Kunstmuseum Solothurn
Solothurn
Das Kunstmuseum Solothurn, 1902 in der Schweizer Stadt Solothurn gegründet, gehört zu den bedeutendsten kulturellen Institutionen der Region. Zunächst beherbergte es Kunst, historische Sammlungen sowie naturkundliche Bestände. Nachdem die naturkundlichen Ausstellungen um 1980 in ein separates Museum verlegt wurden, wandelte sich das Haus jedoch zu einer reinen Kunstinstitution. Die Sammlung reicht von Werken des Spätmittelalters bis zur zeitgenössischen Schweizer Kunst und gliedert sich in fünf Hauptbereiche: Alte Meister, Schweizer Landschaften vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, Schweizer Gegenwartskunst sowie zwei wichtige Sammlungen der Mäzenen Dûbi-Müller und Josef-Müller, die internationale Kunst aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert umfassen. Zu den Höhepunkten zählen die „Madonna of the Strawberries“ (ca. 1425), Hans Holbeins des Jüngeren „Solothurner Madonna“ sowie Gemälde von Vincent van Gogh, Gustav Klimt, Paul Cézanne und Ferdinand Hodler. Das Museum legt zudem besonderen Wert auf Schweizer Künstler wie Jean Tinguely, Méret Oppenheim und Bernhard Luginbühl – ergänzt durch zeitgenössische Positionen wie Daniel Spoerri und Roman Signer. Seine Ausstellungen und reichen Bestände geben einen umfassenden Einblick in die Kunstgeschichte der Schweiz und in internationale Einflüsse – und machen das Museum für Kunstliebhaber zu einem absoluten Pflichtbesuch.
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Tipp: Das Museum ist täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und der Eintritt ist frei. Besucher werden gebeten, für aktuelle Ausstellungen und Workshops die offizielle Website zu prüfen. Führung für private Gruppen sind nach Terminvereinbarung möglich und geben einen noch tieferen Einblick in die Sammlungen. Frühling und Frühsommer sind ideal zum Besuch: Dann zeigt das Museum besondere Ausstellungen und Outdoor-Kunstinstallationen im Gartenbereich.
Interessante Fakten
- •Das Museum beherbergt die berühmte „Solothurner Madonna“ von Hans Holbein dem Jüngeren, ein Schlüsselwerk der Renaissancekunst.
- •Es verfügt über bedeutende Arbeiten von Vincent van Gogh – darunter „Portrait of the superintendent Trabuc in the Hospital Saint-Paul“ (1889).
- •Der Garten des Museums zeigt exotische Bäume, die in der frühen Phase als Teil der naturkundlichen Bestände gepflanzt wurden – inklusive eines Mammutbaums.
- •Roman Signer schuf für den Park des Museums die kinetische Brunnenskulptur „Stiefel“ (2004).
- •Die Sammlung umfasst bedeutende Schweizer Landschaftsgemälde von Künstlern wie Caspar Wolf und Ferdinand Hodler.
Geschichte
1902 als Museum für Kunst und Wissenschaften gegründet, vereinte das Kunstmuseum Solothurn anfangs Kunst mit naturkundlichen und ethnologischen Sammlungen – geprägt von den Interessen der Kolonialzeit zu Beginn des 20.
Jahrhunderts.
In den 1970er-Jahren wurde der Bereich Naturgeschichte in ein eigenes Naturmuseum ausgelagert, sodass sich das Kunstmuseum fortan ganz auf die bildenden Künste konzentrieren konnte.
Über die Jahrzehnte hinweg hat es sich zu einer der wertvollsten Kunstsammlungen der Schweiz entwickelt – bereichert durch großzügige Schenkungen lokaler Sammler wie Oscar Miller, Josef Müller und Gertrud Dübi-Müller.
Die Entwicklung des Museums spiegelt den größeren kulturellen Wandel wider – von der Ethnologie im Kontext der Kolonialzeit hin zur heutigen Wertschätzung von moderner und zeitgenössischer Kunst.
Ortsführer
Sammlung Alte Meister
Im Fokus stehen Meisterwerke wie die „Madonna of the Strawberries“ (ca. 1425) und die „Solothurner Madonna“ (1522) von Hans Holbein dem Jüngeren – zusammen mit Werken von Frans Snyders und Jusepe de Ribera. So wird die Entwicklung der europäischen Kunst vom späten Mittelalter bis zur Renaissance sichtbar.
Schweizer Landschaftsmalerei
Die Landschaften vom 18. bis zum 20. Jahrhundert werden durch Künstlerinnen und Künstler wie Caspar Wolf, Alexandre Calame, Félix Vallotton, Giovanni Giacometti und den lokalen Künstler Otto Frölicher präsentiert – und fangen die natürliche Schönheit der Schweiz über Jahrhunderte hinweg ein.
Sammlungen Dûbi-Müller und Josef-Müller
Diese Sammlungen konzentrieren sich auf die internationale Kunst des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind unter anderem Gemälde von Vincent van Gogh, Gustav Klimt, Paul Cézanne, Henri Matisse, Edgar Degas, Auguste Renoir sowie vom Schweizer Maler Ferdinand Hodler.
Schweizer Gegenwartskunst
Im Mittelpunkt stehen Werke von Jean Tinguely, Méret Oppenheim, Bernhard Luginbühl, Daniel Spoerri, Dieter Roth, Markus Raetz, Roman Signer und weiteren Künstlern. Sie zeigen die dynamische Entwicklung der Schweizer Kunst in den letzten Jahrzehnten.
Kontakt
Telefon: 032 626 93 80