Rapperswil Castle

Rapperswil Castle

Sankt Gallen

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Die Rapperswil Castle, die zwischen 1200 und 1230 von dem Haus Rapperswil errichtet wurde, steht auf einer felsigen Halbinsel mit Blick auf den Obersee des Zürichsees im Kanton St. Gallen in der Schweiz. Durch die strategische Lage konnte man die Wasserstraße zwischen Walensee und Zürichsee kontrollieren sowie wichtige mittelalterliche Routen, darunter der Gotthardpass und der Pilgerweg von St. James. Die nahezu gleichseitig dreieckige Anlage hat drei befestigte Türme: den Bergfried (Gügeliturm), den Zeitturm mit Glocken und Sonnenuhr sowie den Pulverturm, die durch Wehrmauern miteinander verbunden sind. Die Burg überblickt die mittelalterliche Altstadt von Rapperswil und grenzt an die Stadtpfarrkirche sowie an die ehemalige kleine Burg, die heute als Stadtmuseum dient. Nach der Zerstörung im Jahr 1350 während eines gescheiterten Umsturzversuchs, der mit Graf Johann II. in Verbindung stand, wurde die Burg von Herzog Albrecht II. von Österreich wiederaufgebaut. Später wurde sie zu einem Verwaltungs- und Militärstandort der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Im Jahr 1870 ließ der polnische Emigrant Graf Wladyslaw Broel-Plater die Burg restaurieren und gründete innerhalb ihrer Mauern das Polnische Nationalmuseum, das die polnische Kultur im Exil bewahrte. Außerdem gibt es im Burghof ein Sommergarten-Restaurant sowie auf der Ostseite einen Kräutergarten. Als Kulturgut der Kategorie A von nationaler Bedeutung bleibt die Rapperswil Castle ein bedeutendes historisches und kulturelles Wahrzeichen in der Schweiz.

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Tipp: Besuchen Sie die Rapperswil Castle in den wärmeren Monaten, um das Gartenrestaurant im Burghof und den Kräutergarten zu genießen. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen, wenn das Polnische Nationalmuseum geöffnet ist. Die Burg ist das ganze Jahr über zugänglich, doch Frühling bis frühes Herbst bietet das beste Wetter und die schönsten Ausblicke. Prüfen Sie die Öffnungszeiten der Museen und mögliche Schließungen. Besucher können von Kombitickets oder Rabatten profitieren, falls diese während besonderer Ausstellungen oder Veranstaltungen angeboten werden.

Interessante Fakten

  • Die Burg ist aus Sandstein gebaut, der auf der nahegelegenen Insel Lützelau abgebaut wurde.
  • Der Zeitturm beherbergt drei Glocken, die auf e2, fis2 und ais2 gestimmt sind, außerdem zwei große Zifferblätter und eine Sonnenuhr.
  • Der Burghof wird in den Sommermonaten als Gartenrestaurant genutzt.
  • Das Eis-zwei-Geissebei-Fasnachtsfest in Rapperswil könnte an die Belagerung und Zerstörung von Stadt und Burg im Jahr 1350 erinnern.
  • Die Burg diente bis 1798 unter Verwaltung der Schweizerischen Eidgenossenschaft als Gefängnis und Militärbasis.

Geschichte

Die Rapperswil Castle wurde im frühen 13.

Jahrhundert von Graf Rudolf II.

von Rapperswil und seinem Sohn erbaut und markierte damit die Verlegung der Adelsfamilie von Altendorf auf die strategische Halbinsel.

1350

Burg und Stadt wurden 1350 nach einem gescheiterten Umsturzversuch gegen Zürich zerstört, aber bereits kurze Zeit später von Herzog Albrecht II.

von Österreich wiederaufgebaut.

1442

Die Besitzverhältnisse wechselten durch Eheschließungen und politische Umwälzungen, bis die Burg 1442 Eigentum der Stadt Rapperswil wurde.

1458

Von 1458 bis 1798 diente sie als Verwaltungs- und Militärbasis unter Kontrolle der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Im 19.

1870

Jahrhundert war die Burg verfallen, bis der polnische Emigrant Graf Wladyslaw Broel-Plater sie 1870 mietete und restaurierte und damit das Polnische Nationalmuseum gründete, das bis heute ein kulturelles Symbol ist.

Ortsführer

1
Bergfried (Gügeliturm)14th century

Der höchste Turm in der Südwestecke der Burg. Historisch war er Sitz des leitenden Türmers, der mit Hornsignalen die Bewohner von Stadt und Burg vor Gefahr oder Feuer warnte.

2
Zeitturm15th century

Der südöstliche, fünfeckige Turm mit drei Glocken, gestimmt auf e2, fis2 und ais2, zwei großen Zifferblättern sowie einer Sonnenuhr, die die Zeit anzeigt.

3
Pulverturm14th century

Der nordwestliche Turm ist über Wehrgänge mit den beiden südlichen Türmen verbunden und wurde historisch zur Aufbewahrung von Pulver genutzt.

4
Castle Courtyard and Garden Restaurant

Der ummauerte Burghof, der über ein westliches Portal zugänglich ist, wird im Sommer als Gartenrestaurant genutzt und bietet Besuchern eine malerische und entspannte Atmosphäre innerhalb der Burgmauern.

5
Herb Garden

Der Kräutergarten liegt zwar auf der Ostseite der Schlossanlage, aber außerhalb des eigentlichen dreieckigen Hauptgebäudes. Er bringt zusätzliche botanische Aspekte und historische Authentizität auf das Areal der Burg.