Kathedrale von St. Gallen

Kathedrale von St. Gallen

Sankt Gallen

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Die Kathedrale von St. Gallen ist ein beeindruckendes Beispiel für barocke Architektur in der Schweizer Stadt St. Gallen. Sie wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut und steht an jener Stelle, an der der irische Mönch Gallus im Jahr 612 eine Einsiedelei gründete – der Ursprung der Abtei Saint Gall. 1848 wurde die Kathedrale nach der Auflösung des Klosters im Jahr 1805 zum Sitz des Bistums St. Gallen. Zusammen mit dem Abteikomplex bildet sie den Kern des UNESCO-Welterbes, darunter auch die berühmte Bibliothek und die Archive der Abtei. Die Kathedrale ist sowohl Pfarrkirche als auch Bischofskirche und unterstreicht damit ihre fortdauernde religiöse Bedeutung. Besucher können die reich verzierten Innenräume bewundern und das Gelände mit einem Audioguide erkunden. Außerdem wird in der Kathedrale eine Tradition der Kirchenmusik gepflegt, die von DomMusik erhalten wird. Die Lage im Stadtzentrum und die enge Verbindung zum Abteikomplex machen die Kathedrale zu einem zentralen kulturellen und spirituellen Ziel in der Ostschweiz.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Kathedrale von St. Gallen sind die längeren Tageslichtstunden im Sommer, wenn die Öffnungszeiten bis 19:00 Uhr verlängert sind. Vermeiden Sie einen Besuch am Sonntagvormittag während der Gottesdienste: Dann ist die Kathedrale für Touristen geschlossen. Audioguides sind für die Erkundung auf eigene Faust sowohl innen als auch außen verfügbar. Für Gruppen, vor allem Schulen, können spezielle geführte Touren im Voraus gebucht werden. Tickets und Kombitouren mit der Abtei-Bibliothek werden empfohlen, um das Erlebnis zu bereichern. Gegebenenfalls profitieren Besucher von Gruppenermäßigungen und sollten für die aktuellsten Öffnungszeiten und die Verfügbarkeit von Führungen die offizielle Website prüfen.

Interessante Fakten

  • Die Bibliothek der Abtei Saint Gall gehört zu den ältesten Klosterbibliotheken der Welt und ist berühmt für ihre mittelalterlichen Handschriften.
  • Die Kathedrale von St. Gallen steht an exakt der Stelle von Gallus’ im Jahr 612 gegründeter Einsiedelei.
  • Kathedrale und Abteikomplex bilden gemeinsam seit 1983 eine UNESCO-Welterbestätte.
  • Die Stadt St. Gallen wuchs einst um die Abtei herum, die früher ein unabhängiges Fürstentum war.
  • DomMusik setzt die jahrhundertealte Tradition der Kirchenmusik innerhalb des Kathedralen- und Abteikomplexes fort.

Geschichte

Der Ursprung des Standorts der Kathedrale von St.

612

Gallen liegt in einer Einsiedelei, die der irische Mönch Gallus um 612 gegründet haben soll.

719

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Einsiedelei zur Abtei Saint Gall, einem bedeutenden benediktinischen Kloster, das offiziell etwa 719–747 von Saint Othmar unter karolingischem Patronat gegründet wurde.

Die Abtei blühte im Mittelalter als religiöses und kulturelles Zentrum auf und erlangte kaiserliche Unmittelbarkeit sowie Autonomie.

1805

1805 wurde die Abtei vom neu gegründeten Kanton St.

1848

Gallen aufgelöst, und die ehemalige Abteikirche wurde 1848 zur Kathedrale des Bistums St.

Gallen bestimmt.

Das heutige barocke Kirchengebäude stammt aus der Mitte des 18.

Jahrhunderts und wurde auf dem historischen Klosterareal errichtet.

1983

Seit 1983 ist das Abteigelände einschließlich der Kathedrale aufgrund seiner kulturellen Bedeutung als UNESCO-Welterbestätte anerkannt.

Ortsführer

1
Hauptschiff und InnenraumMitte des 18. Jahrhunderts

Der reich verzierte barocke Innenraum der Kathedrale zeigt aufwendige Stuckarbeiten, Fresken und prunkvolle Altäre und verdeutlicht damit den künstlerischen Stil des 18. Jahrhunderts.

2
Abteibibliothek8. bis 9. Jahrhundert gegründet

Direkt an die Kathedrale angrenzend beherbergt die Abteibibliothek eine unschätzbare Sammlung mittelalterlicher Handschriften und früher gedruckter Bücher – sie gilt als eine der ältesten Klosterbibliotheken weltweit.

3
AbteiarchiveMittelalter

Die Archive bewahren historische Dokumente, die mit der Verwaltung der Abtei sowie ihrem Status als kaiserliches Fürstentum im Mittelalter zusammenhängen.

Kontakt

Telefon: 071 224 05 50