
Aletschgletscher
Wallis
Der Aletschgletscher im Schweizer Kanton Wallis ist der größte Gletscher in den Alpen. Er ist etwa 23 Kilometer lang und bedeckt eine Fläche von rund 81,7 Quadratkilometern. Er besteht aus vier Haupt-Zuflussgletschern, die sich am weiten Eispforteisplateau namens Konkordiaplatz zusammenfinden. Dieses Gletschersystem liegt in den östlichen Berner Alpen und wird von markanten Gipfeln wie Jungfrau, Mönch und Aletschhorn flankiert. Die Eisdicke erreicht am Konkordiaplatz bis zu 905 Meter. Das Schmelzwasser speist den Fluss Massa und mündet schließlich ins Rhônetal. Die Region gehört zum Jungfrau-Aletsch-Gebiet, das seit 2001 als UNESCO-Welterbestätte anerkannt ist. Wie viele Gletscher weltweit zieht sich auch der Aletschgletscher zurück: Seit dem 19. Jahrhundert hat er aufgrund des Klimawandels deutlich an Länge und Eisdicke verloren. Seine einzigartige Geografie und Größe machen ihn zu einer beeindruckenden Naturerscheinung und zu einem wichtigen Symbol der alpinen Gletscherforschung.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Aletschgletschers sind die Sommermonate, wenn die Zugangswege und Wanderstrecken besser erreichbar sind. Besucher sollten vor der Planung Wetterbedingungen und den Zustand der Wege prüfen. Geführte Touren und Bergunterkünfte wie die Konkordia-Hütte bieten die Möglichkeit, den Gletscher sicher zu erkunden. Es wird empfohlen, Tickets zu kaufen oder geführte Ausflüge im Voraus zu buchen – besonders in den Hochsaisonzeiten. Für Gruppen, Senioren oder Jugendliche können Ermäßigungen verfügbar sein. Aufgrund des alpinen Umfelds und des wechselhaften Wetters sind die richtige Ausrüstung und Kleidung unerlässlich.
Interessante Fakten
- •Der Aletschgletscher ist der längste Gletscher in den Alpen und misst etwa 23 km.
- •Die Eisdicke erreicht am Konkordiaplatz bis zu 905 Meter, wodurch er zu den dicksten Gletschern der Region zählt.
- •Der Gletscher entsteht durch das Zusammenfließen von vier kleineren Gletschern am Eiskombinationsfeld Konkordiaplatz.
- •Das Schmelzwasser des Gletschers bildet den Fluss Massa, der ins Rhônetal fließt.
- •Der gesamte Gletscher und die umliegende Region gehören zum Jungfrau-Aletsch-Gebiet, das seit 2001 UNESCO-Welterbe ist.
- •Seit 1980 hat sich der Gletscher infolge des Klimawandels etwa 1,3 Kilometer zurückgezogen.
Geschichte
Der Aletschgletscher ist seit mindestens dem 13.
Jahrhundert bekannt und trägt seinen Namen; der Name „Aletsch“ wurde erstmals 1231 belegt.
Er entstand über Jahrtausende durch die Anhäufung und Verdichtung von Schnee in den Berner Alpen.
Historisch war er mit benachbarten Gletschern wie dem Ober- und Mittelaletschgletscher verbunden und trug zu einem größeren vergletscherten Gebiet bei.
Im Laufe der Zeit hat der Gletscher einen starken Rückzug durchgemacht – besonders seit dem 19.
Jahrhundert: Er verlor mehrere Kilometer an Länge und mehrere Hundert Meter an Eisdicke.
Seine Entwicklung spiegelt die umfassenderen klimatischen Veränderungen wider, die alpine Gletscher betreffen.
Ortsführer
Konkordiaplatz
Ein weites Eispladeau von 6 Quadratkilometern, auf dem sich vier große Zuflussgletscher vereinen, um den Aletschgletscher zu bilden. Besonders bekannt ist es für seine enorme Eisdicke und als wichtiger Orientierungspunkt für Studien zur Gletscherforschung.
Grosser Aletschfirn
Der westliche Zuflussgletscher fließt entlang des nördlichen Fußes von Aletschhorn und Dreieckhorn. Er wird von drei bedeutenden Firngebieten gespeist, die bei rund 3.800 Metern Höhe beginnen.
Jungfraufirn
Der nordwestliche Zuflussgletscher – der kürzeste der vier – geht von der Südflanke des Mönchs und der Ostflanke der Jungfrau aus, in der Nähe des Jungfraujochs.
Ewigschneefäld (Eternal Snow Field)
Der nördliche Zuflussgletscher fließt vom Osthang des Mönchs und krümmt sich zwischen mehreren Gipfeln hindurch, bevor er am Konkordiaplatz zusammenläuft.
Grüneggfirn
Der kleinste östliche Zuflussgletscher, der zum Konkordiaplatz hinzukommt. Er liegt unterhalb des Grünegghorns und ist über den Grünhornlücke-Pass mit dem Fieschergletscher verbunden.