
St. Johann Kirche
Schaffhausen
Die St. Johann Kirche liegt in der historischen Altstadt von Schaffhausen (Schweiz) und ist eine bedeutende reformierte Kirche mit einer reichen Geschichte, die bis etwa 1000 n. Chr. zurückgeht. Ursprünglich als Teil der Benediktinerabtei Allerheiligen erbaut, wurde sie 1064 geweiht und hat im Laufe der Jahrhunderte mehrere architektonische Veränderungen erfahren. Die Kirche war zunächst eine romanische Basilika mit dreischiffigem Grundriss und einer Doppelturmfassade; später wurde sie im 14. und 15. Jahrhundert um gotische Elemente erweitert. Besonders hervorzuheben ist das Innere mit seinem unregelmäßigen fünfschiffigen Langhaus und den eingewölbten Decken – ein Zeichen für Anpassungen an eine wachsende Bevölkerung und sich wandelnde architektonische Stile. Durch die Reformation diente die Kirche lange als zentraler Ort für Religion und Gemeinde und wurde 1524 zur reformierten Kirche. Sie spielt bis heute eine wichtige Rolle in der lokalen kirchlichen Geschichte – vor allem durch ihre enge Verbindung zur Adelsfamilie der Nellenburg und zur ehemaligen Abtei Allerheiligen. Die Kirche bietet außerdem regelmäßige Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen, darunter Orgelkonzerte, was ihre kulturelle Bedeutung in Schaffhausen weiter unterstreicht.
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Tipp: Besucher sollten die offizielle Website der Kirche prüfen, um die aktuellen Zeiten für Gottesdienste und besondere Veranstaltungen wie Orgelkonzerte zu erfahren. Die beste Zeit für einen Besuch sind Werktage, damit Sie ein ruhigeres Erlebnis genießen. Tickets werden in der Regel nicht benötigt, da die Kirche öffentlich zugänglich ist; bei besonderen Konzerten oder Zeremonien kann eine vorherige Reservierung jedoch von Vorteil sein. Für Gruppen oder im Rahmen bestimmter Veranstaltungen können Ermäßigungen verfügbar sein. Die Kirche ist innerhalb von Schaffhausen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.
Interessante Fakten
- •Die Kirche gehört zu den ältesten noch erhaltenen Gebäuden in Schaffhausen und ist in den ehemaligen Komplex der Abtei Allerheiligen integriert.
- •Die gewölbte obere Kapelle zeigte einst ornamentiert verzierte, halbkreisförmige Arkaden (Lunetten), die als besonders gelungene Beispiele romanischer Skulpturkunst gelten.
- •Der Kirchturm erreicht eine Höhe von 68 Metern und prägt damit die Silhouette von Schaffhausen.
- •Bei archäologischen Ausgrabungen wurden Überreste früherer Kirchen gefunden – 3,4 Meter unter dem heutigen Fußboden.
- •Die Kirche war mehreren Schutzheiligen gewidmet: dem Erlöser, dem Heiligen Kreuz, der Jungfrau Maria und allen Heiligen.
Geschichte
Die Ursprünge der St.
Johann Kirche reichen bis etwa 1000 n.
Chr.
zurück: Zunächst entstand dort eine kleine Steinkirche unterhalb des heutigen Fußbodenniveaus.
1064 wurde sie als Teil der von Eberhard von Nellenburg gegründeten Abtei Allerheiligen geweiht.
Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die Kirche von einer romanischen Basilika zu einem Bauwerk mit gotischen Elementen heran – insbesondere im 14.
und 15.
Jahrhundert.
Dabei wurde auch das Bodenniveau angehoben, um Platz für eine wachsende Bevölkerung zu schaffen.
Während der Reformation 1524 wechselte die Kirche von katholischem zu reformiertem Glauben.
Die letzte größere Renovierung erfolgte 1990 – dabei wurden das historische und architektonische Erbe bewahrt.
Ortsführer
Langhaus und eingewölbte Decken14th-15th century
Das fünfschiffige Langhaus zeigt ein unregelmäßiges Design ohne rechte Winkel – ein Spiegel der Anpassungen über mehrere Jahrhunderte hinweg. Die eingewölbten Decken steigern die Akustik und verleihen dem Kircheninneren eine besondere architektonische Pracht.
Kirchturm14th-15th century
Der Turm ist 68 Meter hoch und ein Wahrzeichen von Schaffhausen – von vielen Stellen in der Stadt ist er zu sehen. Er wurde in der Gotik errichtet und im Zuge von Restaurierungen wieder instand gesetzt, um seine Bausubstanz zu erhalten.
Romanische skulpturale Lunetten11th-12th century
Ursprünglich Teil der oberen Kapelle sind diese halbkreisförmigen Arkaden (Lunetten) reich verziert und gelten als einige der feinsten Beispiele romanischer Architekturplastik im Kloster. Heute sind sie im lokalen Museum ausgestellt.
Kontakt
Telefon: 052 624 39 42