All Saints Museum

Schaffhausen

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Das All Saints Museum, das im historischen ehemaligen Benediktinerkloster Kloster Allerheiligen in Schaffhausen (Schweiz) untergebracht ist, gehört zu den größten Museen des Landes. Es bündelt Archäologie, Geschichte, Kunst und Naturgeschichte unter einem Dach und bietet Besuchern ein rundum stimmiges kulturelles Erlebnis. Zum Museumskomplex gehören die Kirche Münster Allerheiligen, der Klostergarten sowie der größte in der Schweiz zugängliche Kreuzgang. Die Gebäude selbst stammen aus dem 11. Jahrhundert und sind damit die ältesten noch erhaltenen Bauwerke in Schaffhausen. Die Sammlungen reichen von mittelalterlicher Kunst bis zu Ausstellungen zur Naturgeschichte, darunter eine bemerkenswerte Altertümersammlung, die 1991 geschenkt wurde. Die Anlage bewahrt außerdem das architektonische Erbe des ehemaligen Klosters: Kreuzgänge, Konventgebäude und ein Kräutergarten. Besucher können sich an den vielfältigen Ausstellungen erfreuen und zugleich die ruhigen Bereiche des Klosters genießen, die eine Jahrtausendgeschichte religiöser und kultureller Tradition widerspiegeln. Das Museum ist ein kultureller Treffpunkt, der das mittelalterliche Leben im Kloster mit der modernen Museumswelt verbindet – ein Muss für Geschichts- und Kunstliebhaber.

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Tipp: Am besten besucht man das Museum in den wärmeren Monaten, um sowohl die Ausstellungen in Innenräumen als auch den Klostergarten zu erleben. Es empfiehlt sich, auf der Website des Museums die aktuellen Öffnungszeiten sowie eventuelle Sonderausstellungen zu prüfen. Tickets können häufig online gekauft werden, und für Studierende, Senioren und Gruppen gibt es unter Umständen Ermäßigungen. Geführte Rundgänge sind besonders empfehlenswert, um den historischen Kontext und die Kunstsammlungen vollständig zu erfassen. Das Museum liegt zentral in Schaffhausens Altstadt und ist daher bequem zu Fuß erreichbar.

Interessante Fakten

  • Das All Saints Museum zählt nach Grundfläche zu den größten Museen der Schweiz.
  • Das Museum vereint Kunst-, Archäologie-, Geschichts- und Naturgeschichtssammlungen unter einem Dach.
  • Der Klostergarten beherbergt den größten frei zugänglichen Kreuzgang in der Schweiz.
  • Das Museum wurde 1944 bei einem irrtümlichen US-Bombenangriff stark beschädigt, anschließend wiederhergestellt und 1946 erneut eröffnet.
  • Die Glocke „Schillerglocke“ im Kreuzgang inspirierte den berühmten Dichter Friedrich Schiller zu „Das Lied von der Glocke“.
  • Das Museum zeigt eine bedeutende Altertümersammlung, die Marcel Ebnöther 1991 gestiftet hat.

Geschichte

1049

Das Benediktinerkloster Allerheiligen wurde 1049 von Graf Eberhard von Nellenburg gegründet, von Papst Leo IX.

1064

geweiht und bis 1064 fertiggestellt.

Es wurde zu einem bedeutenden religiösen und politischen Zentrum: Das Kloster erhielt souveräne Rechte und die Kontrolle über Schaffhausen.

Im Mittelalter erlebte das Kloster verschiedene Erweiterungen und Renovierungen, darunter den Ausbau um Konventgebäude und Wehrstrukturen.

1524

Nach einer Phase des Niedergangs wurde das Kloster während der Schweizer Reformation 1524 aufgehoben, und die Kirche wurde zur Stadtkathedrale.

Im 20.

1928

Jahrhundert wurden die Klostergebäude umgewidmet, um das All Saints Museum zu beherbergen, das 1928 eröffnet wurde und sich seitdem zu einer bedeutenden Kultureinrichtung entwickelt hat, die sowohl Kunst als auch Naturgeschichte bewahrt.

Ortsführer

1
Münster Allerheiligen (All Saints Church)1049-1064

Das älteste Gebäude in Schaffhausen: Diese romanische Kirche zeigt eine dreischiffige Basilika mit einem dreifach gegliederten Chor (dreiachsig), ein Querschiff und eine Doppelturmfassade. Sie wurde 1049 geweiht und diente als Klosterkirche.

2
Kreuzgang und Klostergarten11. Jahrhundert bis in die Zeit danach

Der Kreuzgang ist der größte frei zugängliche in der Schweiz und wird vom Klostergarten umgeben, der historisch als Friedhof für privilegierte Bürger genutzt wurde.

3
Konventgebäude11. bis 16. Jahrhundert

Diese zweiflügeligen, zweigeschossigen Gebäude beherbergten das Kapitelhaus, die Schlafsäle, Gästehäuser und weitere Funktionen des Klosterlebens – und spiegeln damit die architektonische Entwicklung vom 11. bis ins 16. Jahrhundert wider.

4
Sonderausstellung AltertümerSammlungsspende im Jahr 1991
Marcel Ebnöther

Die Ausstellung befindet sich in der ehemaligen Kammgarnspinnerei, die über einen überdachten Verbindungssteg angebunden ist. Sie zeigt die bedeutende Sammlung antiker Fundstücke, die Marcel Ebnöther gestiftet hat – eine der wichtigsten Altertümersammlungen Europas.

Kontakt

Telefon: 052 633 07 77