Großer Sankt-Bernhard-Pass
Wallis
Der Große Sankt-Bernhard-Pass ist ein bedeutender Gebirgspass in den Penninischen Alpen. Er liegt auf einer Höhe von 2.469 Metern und verbindet das Rhônetal in der Schweiz mit dem Aostatal in Italien. Historisch war er unter den Namen Mont-Joux oder Mons Jovis bekannt und ist seit der frühen Eisenzeit eine wichtige Transitroute. In der römischen Zeit zählte der Pass zu den wichtigsten Alpenübergängen. Flankiert wird er von markanten Gipfeln wie Grande Chenalette und Mont Mort; in der Nähe liegt zudem der Lac du Grand St-Bernard. Ein Hospiz, das im 11. Jahrhundert von Saint Bernard of Menthon und Irmengard gegründet wurde, diente Pilgern und Reisenden, und steht heute besonders mit der Zucht der St.-Bernhard-Hunde in Verbindung, die durch ihre Rettungseinsätze in den Alpen bekannt wurden. Außerdem spielte der Pass im Mittelalter eine strategische Rolle und wurde 1800 von Napoleon Bonaparte im Rahmen seines Italienfeldzugs überquert. Heute ist er nach wie vor ein bedeutendes Natur- und Kulturdenkmal: Der Tunnel des Großen Sankt Bernhard ermöglicht den modernen Transit unterhalb des Passes.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch sind die wärmeren Monate, wenn der Pass mit dem Auto erreichbar ist, da er im Winter wegen des Schnees oft gesperrt ist. Besucher sollten Wetter- und Straßenbedingungen im Voraus prüfen. In der Hochsaison wird empfohlen, Unterkünfte oder geführte Touren im Hospiz frühzeitig zu buchen. Der Pass bietet eine einzigartige Mischung aus Naturschönheit und historischer Bedeutung; lokale Besucherzentren informieren über Wanderwege und die Geschichte der Region. Für Gruppen oder mit Kombitickets zu nahegelegenen Attraktionen können Ermäßigungen verfügbar sein.
Interessante Fakten
- •Der Pass wurde nach Saint Bernard of Menthon benannt, der im 11. Jahrhundert das Hospiz gründete, um Pilger und Reisende zu unterstützen.
- •Im Hospiz wurden die St.-Bernhard-Hunde gezüchtet, berühmt dafür, im Schnee verirrte oder verletzte Reisende zu retten – dem Hund Barry wird zugeschrieben, über 40 Leben gerettet zu haben.
- •Napoleon Bonaparte überquerte den Pass im Mai 1800 während seines militärischen Feldzugs nach Italien.
- •In römischer Zeit hieß der Pass Mons Jovis (Berg des Jupiter), wo einst ein Tempel für den lokalen Gott Poeninus stand.
- •Der Tunnel des Großen Sankt Bernhard verläuft unterhalb des Passes und verbindet Martigny in der Schweiz mit Aosta in Italien, um den modernen Transport zu erleichtern.
Geschichte
Der Große Sankt-Bernhard-Pass wird seit der frühen Eisenzeit genutzt und diente als wichtige Route durch die Alpen für römische Armeen und Händler.
Genannt wird er unter anderem von Julius Caesar und weiteren antiken Autoren.
Im Mittelalter war der Pass eine bedeutende Pilgerroute, bekannt als Via Francigena, und ein Hospiz wurde im 11.
Jahrhundert von Saint Bernard of Menthon gegründet, um Reisenden zu helfen.
Im Hospiz wurden außerdem die berühmten St.-Bernhard-Rettungshunde gezüchtet.
Der Pass stand lange unter der Kontrolle der Grafen und später der Herzöge von Savoyen und bildete damit eine strategische Verbindung zwischen nördlichen und südlichen Regionen.
1800 durchquerte Napoleon den Pass schließlich im Rahmen seines Italienfeldzugs – und festigte damit seine historische Bedeutung.
Ortsführer
Hospiz von Bernard11th century
Ein altes Hospiz, das im 11. Jahrhundert gegründet wurde, um Pilgern und Reisenden Schutz zu bieten, die die Alpen überqueren. Es ist berühmt für seine historische Rolle und dafür, dass hier die St.-Bernhard-Rettungshunde gezüchtet wurden.
St.-Bernhard-Hunde11th century
Große Rettungshunde, die im Hospiz gezüchtet wurden und weltweit für ihre Fähigkeit bekannt sind, verirrte Reisende in den schneebedeckten Alpen zu finden und ihnen zu helfen.
Napoleons Route der Überquerung1800
Der historische Weg, den Napoleon Bonaparte im Mai 1800 während seines Italienfeldzugs nahm, als er den Pass mit seiner Armee überquerte.
Tunnel des Großen Sankt Bernhard1964
Ein moderner Tunnel, der unterhalb des Passes verläuft und den ganzjährigen Verkehr zwischen der Schweiz und Italien ermöglicht – unter Umgehung der hochgelegenen Bergstraße.