
Kloster St. Gallen
Sankt Gallen
Das Kloster St. Gallen wurde im frühen 8. Jahrhundert an der Stelle einer irischen Einsiedelei gegründet und zählt zu den bedeutendsten Benediktinerklöstern Europas. Von Saint Othmar um 719 gegründet, entwickelte es sich aus der Einsiedelei des Saint Gallus, eines irischen Mönchs, der sich dort 612 niederließ. Das Kloster wurde zu einem kulturellen und religiösen Zentrum und erlebte vor allem in der Zeit der Karolinger eine Blüte. Von der 9. bis ins 13. Jahrhundert war es ein unabhängiges Fürstentum. Seine Bibliothek gehört zu den ältesten Klosterbibliotheken weltweit und beherbergt eine große Sammlung mittelalterlicher Handschriften sowie irischer Texte. Im Klostergelände prägt eine beeindruckende barocke Architektur das Bild, die im 18. Jahrhundert vollendet wurde und seine doppelte Rolle als geistlicher und weltlicher Ort widerspiegelt. Nach der Säkularisierung im Jahr 1805 wurde die Klosterkirche zur Kathedrale von St. Gallen und diente als Sitz des Bistums St. Gallen. Die Stätte – einschließlich des Klosterplans aus etwa 820 – ist seit 1983 als UNESCO-Welterbestätte anerkannt und unterstreicht ihre kulturelle und historische Bedeutung. Heute befinden sich im Gesamtensemble die Ämter der kantonalen Regierung ebenso wie weiterhin religiöse Funktionen; das symbolisiert das bleibende Erbe in der Schweizer Geschichte und Kultur.
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Tipp: Besuchen Sie es im Frühling oder im frühen Herbst für angenehmes Wetter und weniger Andrang. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus online zu kaufen – besonders für geführte Touren durch die Bibliothek und das barocke Klostergelände. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Planen Sie ausreichend Zeit ein, um sowohl die Bibliothek als auch die Kathedrale zu erkunden, für ein rundum stimmiges Erlebnis. Werfen Sie einen Blick auf die offizielle Website für Öffnungszeiten und besondere Veranstaltungen.
Interessante Fakten
- •Die Bibliothek des Klosters St. Gallen gehört zu den ältesten Klosterbibliotheken der Welt und beherbergt tausende mittelalterliche Handschriften.
- •Der Architekturplan des Klosters aus etwa 820 gilt als die älteste erhaltene architektonische Zeichnung eines monastischen Komplexes und ist Teil der UNESCO-Welterbe-Auszeichnung.
- •Saint Gallus, der gründende Einsiedler, war ein irischer Mönch und Gefährte von Saint Columbanus – und legte damit die geistlichen Wurzeln des Ortes bereits im frühen 7. Jahrhundert.
- •Das Kloster war einst ein unabhängiges Fürstentum und übte zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert sowohl religiöse als auch weltliche Autorität aus.
- •Das barocke Klostergelände wurde im 18. Jahrhundert errichtet – als Symbol für die historische Macht und die kulturelle Bedeutung des Klosters.
Geschichte
Die Ursprünge des Klosters St.
Gallen gehen auf das Jahr 612 zurück, als Saint Gallus in der Gegend eine Einsiedelei gründete.
Um 719 gründete Saint Othmar das Kloster, das schnell an Ansehen und Einfluss gewann.
Im 9.
Jahrhundert erlebte das Kloster unter Abt Gozbert seine Blütezeit: Es übernahm die Benediktinerregel und baute seine kulturelle sowie politische Macht aus.
Es wurde zu einem Reichskloster, dessen Autonomie durch Kaiser Ludwig den Frommen und König Ludwig den Deutschen bestätigt wurde.
Im Jahr 1805 wurde das Kloster säkularisiert und seine Kirche zur Kathedrale eines Bistums umgewandelt.
Über Jahrhunderte entwickelte es sich von einem religiösen Zentrum zu einem Symbol für regionales Erbe und für die Verwaltung.
Ortsführer
Klosterbibliothek8. Jahrhundert bis heute
Eine der ältesten und reichsten Klosterbibliotheken der Welt – mit tausenden Handschriften, darunter frühe mittelalterliche sowie irische Texte. Berühmt ist sie für ihre wunderschön illuminierten mittelalterlichen Handschriften und ihre Rolle dabei, Wissen durch das Mittelalter zu bewahren.
Barockes Klostergelände18. Jahrhundert
Ein prachtvoller Barockkomplex, der im 18. Jahrhundert fertiggestellt wurde und die architektonische Entwicklung des Klosters sowie seine doppelte Rolle als geistlicher und weltlicher Ort zeigt. Zum Gelände gehören die Hauptkirche, Verwaltungsgebäude sowie Ziergärten.
Kathedrale von St. Gallen (ehemalige Klosterkirche)ursprünglich karolingische Zeit, barocke Renovierungen im 18. Jahrhundert
Die ehemalige Klosterkirche wurde nach der Säkularisierung im Jahr 1805 zur Kathedrale des Bistums St. Gallen umgewandelt. Sie ist bis heute ein bedeutender religiöser Ort und ein architektonisches Wahrzeichen in der Stadt.
Kontakt
Telefon: 071 227 33 40