
St. Michael Kirche
Zug
Die St. Michael Kirche in Zug, Schweiz, ist das größte Kirchengebäude der Stadt und dient als römisch-katholische Pfarrkirche, die dem Stadtpatron, St. Michael, geweiht ist. Das heutige Gebäude wurde vom Architekturbüro Curjel & Moser unter Leitung von Karl Moser entworfen und 1902 geweiht. Es ersetzt eine frühere Kirche, die bis ins erste Jahrtausend zurückreicht. Architektonisch handelt es sich um eine spät-historistische Basilika im neoromanischen Stil mit leicht zugespitzten Bögen, einem Querschiff und einer polygonalen Apsis. Die Eingangsfassade ist nach Nordwesten ausgerichtet und mit drei Portalen sowie großen Rosettenfenstern über dem Portal und an der Fassade des Querschiffs geschmückt. Auf der Nordseite flankiert ein markanter quadratischer Glockenturm mit einem Spitzhelm und Eckerkern, während ein Dachreiter die Kreuzung bekrönt. Das Innere besteht aus drei Schiffen mit Rippengewölben; die reiche originale Ausstattung der Kirche im Stil des Neoromanischen, des Neugotischen und des Jugendstils ist vollständig erhalten. Zu den bekanntesten Künstlern, die an der Ausgestaltung beteiligt waren, zählen Max Laeuger, Hermann Binz, Oskar Kiefer und Hellmut Eichrodt, der mehrere Wandmalereien schuf. Die Kirche beherbergt fünf Bronzeglocken, die 1902 von der Aarauer Glockengießerei H. Rüetschi gegossen wurden. Sie sind auf bestimmte Töne abgestimmt und bestehen teilweise aus dem Schmelzmaterial der Glocken der früheren Kirche. Die Orgeltradition reicht bis 1457 zurück; das heutige Instrument wurde 1965 von Orgelbau Kuhn erbaut und verfügt über 50 Register auf drei Manualen sowie Pedal mit mechanischen Schiebekopplungen (Schleifladen). Die St. Michael Kirche ist in Zug ein bedeutendes kultur- und architekturgeschichtliches Wahrzeichen und spiegelt sowohl die historische Kontinuität als auch das künstlerische Erbe wider.
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Tipp: Besucher sollten die Website der Pfarrei prüfen oder die Kirche direkt kontaktieren, um die aktuellen Öffnungszeiten und mögliche geführte Rundgänge zu erfahren. Die beste Zeit für einen Besuch sind die Werktage, um Menschenmengen zu vermeiden und in ruhigere Kontemplation einzutauchen. Tickets sind in der Regel nicht erforderlich, da es sich um eine aktive Pfarrkirche handelt, allerdings werden Spenden gern angenommen. Für Musikinteressierte kann der Besuch eines Gottesdienstes oder eines Konzerts mit der historischen Orgel ein besonderes Erlebnis sein. Für besondere Anlässe oder Gruppenbesuche werden Reservierungen im Voraus empfohlen.
Interessante Fakten
- •Die fünf Bronzeglocken der Kirche wurden 1902 gegossen, wobei Metall aus den Glocken der älteren Kirche verwendet wurde, und sie sind exakt auf bestimmte musikalische Noten abgestimmt.
- •Die Orgeltradition in der St. Michael Kirche reicht bis 1457 zurück, wodurch sie zu den ältesten dokumentierten Orgeln der Region zählt.
- •Das architektonische Konzept wurde von Karl Moser, einem bedeutenden Schweizer Architekten, entworfen. Er ist bekannt für seinen spät-historistischen Stil, in dem Elemente des Neoromanischen und des Jugendstils miteinander verschmelzen.
Geschichte
Die ursprüngliche St.
Michael Kirche in Zug geht bis ins erste Jahrtausend zurück und lag etwa 200 Meter oberhalb des heutigen Standorts in der Nähe von Friedhof und Ossuar.
Diese ältere Kirche wurde 1898/1899 abgerissen, um Platz für den Neubau zu schaffen, den Karl Moser entwarf.
Die neue neoromanische Basilika wurde 1902 geweiht.
Im Laufe ihrer Geschichte bewahrte die Kirche ihre reichhaltige spät-historistische Ausstattung, darunter Beiträge von Künstlern, die mit dem Büro Curjel & Moser verbunden waren.
Besonders bemerkenswert ist die Geschichte der Orgel: Instrumente sind seit 1457 dokumentiert, mit mehreren Umbauten und Renovierungen, die schließlich in der heutigen Kuhn-Orgel von 1965 mündeten.
Ortsführer
Hauptschiff und gewölbte Decken1902
Das dreischiffige Kirchenschiff mit Kreuzrippengewölben ist typisch für den neoromanischen Stil und schafft einen eindrucksvollen, akustisch besonders resonanten Innenraum.
Glockenturm und Glocken1902
Ein großer quadratischer Glockenturm mit spitzem Helm und Eckerkern beherbergt fünf Bronzeglocken, die 1902 von H. Rüetschi gegossen wurden. Sie sind für ihre präzise Stimmung und ihre historische Bedeutung bekannt.
Künstlerische Ausstattung und WandmalereienFrühes 20. Jahrhundert
Die Innenausstattung der Kirche umfasst Möbel im neoromanischen, neogotischen und Art-déco-Stil (Jugendstil), die von Künstlern wie Max Laeuger, Hermann Binz und Oskar Kiefer entworfen wurden. Wandmalereien von Hellmut Eichrodt verleihen dem Raum Farbe und Tiefe.
Orgel1965
Die aktuelle Orgel, die 1965 von Orgelbau Kuhn erbaut wurde, verfügt über 50 Register auf drei Manualen und Pedal mit mechanischen Schiebekopplungen (Schleifladen). Sie führt damit eine lange Tradition der Orgelmusik in der Kirche fort, die bis 1457 zurückreicht.
Kontakt
Telefon: 041 725 47 60