
Wiedlisbach Schloss
Solothurn
Das Schloss Wiedlisbach, auch bekannt als Burg Wiedlisbach oder Städtliturm, war ein ehemaliges Turmhaus und ein Verteidigungsturm in der Gemeinde Wiedlisbach im Kanton Bern, Schweiz. Erbaut wurde es Mitte des 13. Jahrhunderts vom Grafen Ludwig dem Älteren von Frohburg. Die Burg war Teil eines befestigten Dorfes, das eingerichtet wurde, um Zölle und Märkte entlang der Handelsroute nach Zofingen zu kontrollieren. Das Dorf war rechteckig angelegt mit einem großen zentralen Marktplatz, geschützt durch Mauern von bis zu neun Metern Höhe und nahezu zwei Metern Dicke. Der Städtliturm befindet sich in der nordwestlichen Ecke und diente sowohl als Wohnsitz für den Vertreter des Grafen als auch als Verteidigungsbauwerk. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz von Wiedlisbach zwischen verschiedenen Adelsfamilien, darunter die von Wiedlisbach, Frohburg, Neuchâtel-Nidau, Homberg/Thierstein, Kyburg und schließlich Bern. Das Dorf spielte eine Rolle im Schweizer Bauernkrieg von 1653; danach blieben die Mauern und Türme zwar erhalten, die hölzernen Tore wurden jedoch entfernt. Obwohl die ursprünglichen Tore 1827 abgerissen wurden, um Straßenausbauten zu ermöglichen, ist der Burgturm bis heute ein weithin sichtbares Symbol für den mittelalterlichen Ursprung Wiedlisbachs. Der kompakte mittelalterliche Kern des Dorfes, geprägt von den ursprünglichen Befestigungen, spiegelt noch immer die historische Grundstruktur und die kulturelle Bedeutung wider.
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Tipp: Besucher sollten in den wärmeren Monaten einen Ausflug nach Wiedlisbach einplanen, wenn das Wetter besonders angenehm ist und lokale Veranstaltungen stattfinden. Auch wenn der Städtliturm als Symbol des Dorfes sichtbar bleibt, kann eine vorher gebuchte Führung oder ein Besuch im lokalen Museum das Erlebnis deutlich bereichern. Gegebenenfalls gibt es Vergünstigungen für Gruppen oder für Inhaber von Kultur- und Erbe-Karten. Bitte beachten: Einige historische Gebäude sind in Privatbesitz, daher kann der Zugang eingeschränkt sein. Erkunden Sie das Dorf am besten zu Fuß – so lässt sich die mittelalterliche Anlage und Architektur besonders gut nachvollziehen.
Interessante Fakten
- •Der Städtliturm diente sowohl als Verteidigungsturm als auch als Wohnsitz für den Vertreter des Grafen.
- •Das Dorf Wiedlisbach war als Rechteck mit einem großen zentralen Marktplatz angelegt und wurde von 9 Meter hohen Mauern umgeben.
- •Wiedlisbach war am Schweizer Bauernkrieg von 1653 beteiligt und wurde von Regierungstruppen besetzt, doch seine Befestigungen wurden nicht zerstört.
- •Die ursprünglichen Tortürme wurden 1827 abgerissen, um Platz für Straßenausbauten zu schaffen; der Turm selbst bleibt jedoch erhalten.
- •Das Dorf besitzt einen mittelalterlichen Kern, der die Prägung durch die ursprünglichen Befestigungen und die Anlage bewahrt.
Geschichte
Wiedlisbach wurde Mitte des 13.
Jahrhunderts vom Grafen Ludwig dem Älteren von Frohburg als befestigtes Dorf gegründet, um Handel und Zölle zu kontrollieren.
Das Dorf verfügte über eine Verteidigungsmauer und den Turm des Städtliturm, der als Wohnsitz des örtlichen Herrschers diente.
Der Besitz wechselte durch mehrere Adelsfamilien, darunter die von Wiedlisbach, Neuchâtel-Nidau, Homberg/Thierstein und Kyburg, bevor er 1406 an Bern und Solothurn verkauft wurde; Bern erhielt die vollständige Kontrolle 1463.
Während des Schweizer Bauernkriegs von 1653 schloss sich Wiedlisbach dem Aufstand an, wurde jedoch rasch von Regierungstruppen niedergeschlagen.
Obwohl der Ort geplündert wurde, blieben seine Mauern und Türme erhalten.
Die ursprünglichen Tore wurden 1827 abgerissen, um Platz für neue Straßen zu schaffen; der Turm ist jedoch bis heute ein bedeutendes historisches Wahrzeichen.
Ortsführer
Städtliturm (Schlossturm)Mitte des 13. Jahrhunderts
Der Städtliturm ist ein Turmhaus und ein Verteidigungsturm, der im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Er liegt in der nordwestlichen Ecke des historischen Dorfkerns von Wiedlisbach. Ursprünglich diente er als Wohnsitz für den lokalen Vertreter des Grafen, später als Kornspeicher und ist heute ein Symbol für das mittelalterliche Erbe des Dorfes.