Kapelle St. Niklausen

Obwalden

55/10045 min

Die Kapelle St. Niklausen im Dorf St. Niklausen nahe Kerns im Kanton Obwalden in der Schweiz ist eine beeindruckende historische Kirche, die erstmals 1357 erwähnt wurde. Die Kapelle besitzt einen freistehenden Glockenturm im savoyardischen Stil mit einem pyramidenförmigen Dach, der auf etwa 1350 datiert. Ursprünglich als Chorraum mit Sitzbänken im Freien errichtet, wurde sie Ende des 14. Jahrhunderts erweitert, um ein Kirchenschiff (Nave) einzubeziehen. Im Inneren findet sich ein mittelalterlicher Freskenzyklus aus dem Jahr 1370 im Chor, ergänzt durch ländliche Barockmalereien auf den Gewölbedecken aus dem Jahr 1704. 1995 wurde die Kapelle restauriert und damit ihr künstlerisches und architektonisches Erbe bewahrt. Eine Orgel, gebaut von Heinrich Pürro im Jahr 1950 und 1995 überholt, bereichert die musikalische Tradition der Kapelle. Die Kapelle gehört zur Pfarrei Kerns und liegt am Ortsrand, von wo aus man einen schönen Blick auf die umliegenden Berge in Obwalden sowie auf den Sarnersee hat. In der Nähe befindet sich das Kloster Bethanien der Dominikanerinnen, das ein Gästehaus betreibt und Seminare sowie Retreats anbietet. Die Kapelle St. Niklausen ist ein bedeutender kultur- und religionsgeschichtlicher Ort, der die mittelalterliche und barocke Tradition der Region widerspiegelt.

Planen Sie Ihre Reise nach Schweiz mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Kapelle St. Niklausen sind die wärmeren Monate, wenn die umliegenden Wanderwege, darunter die Pilgerstrecken Jakobsweg und Bruder-Klausen-Weg, zugänglich sind. Besucherinnen und Besucher sollten die Öffnungszeiten im Voraus prüfen und geführte Touren in Betracht ziehen, um die mittelalterlichen Fresken in vollem Umfang zu würdigen. Die Buchung von Seminaren oder Retreats im nahegelegenen Gästehaus Bethanien kann das kulturelle Erlebnis bereichern. Für Gruppen oder Pilger können Ermäßigungen verfügbar sein. Die Lage der Kapelle bietet Panoramablicke, daher wird empfohlen, eine Kamera und bequeme Wanderschuhe mitzubringen.

Interessante Fakten

  • Der Glockenturm der Kapelle St. Niklausen ist im savoyardischen Stil erbaut und besitzt ein markantes pyramidenförmiges Dach.
  • Im Chor der Kapelle befindet sich ein mittelalterlicher Freskenzyklus aus dem Jahr 1370 – eines der bemerkenswerten Beispiele mittelalterlicher Kunst in der Region.
  • Die Gewölbedecken sind mit ländlichen Barockmalereien aus dem Jahr 1704 dekoriert und verbinden verschiedene Kunstepochen.
  • Die Orgel der Kapelle wurde 1950 von Heinrich Pürro gebaut und 1995 mit einem neuen Gehäuse überholt.
  • St. Niklausen liegt an Pilgerwegen wie dem Jakobsweg und dem Bruder-Klausen-Weg, was der Stätte eine zusätzliche spirituelle Bedeutung verleiht.

Geschichte

1357

Die Kapelle wurde erstmals 1357 dokumentiert und diente anfangs als Chorraum mit Sitzgelegenheiten im Freien.

Bis zum Ende des 14.

Jahrhunderts wurde ein Kirchenschiff (Nave) ergänzt und damit die Anlage erweitert.

1350

Der Glockenturm und der Chor stammen aus etwa 1350 und zeigen savoyardische Einflüsse der Architektur.

1370

Der Chor wurde 1370 mit mittelalterlichen Fresken bemalt, und die Gewölbedecken wurden später, im Jahr 1704, mit Barockmalereien geschmückt.

1995

Die Kapelle wurde 1995 restauriert, um ihr historisches Kunstwerk und ihre Bausubstanz zu erhalten, und behält ihre Rolle als spiritueller und kultureller Ort in St.

Niklausen.

Ortsführer

1
Glockenturmcirca 1350

Ein freistehender Glockenturm im savoyardischen Stil mit pyramidenförmigem Dach, der auf etwa 1350 datiert. Er ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen und steht exemplarisch für die regionale mittelalterliche Architektur.

2
Chor mit mittelalterlichen Fresken1370

Der Chorraum, ursprünglich der einzige Teil der Kapelle, enthält einen Zyklus mittelalterlicher Fresken, die um 1370 gemalt wurden. Diese Werke sind bedeutende Beispiele religiöser Kunst aus dem 14. Jahrhundert in Obwalden.

3
Gewölbedecken mit Barockmalereien1704

Die Gewölbedecken der Kapelle sind mit ländlichen Barockgemälden im Stil von 1704 dekoriert, was der Kapelle mehr künstlerischen Reichtum verleiht und einen spannenden Kontrast zu den mittelalterlichen Fresken schafft.

4
Orgel von Heinrich Pürro1950
Heinrich Pürro

Eine Orgel, die 1950 vom Orgelbauer Heinrich Pürro gebaut und 1995 mit einem neuen Gehäuse überholt wurde, sodass sie das musikalische Erbe der Gottesdienste in der Kapelle fortführt.

Kontakt

Telefon: 041 660 33 74