St. Stephan's Church, Konstanz

St. Stephan's Church, Konstanz

Thurgau

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Die lokal als St. Stephan bekannte Kirche St. Stephen's Church ist eine historische Basilika in der Altstadt von Konstanz, Schweiz. Sie gilt als die älteste Kirchenstiftung in der Stadt; ihre Ursprünge gehen auf die spät-römische Zeit zurück. Möglicherweise begann sie als kleine Friedhofskirche oder als Markthalle. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Kirche im Jahr 680 n. Chr. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr sie mehrere bauliche Umgestaltungen: etwa eine Phase als romanische Basilika um 1130 sowie eine gotische Erweiterung, die im 15. Jahrhundert begann. Sie diente als Kollegiat- und Pfarrkirche und spiegelte damit ihre zentrale Rolle im religiösen und bürgerlichen Leben von Konstanz wider. Während der Reformation wurde sie kurzzeitig zu einem Zentrum zwinglianischer Predigten und erlitt Schaden durch Bildersturm. Später wurde sie wieder katholisch und im 18. Jahrhundert behutsam barock aufgewertet. Im Inneren fällt eine bemerkenswerte barocke Chordecke mit einer farbenfrohen Malerei von Franz Ludwig Herrmann sowie hölzerne Reliefs von Joseph Dettlinger ins Auge. Heute ist St. Stephen's Church weiterhin eine aktive katholische Pfarrkirche und zugleich ein bedeutendes Kulturdenkmal, das die geschichtliche Schichtung des religiösen Lebens in Konstanz sowie die Entwicklung der Architektur sichtbar macht.

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Tipp: Besucher sollten in Erwägung ziehen, die St. Stephen's Church unter der Woche zu besichtigen, um den Andrang am Wochenende zu vermeiden. Wenn möglich, lohnt sich eine vorherige Buchung von Führungen über das Pfarramt oder die offizielle Website – das macht den Besuch oft noch bereichernder. Die Kirche ist ganzjährig zugänglich, aber Frühling und früher Herbst bieten angenehmes Wetter für einen kombinierten Ausflug in Konstanz' Altstadt. Für Gruppen und Senioren können Ermäßigungen verfügbar sein; bitte beim Kirchenbüro nachfragen. Das Fotografieren im Inneren kann eingeschränkt sein – erkundigen Sie sich am besten im Voraus.

Interessante Fakten

  • Die St. Stephen's Church gilt als die älteste Kirchenstiftung in Konstanz, wobei die Ursprünge möglicherweise bis in die späte römische Zeit zurückreichen.
  • Während des Konstanzer Konzils (1414–1418) tagte in der St. Stephen's Church das Appellationsgericht der Rota Romana.
  • Ulrich Zwingli, eine der führenden Gestalten der Reformation, predigte 1529 in der St. Stephen's Church, als die Kirche kurzzeitig protestantisch war.
  • Die barocke Chordecke der Kirche zeigt eine farbenfrohe Malerei von Franz Ludwig Herrmann aus dem 18. Jahrhundert.
  • Die hölzernen Reliefs im Inneren wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von Joseph Dettlinger, einem Bildhauer aus Freiburg, geschaffen.

Geschichte

Die St.

Stephen's Church geht auf die Spätantike zurück, möglicherweise bis ins 3.

oder 4.

Jahrhundert als kleine Friedhofskirche.

680

Zum ersten Mal findet sie in schriftlichen Aufzeichnungen im Jahr 680 n.

Chr.

Erwähnung.

1130

Um 1130 wurde die ursprüngliche Anlage in eine romanische Basilika umgewandelt.

Im 15.

Jahrhundert folgten gotische Erweiterungen sowie der Anbau eines südlichen Turms.

Während der Reformation im 16.

1550

Jahrhundert wurde die Kirche unter dem Einfluss Zwinglis zu einer protestantischen Kirche, jedoch 1550 wieder katholisch gemacht.

Im 18.

Jahrhundert gab es teilweise barocke Renovierungen, vor allem im Bereich des Chors.

Seitdem ist die Kirche eine katholische Pfarrkirche geblieben, mit nur kleineren baulichen Veränderungen seit dem 19.

Jahrhundert.

Ortsführer

1
Schiff und Seitenschiffe15. Jahrhundert

Die Basilika besitzt ein dreischiffiges Langhaus mit Seitenschiffen, die im Zuge der spätgotischen Erweiterung in ihrer Breite verdoppelt wurden – ein Zeichen für das Wachstum und die Bedeutung der Kirche.

2
Südlicher Turm1483

Der ab 1483 errichtete südliche Turm ist ein markantes Element neben Langhaus und Chor. Er verkörpert den frühen gotischen Baustil, allerdings mit zurückhaltender Schmuckgestaltung – auch bedingt durch finanzielle Einschränkungen.

3
Polygonaler Chor15. Jahrhundert

Der polygonale Chor wurde in der Spätgotik ergänzt und ersetzte den früheren romanischen Choreck- bzw. Quadratchor. Er bietet gotische Maßwerkfenster und eine barocke Decke mit Stuck sowie eine eindrucksvolle, farbenreiche Malerei.

4
Barocke Chordecke1770er
Franz Ludwig Herrmann

Eine helle Stuckdecke mit einer farbenfrohen Malerei, die Franz Ludwig Herrmann im 18. Jahrhundert schuf – und die die Atmosphäre im Chorraum deutlich aufwertet.

5
Holzreliefs an der DeckeFrühes 20. Jahrhundert
Joseph Dettlinger

Die hölzerne Decke aus dem frühen 20. Jahrhundert wurde mit Reliefs von Joseph Dettlinger installiert und fügt dem Innenraum des Langhauses zusätzlich künstlerische Details hinzu.

Kontakt

Telefon: 07531 90620