Cabaret Voltaire

Cabaret Voltaire

Zürich

80/10090 min

Das Cabaret Voltaire, gegründet am 5. Februar 1916 in Zürich, Schweiz, wird als Geburtsstätte der Dada-Bewegung gefeiert – einer radikalen avantgardistischen Kunst- und Literaturbewegung, die auf die Gräuel des Ersten Weltkriegs reagierte. Ins Leben gerufen von Hugo Ball und Emmy Hennings im Hinterzimmer der Holländische Meierei an der Spiegelgasse 1, diente es als Kabarett für künstlerischen und politischen Ausdruck. Die Spielstätte bot Aufführungen der Lautpoesie, der simultanen Poesie, von Tanz und Musik – oft experimentell und anarchisch – mit Beiträgen zentraler Figuren wie Marcel Janco, Richard Huelsenbeck, Tristan Tzara, Sophie Taeuber-Arp und Jean Arp. Das Kabarett wurde zu einem Anlaufpunkt für Künstler aus ganz unterschiedlichen avantgardistischen Strömungen, darunter auch der Futurismus, und zeigte Werke von Wassily Kandinsky, Paul Klee, Giorgio de Chirico und Max Ernst. Obwohl es im Sommer 1916 schloss, war sein Einfluss enorm: Es markierte einen Wendepunkt für die moderne Kunst und Performance. Das Gebäude wurde im 21. Jahrhundert als Museum, Bar und Kulturraum wiederbelebt und führt das Dada-Erbe mit Ausstellungen, Performances und Veranstaltungen fort, die experimentelle Kunst und Kultur feiern.

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Tipp: Besucher sollten sich für den aktuellen Veranstaltungskalender auf der offiziellen Website informieren, da das Cabaret Voltaire als lebendiger Kulturraum fungiert. Die beste Zeit für einen Besuch sind die Abende mit besonderen Events oder Ausstellungen, um die künstlerische Stimmung des Kabaretts hautnah zu erleben. Tickets für Veranstaltungen können begrenzt sein, daher wird ein Vorabkauf empfohlen. Ermäßigungen können für Studierende und Gruppen verfügbar sein. Die Location ist in Zürich gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Interessante Fakten

  • Das Cabaret Voltaire wurde 2013 als das 25. beste Performance-Art-Werk in der Geschichte eingestuft.
  • Das Dada-Manifest wurde hier erstmals am 28. Juli 1916 von Hugo Ball vorgelesen.
  • Das Gebäude wurde 2002 von Neo-Dadaisten besetzt, um gegen die geplante Schließung zu protestieren – und löste so eine kulturelle Wiederbelebung aus.
  • Das ursprüngliche Cabaret Voltaire lag nur wenige Meter von Lenins Wohnsitz in Zürich entfernt.
  • Das Kabarett zeigte frühe Performances der Lautpoesie und der simultanen Poesie und ebnete damit neue künstlerische Formen.

Geschichte

1916

Das Cabaret Voltaire wurde 1916 von Hugo Ball und Emmy Hennings inmitten des Zuzugs von Flüchtlingen und Künstlern in das neutrale Schweden während des Ersten Weltkriegs gegründet.

Es eröffnete im Hinterzimmer der Holländische Meierei an der Spiegelgasse 1 und wurde schnell zur Wiege der Dada-Bewegung, mit experimentellen Aufführungen und künstlerischen Kooperationen.

1916

Das Kabarett schloss im Sommer 1916, als die Dadaisten in anderen Spielstätten in Zürich und im Ausland weitermachten.

2004

Anfang der 2000er-Jahre wurde das Gebäude von neo-dadaistischen Künstlern besetzt, um gegen die geplante Schließung zu protestieren – was zur Wiederbelebung als Kulturzentrum und Museum für Dada-Kunst führte; offiziell wurde es 2004 wiedereröffnet.

Ortsführer

1
Historischer Aufführungssaal1916

Der obere Raum, in dem die ursprünglichen Dada-Performances stattfanden, mit experimenteller Poesie, Musik und Tanz. Er war schwarz gestrichen, die Decke blau, und es wurden etwa fünfzig Gäste an Tischen bewirtet.

2
Ausstellungsbereich und Gewölbekeller (Gewölbekeller)21st century

Ein gewölbter Keller, der für wechselnde Ausstellungen genutzt wird und Dada-Kunst sowie zeitgenössische Werke der Avantgarde präsentiert – und damit den Geist des Experimentierens und den kulturellen Dialog fortsetzt.

3
Bar- und Café-Bereich21st century

Ein lebendiger sozialer Treffpunkt, der die Stimmung des ursprünglichen Kabaretts mit der heutigen Kultur verbindet – und Besuchern einen Ort bietet, um zu entspannen und über Kunst und Ideen ins Gespräch zu kommen.

Kontakt

Telefon: 043 268 08 44