Lauerzersee

Lauerzersee

Schwyz

55/10060 min

Der Lauerzersee liegt im Kanton Schwyz in der Schweiz und ist ein flacher Natursee mit einer variablen Wasserfläche zwischen 310 und 360 Hektar sowie einer maximalen Tiefe von 14 Metern. Zwischen den Bergen Rossberg und Rigi gelegen, wird der See durch einen tektonischen Rücken nahe der Insel Schwanau in zwei Becken unterteilt. Er erhält vor allem Zuleitung vom Fluss Steiner Aa und entwässert über den Bach Seeweren in den Fluss Muota, der schließlich zum Vierwaldstättersee (Lake Lucerne) führt. Der See hat zwei kleine Inseln: Schwanau und Roggenburg – beide in der Gemeinde Lauerz. Historisch wurde der See vor der Verbreitung der Kühltechnik zur Gewinnung von Eis genutzt, das lokale Brauereien und Hotels versorgte. Der folgenschwere Goldau-Rutschung von 1806 prägte den See massiv: Sie verursachte einen 20 Meter hohen Tsunami und verschüttete Geröll, das die Wasserfläche veränderte und nahegelegene Dörfer beschädigte. Heute ist der Lauerzersee wegen seiner natürlichen Rückhaltefunktion geschätzt, die mit schwankenden Wasserständen einhergeht, und bietet zudem Möglichkeiten zum Schwimmen mit öffentlichen Badeanlagen in Seewen, Lauerz und Steinen. Laufende Maßnahmen zielen darauf ab, den Hochwasserschutz mit dem Erhalt der Umwelt in Einklang zu bringen – einschließlich Vorschlägen, den See per Tunnel mit dem Vierwaldstättersee (Lake Lucerne) zu verbinden.

Planen Sie Ihre Reise nach Schweiz mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Lauerzersee sind die Sommermonate, wenn Schwimmen und Outdoor-Aktivitäten besonders beliebt sind. Wer möchte, sollte auch die öffentlichen Seebäder in Seewen, Lauerz und Steinen erkunden. Da es gelegentlich zu Überschwemmungen kommt – vor allem nach starken Regenfällen – lohnt sich ein Blick auf die aktuellen lokalen Bedingungen. Für den Naturraum sind keine speziellen Tickets nötig, aber es ist sinnvoll, die Unterkünfte und die Anreise/den Transport in der Region Schwyz im Voraus zu planen.

Interessante Fakten

  • Der Wasserstand des Lauerzersee schwankt natürlich um mehr als zwei Meter, da er nicht künstlich reguliert wird.
  • Die Goldau-Rutschung von 1806 löste im See einen 20 Meter hohen Tsunami aus – eines der dramatischsten Naturereignisse in der Geschichte der Region.
  • Der See hat zwei kleine Inseln: Schwanau (5.728 m²) und Roggenburg (750 m²). Schwanau war historisch besonders von der Rutschung betroffen.
  • Die Sedimentablagerung im See beträgt im Schnitt 1 bis 3,6 Zentimeter pro Jahr und verwandelt ihn im Laufe der Zeit allmählich in eine flussartige Landschaft.
  • Unter der winterlichen Eisdecke bilden sich oft Methan-Gasblasen, die traditionell von Jugendlichen vor Ort durch Löcher im Eis entzündet werden.

Geschichte

Der Name Lauerzersee geht auf das nahegelegene Dorf Lauerz zurück.

1806

Die katastrophale Goldau-Rutschung von 1806 verursachte einen massiven Tsunami im See, zerstörte weite Teile der westlichen Ortslage und führte zu einem erheblichen Verlust an Menschenleben.

Noch vor der modernen Kühlung war der See eine wichtige Quelle für Eis für lokale Industrien.

Gegen Ende des 20.

Jahrhunderts führten Sorgen über Hochwasser und Umweltbelastungen zu Schutzmaßnahmen und zu Diskussionen über die Regulierung der Wasserstände – unter anderem mit dem Vorschlag einer Tunnelverbindung zum Vierwaldstättersee (Lake Lucerne).