Kunstmuseum Thurgau
Thurgau
Das Kunstmuseum Thurgau ist seit 1983 in Teilen der historischen Kartause Ittingen im Kanton Thurgau in der Schweiz untergebracht. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf regionaler Kunst aus der Bodenseeregion, auf internationaler Outsider Art sowie auf Projekten, die mit dem Standort des Museums verbunden sind. Ausgehend vom 1935 gegründeten Thurgauer Kunstverein entwickelte sich das Museum von der Präsentation von Kunstwerken in Regierungsgebäuden zu einem eigenen modernen Museumsraum. Es verwaltet bedeutende Vermächtnisse, darunter von Adolf Dietrich, Carl Roesch und Hans Krüsi, und hat seine Sammlung um namhafte internationale Outsider- und Art-brut-Werke erweitert. Bekannt ist das Museum vor allem dafür, zeitgenössische Installationen wie Tadashi Kawamatas „Scheiterturm“ und konzeptuelle Arbeiten von Joseph Kosuth zu integrieren, die sich mit der historischen Klostereinstellung auseinandersetzen. Als Teil des ehemaligen Kartäuserkloster-Komplexes bietet das Museum ein einzigartiges kulturelles Erlebnis – Kunst trifft auf jahrhundertelange Klostergeschichte.
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Tipp: Besucher werden gebeten, die offizielle Website des Museums für aktuelle Ausstellungen und Veranstaltungen zu prüfen, da es regelmäßig Projekte der zeitgenössischen Kunst und Konzerte veranstaltet. Am besten lässt sich das Museum im Frühling bis in den Herbst besuchen, wenn das Gelände der Kartause Ittingen besonders reizvoll ist. Für Sonderausstellungen und Events wird der Kauf von Tickets im Voraus empfohlen. Ermäßigungen gibt es häufig für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie für Gruppen. Geführte Rundgänge können helfen, sowohl die Kunstwerke als auch den historischen Ort besser zu verstehen.
Interessante Fakten
- •Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Kartäuserkloster aus der Zeit um 1150.
- •Es verwaltet die künstlerischen Vermächtnisse bedeutender regionaler Künstler wie Adolf Dietrich und Hans Krüsi.
- •Das Museum zeigt zeitgenössische Installationen wie Tadashi Kawamatas „Scheiterturm“ und Joseph Kosuths konzeptuelle Kunst.
- •Der Komplex der Kartause Ittingen umfasst neben dem Museum auch ein Bildungszentrum, einen Bauernhof, Hotels und ein Restaurant.
- •In den 1990er-Jahren hat sich die Sammlungspolitik dahingehend verändert, dass internationale Outsider Art zusätzlich über die Bodenseeregion hinaus aufgenommen wurde.
Geschichte
Das Kunstmuseum Thurgau befindet sich in der ehemaligen Kartause Ittingen, einem 1150 gegründeten und 1848 aufgelösten Kartäuserkloster.
Die Klostergebäude wurden erhalten und später nach dem privaten Besitz durch die Familie Fehr wiederhergestellt.
1983 eröffnete das Museum in modernisierten Räumen innerhalb des Klosterkomplexes.
Die Sammlung entstand aus den Aktivitäten des Thurgauer Kunstvereins ab 1935 und wurde mit der Gründung des Museums gefestigt.
Über Jahrzehnte hinweg wuchs das Museum von regionaler Kunst hin zu bedeutenden Outsider- und internationalen zeitgenössischen Werken – ein Spiegel der sich wandelnden Kunstströmungen und des kulturellen Erbes der Region.
Ortsführer
Adolf Dietrichs Kunstzimmer
Ein eigener Ausstellungsbereich, der Werke von Adolf Dietrich zeigt – einem bedeutenden regionalen Maler, der für seinen detailreichen naiven Stil bekannt ist.
Hans Krüsi Sammlungssaal
Ausstellungsfläche mit dem vollständigen Vermächtnis von Hans Krüsi, einem Künstler, der seine Werke dem Museum vermachte – mit Fokus auf naive und Outsider Art.
Scheiterturm von Tadashi KawamataLetzte Jahrzehnte
Eine zeitgenössische Installation des japanischen Künstlers Tadashi Kawamata, bekannt als „Scheiterturm“ (Pylonturm), in die Umgebung des Museums integriert.
Joseph Kosuth’s konzeptuelle ArbeitenEnde des 20. bis Anfang des 21. Jahrhunderts
Umfasst „The Silenced Library“ im ehemaligen Weinkeller sowie ein Nietzsche-Zitat, das auf die Museumsfassade eingelassen ist – und zeigt, wie sich die Konzeptkunst mit Philosophie und Raum auseinandersetzt.
Kontakt
Telefon: 058 345 10 60