Naturmuseum Solothurn

Naturmuseum Solothurn

Solothurn

65/10090 min

Das Naturmuseum Solothurn ist ein bedeutendes Naturhistorisches Museum in der Schweizer Stadt Solothurn. Es zeigt umfangreiche Ausstellungen zu den Tieren, Pflanzen, Fossilien und Mineralien der Region. Seine Anfänge gehen auf frühe Sammlungen aus dem 18. Jahrhundert zurück. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte es sich weiter – unter anderem durch die Gründung der Naturforschenden Gesellschaft, die das Ziel verfolgte, Wissen über Naturwissenschaften zu fördern. Das Museum bietet systematische ökologische Ausstellungen, darunter heimische Säugetiere wie Luchs, Wolf und Braunbär, aber auch Vögel, Insekten, Amphibien, Reptilien, Mollusken und Fische. Ein besonderes Highlight ist die weltweit bekannte Sammlung versteinerten Schildkröten aus dem Jura. Diese wurden in lokalen Steinbrüchen entdeckt und stellen die größte derartige Zusammenstellung weltweit dar. Außerdem ist im Museum ein 15 Meter langer Foucault-Pendel zu sehen, der die Erddrehung veranschaulicht, sowie ein Wasserbarometer, das den Luftdruck anschaulich macht. Neben den Dauerausstellungen organisiert das Museum Sonderausstellungen und Bildungsworkshops für Kinder und Erwachsene und weckt so eine tiefe Wertschätzung für Naturgeschichte und regionale Biodiversität. Es arbeitet eng mit dem Kunstmuseum und dem Historischen Museum Blumenstein in Solothurn zusammen und bildet so einen kulturellen Mittelpunkt in der Stadt.

Planen Sie Ihre Reise nach Schweiz mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Besuchen Sie das Museum im Frühling und in der frühen Sommerzeit: Dann gibt es besondere Ausstellungen und Workshops, darunter Aktionen wie Insektenentdeckung und Seedball-Workshops. Prüfen Sie auf der offiziellen Website die Öffnungszeiten sowie den Veranstaltungskalender. Für beliebte Sonderausstellungen wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen. Das Museum bietet Bildungsprogramme, die sich besonders für Familien und Schulgruppen eignen und den Besuch noch bereichern.

Interessante Fakten

  • Das Museum beherbergt die weltweit größte Sammlung versteinerten Schildkröten aus dem Jura, entdeckt in Steinbrüchen in der Nähe von Solothurn.
  • Ein 15 Meter langes Foucault-Pendel schwingt kontinuierlich im Treppenhaus des Museums und demonstriert so die Erddrehung.
  • Das ausgestellte Wasserbarometer nutzt eine Wassersäule von über 10 Metern Höhe und veranschaulicht den Luftdruck damit eindrucksvoller als herkömmliche Quecksilberbarometer.
  • Lokale Behörden verpflichteten die Betreiber der Steinbrüche dazu, Schildkrötenfossilien an das Museum abzugeben – andernfalls drohte der Verlust der Abbaubewilligungen. So wurde die Erhaltung der Sammlung sichergestellt.
  • Das Museum übernahm zahlreiche Präparate aus der Tierpräparation von Urs Eggenschwyler, einem bekannten lokalen Bildhauer und Tiertrainer.
  • Das Museum organisiert regelmäßig Workshops und Sonderausstellungen mit Fokus auf heimische Fauna und Naturphänomene.

Geschichte

1765

Das Naturmuseum Solothurn entstand aus frühen naturkundlichen Sammlungen, die bereits 1765 von einer Wirtschafts- und Landwirtschaftsgesellschaft angestoßen wurden.

1823

1823 wurde die Naturforschende Gesellschaft gegründet, um Wissen über Physik und Naturgeschichte voranzubringen.

Dadurch kam es zur Einrichtung des ersten Museums in Solothurn – im alten Waisenhausgebäude.

1902

Die Stadt eröffnete 1902 ein kombiniertes Kunst-, Geschichts- und Naturhistorisches Museum, das sich schließlich zum heutigen Naturmuseum Solothurn weiterentwickelte.

Im Laufe der Zeit wurde die Sammlung erweitert, unter anderem durch den Erwerb bedeutender Exemplare aus der Tiermenagerie des lokalen Bildhauers Urs Eggenschwyler.

Die Fossiliensammlung – besonders die Jura-Schildkröten – wuchs durch verpflichtende Beiträge aus den Steinbrüchen, wodurch das Museum zu einem weltweit führenden Aufbewahrungsort dieser Fossilien wurde.

Ortsführer

1
Fossilienausstellung: Versteinerte SchildkrötenJurazeit (~150 Millionen Jahre vor heute)

Diese Ausstellung präsentiert die weltweit größte Sammlung versteinerten Schildkröten aus dem Jura, die in den Steinbrüchen rund um Solothurn gefunden wurde. Sie zeigt die urzeitliche Meeresfauna der Region sowie die geologische Geschichte der Juragebirge.

2
Foucault-PendelModerne Installation

Ein 15 Meter langes Pendel, das im Treppenhaus des Museums aufgehängt ist und kontinuierlich schwingt, um die Erddrehung zu demonstrieren. Es wird magnetisch angetrieben, um den Luftwiderstand auszugleichen, und verändert seine Schwingungsrichtung um etwa 10 Grad pro Stunde.

3
WasserbarometerModerne Bildungs-Ausstellung

Ein übergroßes Barometer, das statt mit Quecksilber mit Wasser gefüllt ist – mit einer Wassersäule von über 10 Metern Höhe. Es macht den Luftdruck besonders eindrücklich und anschaulich, leichter vorstellbar als bei herkömmlichen Quecksilberbarometern.

4
Ausstellungen zur heimischen Fauna

Systematische ökologische Ausstellungen mit heimischen Säugetieren wie Luchs, Fuchs, Wolf, Braunbär und Reh, außerdem mit Vögeln, Amphibien, Reptilien, Insekten, Mollusken und Fischen. Zu den interaktiven Elementen gehören Vogelgesangsaufnahmen, die über Knöpfe abrufbar sind.

Kontakt

Telefon: 032 626 96 60