Zugersee

Zugersee

Zug

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Der Zugersee in der Zentralschweiz ist der zehnthöchste See des Landes nach Fläche. Er umfasst etwa 38,41 Quadratkilometer und hat eine maximale Tiefe von 198 Metern. Er erstreckt sich rund 13,7 Kilometer in der Länge und 4,6 Kilometer in der Breite. Geteilt wird er in einen tiefen südlichen und einen flacheren nördlichen Abschnitt durch die bewaldete Halbinsel Chiemen. Der See wird von den Kantonen Zug, Schwyz und Luzern gemeinsam genutzt. Die Stadt Zug liegt an seinem nordöstlichen Ufer, Arth im Süden. Der Fluss Lorze ist sowohl der wichtigste Zufluss als auch der Abfluss: Er mündet nahe bei Zug in den See und verlässt ihn nahe bei Cham. Der Zugersee ist reich an Geschichte. Um ihn herum liegen prähistorische Pfahlbausiedlungen, die von der UNESCO als Welterbe anerkannt sind und Siedlungen widerspiegeln, die bis in die Jungstein- und Bronzezeit zurückreichen. Der Wasserspiegel des Sees wurde seit dem späten 16. Jahrhundert durch technische Maßnahmen sorgfältig geregelt – unter anderem mit Wehren, die gebaut wurden, um Überschwemmungen zu kontrollieren und Land zurückzugewinnen. Diese Steuerung hat die Landschaft und die Ökologie der Umgebung entscheidend geprägt. Heute bietet der Zugersee Besuchern eine stille Naturschönheit, Möglichkeiten für Aktivitäten auf dem Wasser und einen Einblick in die tiefen historischen Wurzeln der Region.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Zugersees ist der Zeitraum vom späten Frühjahr bis in den frühen Herbst, wenn das Wetter ideal ist für Bootsausflüge und Spaziergänge am Seeufer. Besucher sollten die lokalen Fahrpläne für Bootstouren prüfen und in der Hochsaison Tickets am besten im Voraus kaufen. Durch die Nähe zur Stadt Zug sind die Annehmlichkeiten und der öffentliche Verkehr unkompliziert erreichbar. Für Gruppen, Senioren und Kinder können Ermäßigungen verfügbar sein. Ein Ausflug entlang der Uferwege und zu den nahegelegenen historischen Stätten kann den Besuch besonders bereichern.

Interessante Fakten

  • Der Zugersee ist nach Fläche der zehnthöchste See der Schweiz und umfasst 38,41 Quadratkilometer.
  • Der See ist durch die bewaldete Halbinsel Chiemen in zwei Teile gegliedert: ein tiefes südliches Becken und ein flacheres nördliches Becken.
  • Die Lorze fließt in den Zugersee hinein und aus ihm wieder heraus: Sie mündet nahe bei Zug in den See und verlässt ihn nahe bei Cham.
  • Die prähistorischen Pfahlbausiedlungen rund um den Zugersee sind Teil eines UNESCO-Welterbegebiets.
  • Bauarbeiten im späten 16. Jahrhundert senkten den Wasserspiegel des Sees um etwa 2,5 Meter. Das brachte zwar neue Flächen zurück, führte aber entlang der Ufer zu zahlreichen Rutschungen.
  • Am Zugersee gibt es zwei Inseln: die Lorzeninsel, die aus Aushubmaterial entstanden ist, sowie die kleine Insel Eiola mit etwa 200 Quadratmetern.

Geschichte

Die Gegend um den Zugersee ist seit prähistorischen Zeiten bewohnt.

Zahlreiche Pfahlhausdörfer wurden während der Jungstein- und Bronzezeit errichtet.

Diese Siedlungen gehören zum UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“.

Nach der römischen Eroberung beherbergte die Region mehrere römische Villen.

In der Zeit vom späten 16.

bis zum frühen 17.

Jahrhundert senkten bedeutende wasserbauliche Maßnahmen den Wasserspiegel des Sees, um Überschwemmungen zu verhindern und Land zurückzugewinnen – mit weitreichenden Folgen für die lokale Umwelt und die Siedlungen.

Der See hat Jahrhunderte menschlicher Einwirkung erlebt, die seine Landschaft und Bedeutung für die Kultur geprägt hat.

Ortsführer

1
Halbinsel Chiemen

Eine bewaldete Halbinsel, die den Zugersee in ein tiefes südliches Becken und ein flacheres nördliches Becken teilt. Sie bietet schöne Wanderwege im Wald sowie Ausblicke über den See.

2
Lorze: Zufluss und Abfluss

Die Lorze ist die wichtigste Wasserquelle für den Zugersee. Sie fließt bei der Stadt Zug in den See und tritt nahe bei Cham wieder aus. Damit spielt sie eine entscheidende Rolle für das Wasserhaushaltssystem des Sees und für sein Ökosystem.

3
Historische Wasserbauwerke bei ChamEnde des 16. bis Anfang des 17. Jahrhunderts
Jost Knopfli und Jost Knopfli der Jüngere

Standort bedeutender Ingenieurprojekte aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die den Wasserspiegel des Sees senkten – durch den Bau von Wehren und die Veränderung des Flussbetts, um Überschwemmungen zu verhindern und Land zurückzugewinnen.