Teufelsbrücke

Teufelsbrücke

Uri

80/10090 min

Die Teufelsbrücke, auch Teufelsbrücke genannt, ist eine markante Steinbrücke in der Schöllenenschlucht im Kanton Uri in der Schweiz. Sie überspannt die reißende Reuss und war historisch eine wichtige Passage auf der Route über den Gotthardpass – zwischen Nord- und Südschweiz. Die Schlucht selbst galt einst als nahezu unpassierbar: steile, senkrechte Felswände und wilde Wassermassen machten den Weg gefährlich. Die erste hölzerne Brücke wurde um 1230 von den Walser-Siedlern errichtet und stellte zur damaligen Zeit eine waghalsige Ingenieursleistung dar. 1595 wurde sie durch eine Steinbrücke ersetzt, die später verfiel und 1888 einstürzte – ihre Fundamente sind heute noch sichtbar. Die heutige Steinbrücke stammt aus dem Jahr 1830 und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Name und Ruhm der Brücke hängen mit zahlreichen lokalen Legenden zusammen, in denen der Teufel eine Rolle spielt: Er soll beim Bau geholfen haben – unter einem Pakt mit den Einheimischen –, wurde jedoch später getäuscht und überlistet. Am Ort können Besucher außerdem einen malerischen Rundweg durch die Schlucht erkunden. Dazu gehört ein schmaler, in den Fels gehauener Tunnel unter einer Eisenbahnbrücke sowie der Blick auf das markante Wandbild „Teufelsbild“, das Heinrich Danioth 1950 gemalt hat. In der Nähe steht das Suvorov-Denkmal, das an die Kämpfe zwischen russischen und napoleonischen Truppen im Jahr 1799 in der Region erinnert. Die Kombination aus Naturerlebnis, historischer Bedeutung und mythischer Erzähltradition macht die Teufelsbrücke zu einem einzigartigen und faszinierenden Reiseziel.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Teufelsbrücke und der Schöllenenschlucht ist von Mai bis Oktober, wenn der Rundweg zugänglich ist. Tragen Sie feste Schuhe, da die Wege nass und rutschig sein können. Der Bereich ist nicht rollstuhlgerecht. Planen Sie idealerweise früh am Tag oder am späten Nachmittag ein, um das „Teufelsbild“ im warmen Abendlicht beleuchtet zu sehen. Das Suvorov-Denkmal liegt nur einen kurzen Spaziergang vom Parkplatz entfernt und ist frei zugänglich. Für den Rundweg oder das Denkmal sind keine Voraus-Tickets nötig – so lassen sich spontane Besuche problemlos einplanen.

Interessante Fakten

  • Die Teufelsbrücke gehört zu einer größeren europäischen Tradition der „Teufelsbrücken“, die oft mit Legenden verbunden sind, in denen der Teufel am Bau beteiligt ist.
  • Die erste hölzerne Brücke über die Schöllenenschlucht wurde um 1230 von Walser-Siedlern errichtet und markierte eine bedeutende Entwicklung für die alpinen Transitwege in der Schweiz.
  • Das nahegelegene Suvorov-Denkmal erinnert an die Kämpfe von 1799 zwischen russischen Truppen und Napoleons Armee in der Region.
  • Das 1950 von Heinrich Danioth gemalte Wandbild „Teufelsbild“ war damals wegen seines expressionistischen Stils umstritten, gilt heute jedoch als anerkanntes Symbol der Schlucht.
  • Die Fundamente der ursprünglichen Steinbrücke von 1595 sind auf der Nordseite des Flusses weiterhin sichtbar.
  • Die Schöllenenschlucht galt einst als nahezu unpassierbar – entsprechend bedeutete die Brücke eine entscheidende technische und strategische Leistung.

Geschichte

Die Schöllenenschlucht war historisch eine gewaltige natürliche Barriere auf dem Weg über den Gotthardpass.

1200

Um 1200 entwickelten Walser-Siedler die erste Passage, indem sie einen heiklen Holzpfad mit mehreren Brücken anlegten.

1230

Die erste hölzerne Brücke über die Reuss wurde um 1230 gebaut.

1595

1595 wurde sie durch eine Steinbrücke ersetzt, die 1888 einstürzte.

Aufgrund immer wieder auftretender Hochwasserschäden suchte man nach einer Alternative, was zum Bau des Urnerlochs im frühen 18.

Jahrhundert führte.

1830

Die heutige Steinbrücke stammt aus dem Jahr 1830 und ist bis heute ein wichtiges historisches Wahrzeichen.

1799

Auch militärische Ereignisse prägten den Ort: Im Feldzug 1799 kämpften russische Truppen unter General Suvorov gegen Napoleons Streitkräfte, wofür ein 1898 errichtetes Denkmal erinnert.

Ortsführer

1
Teufelsbrücke (Teufelsbrücke)1830

Die heutige Steinbrücke, die 1830 errichtet wurde, überspannt die Schöllenenschlucht über die Reuss. Sie ist ein bedeutendes historisches und architektonisches Wahrzeichen: beeindruckende Ingenieurskunst aus dem 19. Jahrhundert und zugleich dramatische Ausblicke in die Schlucht hinunter.

2
Rundweg durch die Schöllenenschlucht

Eine 30-minütige Gehroute ab dem Restaurant Teufelsbrücke, die über die historische Brücke führt und entlang eines Weges durch die steile Schlucht verläuft. Der Rundweg beinhaltet einen schmalen Tunnel, der in den Fels unter einer Eisenbahnbrücke gehauen wurde, und bietet schöne Ausblicke auf den wilden Fluss und die Felswände.

3
Suvorov-Denkmal1898

Direkt in die Felswand gearbeitet, erinnert dieses Denkmal an die Schlachten von 1799, die von russischen Truppen unter General Suvorov gegen Napoleons Streitkräfte geführt wurden. Es trägt eine Inschrift und ein Kreuz, das die gefallenen Soldaten ehrt.

4
Wandbild „Teufelsbild“1950
Heinrich Danioth

Ein expressionistisches Wandbild, das 1950 vom lokalen Künstler Heinrich Danioth aus Uri gemalt wurde. Es zeigt den Teufel und nimmt Bezug auf die lokale Überlieferung zum Bau der Brücke. Es befindet sich an der Felswand oberhalb der Autobahnbrücke in der Nähe des Parkplatzes.

Kontakt

Telefon: 041 888 71 00