Jesuitenkirche Solothurn

Jesuitenkirche Solothurn

Solothurn

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Die Jesuitenkirche von Solothurn, der Mariä Himmelfahrt geweiht, ist eine bedeutende Barockkirche in der Altstadt von Solothurn in der Schweiz. Vor allem zwischen 1680 und 1689 errichtet, wurde die Kirche nach der Ankunft der Jesuiten im Jahr 1646 in Auftrag gegeben – als Teil der Bemühungen der Gegenreformation. Das Gebäude besitzt eine markante zweigeschossige Fassade mit einem dreieckigen Giebelfeld, geschmückt mit Pilastern im Stil der Toskanischen und der Ionischen Ordnung sowie Statuen bedeutender Jesuitengeheiligter wie Ignatius von Loyola und Franz Xaver. Im Inneren spiegelte sich ursprünglich die barocke Pracht wider, doch umfangreiche Restaurierungen im 20. Jahrhundert haben einige der ursprünglichen dekorativen Elemente verändert. Obwohl die Jesuiten 1773 nach der päpstlichen Unterdrückung ihres Ordens abgezogen wurden, diente die Kirche weiterhin der örtlichen katholischen Gemeinde und ist heute eine Stätte des kulturellen Erbes von nationaler Bedeutung. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte die Kirche Phasen des Verfalls und der Erneuerung – darunter eine Schließung im Jahr 1922 und eine Drohung mit dem Abriss im Jahr 1927 –, bevor sie durch Initiativen aus der Bevölkerung und mit Unterstützung des Bundes erhalten werden konnte. Heute beherbergt die Jesuitenkirche zudem das Solothurner Steinmuseum (Lapidarium) und bereichert damit das kulturelle Angebot. Ihre Architektur und Geschichte machen sie zu einem einzigartigen Sinnbild des religiösen und künstlerischen Erbes von Solothurn.

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Tipp: Besucherinnen und Besucher sollten die Jesuitenkirche unter der Woche besichtigen, um Menschenmengen am Wochenende zu vermeiden, und die Öffnungszeiten auf der offiziellen Website der Stadt Solothurn prüfen. Geführte Touren können einen tieferen Einblick in die barocke Architektur und die Jesuitengeschichte geben. Eintrittskarten bzw. der Eintritt sind in der Regel kostenlos, Spenden sind jedoch willkommen. Die Kirche ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, Parkmöglichkeiten in der Nähe sind jedoch begrenzt. Hier finden gelegentlich besondere Veranstaltungen und Konzerte statt – mit einer besonderen, stimmungsvollen Atmosphäre.

Interessante Fakten

  • Die Fassade der Kirche zeigt Statuen jesuitischer Heiliger: Ignatius von Loyola und Franz Xaver, gefertigt im späten 17. Jahrhundert.
  • Die Hauptfassade wird von einer Statue der Jungfrau Maria gekrönt, die aus Solothurner Kalkstein von Johann Peter Frölicher im Jahr 1688 geschnitzt wurde.
  • Trotz der Unterdrückung des Jesuitenordens im Jahr 1773 behielt die Kirche ihren Namen und ihre religiöse Funktion.
  • Die Kirche stand 1927 kurz vor dem Abriss, wurde aber durch lokale Bürgerinnen und Bürger sowie durch die Unterstützung des Bundes gerettet.
  • Seit 1997 beherbergt die Kirche das Solothurner Steinmuseum (Lapidarium) innerhalb ihrer Mauern.

Geschichte

1680

Die Jesuitenkirche wurde zwischen 1680 und 1689 erbaut, nachdem der Jesuitenorden 1646 nach Solothurn eingeladen worden war, um die Gegenreformation zu unterstützen.

Finanziert wurde der Bau vor allem durch die französische Monarchie und lokale Patrizierfamilien.

1689

Die Kirche wurde 1689 geweiht.

1773

1773 wurde der Jesuitenorden von Papst Clemens XIV.

unterdrückt, doch die Kirche blieb als Pfarrkirche in Betrieb.

Im 19.

und frühen 20.

1922

Jahrhundert setzte ein allmählicher Verfall ein, der schließlich in der Schließung 1922 und einem beinahe erfolgenden Abriss-Antrag im Jahr 1927 mündete.

Erhaltungsmaßnahmen begannen in den 1930er-Jahren; die Restaurierungen wurden durch Bundesmittel unterstützt.

1952

Seit 1952 wird die Kirche von einer Stiftung der örtlichen kirchlichen Gemeinschaft verwaltet und durchlief mehrere Restaurierungen, darunter eine große Fassaden- und eine Innenrenovierung, die 2015 abgeschlossen wurde.

Ortsführer

1
Hauptfassade1680s
Johann Peter Frölicher (Statue)

Die zweigeschossige Fassade ist durch toskanische Pilaster im unteren Bereich und ionische Pilaster darüber gekennzeichnet. In Nischen sind Statuen jesuitischer Heiliger zu sehen. Das dreieckige Giebelfeld wird von der Statue der Jungfrau Maria gekrönt – ein Symbol für die Weihe der Kirche.

2
Innenraum1680s, restored 1950s and 2015

Ursprünglich reich im barocken Stil ausgestattet, erlebte der Innenraum im 20. Jahrhundert große Restaurierungen: Dabei wurden viele der ursprünglichen Farbschichten entfernt, jedoch blieb die räumliche Pracht der Kirche erhalten. Die Kirche hält weiterhin Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen ab.

3
Solothurner Steinmuseum (Lapidarium)1997

Seit 1997 beherbergt die Kirche das Lapidarium – ein Museum, das sich den Steinfunden aus der Region widmet und so die kulturelle und historische Bedeutung des Gebäudes weiter stärkt.