Rietberg Museum

Zürich

85/10090 min

Das Rietberg Museum im Zürcher Rieterpark ist das bedeutendste Museum der Schweiz für nicht-europäische Kunst und Design. Es zeigt Kostbarkeiten aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien. 1952 gegründet, befindet es sich in mehreren historischen Gebäuden – darunter die Wesendonck Villa, die Schönberg Villa und die Rieter Park-Villa – ergänzt durch den modernen, unterirdischen Bau Smaragd, der die Ausstellungsfläche 2007 verdoppelte. Die Sammlung des Museums geht auf die Schenkung von Baron Eduard von der Heydt zurück und spiegelt die Philosophie von „ars una“ wider: Kunst in all ihrer Ausdrucksform zu schätzen – unabhängig vom geografischen Ursprung. Zu den Exponaten zählen Skulpturen, Gemälde und Artefakte über Jahrtausende hinweg, darunter indische Bronzen aus der Chola-Dynastie, chinesische Votivstelen und aus Elfenbein geschnitzte Tiere aus Afrika. Das Museum veröffentlicht außerdem die wissenschaftliche Fachzeitschrift Artibus Asiae und unterstreicht damit seine Rolle in der Erforschung der asiatischen Künste. Dank der guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr bietet das Rietberg Museum Besuchern eine einzigartige kulturelle Reise durch weltweite künstlerische Traditionen – eingebettet in eine ruhige Parkanlage.

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Tipp: Besuchen Sie das Rietberg Museum unter der Woche oder in den Randzeiten der Saison, um Menschenmengen zu vermeiden. Kaufen Sie Tickets im Voraus online für Sonderausstellungen, damit Sie sicher einen Platz bekommen. Das Museum bietet Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Nehmen Sie die Tramlinie Nr. 7 oder den Bus Nr. 33, um das Museum bequem zu erreichen. Planen Sie mindestens 90 Minuten ein, um die Dauerausstellung und die Wechselausstellungen zu erkunden. Schauen Sie auf der Website des Museums nach den aktuellen Öffnungszeiten und besonderen Veranstaltungen.

Interessante Fakten

  • Das Rietberg Museum ist das größte Museum der Schweiz, das sich nicht-europäischer Kunst und Design widmet.
  • Die Sammlung wurde größtenteils von Baron Eduard von der Heydt gestiftet, der das Konzept von „ars una“ vorantrieb und die gesamte künstlerische Produktion gleichwertig bewertete – unabhängig vom Ursprung.
  • Das 2007 eröffnete Smaragd-Gebäude ist größtenteils unterirdisch und hat die Ausstellungsfläche des Museums mehr als verdoppelt.
  • Das Museum gibt Artibus Asiae heraus – eine angesehene zweimonatlich erscheinende Fachzeitschrift zu asiatischer Kunst und Archäologie – seit 1991.
  • Zur Sammlung gehören seltene Exponate wie eine Acala-Skulptur aus dem 12. Jahrhundert in Japan sowie ein Jain-Idol aus dem 14. Jahrhundert in Indien.

Geschichte

1952

Das Rietberg Museum wurde 1952 gegründet, nachdem die Stadt Zürich den Rieterpark und die Wesendonck Villa erworben hatte und aus Letzterer ein Museum machte, um die Kunstsammlung von Baron Eduard von der Heydt unterzubringen.

1956

Zunächst geleitet vom Schweizer Expressionisten Johannes Itten, bis 1956, wuchs das Museum 1978 durch die Ergänzung der Schönberg Villa, die vor dem Abriss bewahrt wurde.

2007

2007 führte der Bau des Smaragd-Gebäudes zu einer deutlichen Vergrößerung der Ausstellungsfläche und ermöglichte groß angelegte Wechselausstellungen.

Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das Museum zur größten Einrichtung der Schweiz für nicht-europäische Kunst – unterstützt durch städtische Mittel und private Spenden.

Ortsführer

1
Wesendonck Villa19. Jahrhundert

Die ursprüngliche historische Villa, die Teile der Museumssammlung beherbergt, mit Ausstellungsräumen, in denen Skulpturen und Gemälde aus Asien und Afrika gezeigt werden.

2
Smaragd-Gebäude2007
Alfred Grazioli und Adolf Krischanitz

Eine überwiegend unterirdische moderne Erweiterung, die 2007 eröffnet wurde, entworfen von den Architekten Alfred Grazioli und Adolf Krischanitz. Sie verdoppelt die Ausstellungsfläche des Museums mehr als und beherbergt Wechselausstellungen sowie den Schaudepot (sichtbare Lagerung).

3
Schönberg Villa19. Jahrhundert

1976 erworben und 1978 als Museumserweiterung eröffnet: Diese Villa beherbergt die Verwaltung des Museums sowie eine umfangreiche, nicht verleihbare Bibliothek, die für Besucher und Forschende zugänglich ist.

4
Highlights der Dauerausstellung

Umfasst unter anderem Skulpturen wie die Shiva Nataraja aus der Chola-Dynastie (12. Jahrhundert), Votivstelen aus China und aus Elfenbein geschnitzte Elefantenzähne aus dem Benin-Reich (17.–18. Jahrhundert). Zu den Gemälden zählen indische Handschriftenfolgen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert sowie japanische Miniaturen aus dem späten 15. Jahrhundert.

Kontakt

Telefon: 044 415 31 31