vereinen.

3
Parkanlage und exotische Bäume

Der Belvoirpark bietet eine vielfältige Sammlung exotischer Bäume – viele wurden ursprünglich von Heinrich Escher-Zollikofer gepflanzt, darunter auch Arten, die aus Amerika stammen. Zur Gestaltung gehören historische Wege sowie große Baumgruppen, die die Blickachsen im Park rahmen.