Landenberg Castle

Landenberg Castle

Obwalden

70/10090 min

Das Landenberg Castle liegt auf einem markanten Hügel in Sarnen, Obwalden, und ist eine bedeutende mittelalterliche Ruine sowie ein Kulturdenkmal. Ursprünglich wurde die Anlage im frühen 11. Jahrhundert von den Grafen von Lenzburg als hölzerne Festung gegründet und entwickelte sich später zu einer der größten Burgen der Zentralschweiz. Die Habsburger ließen nach 1173 umfangreiche steinerne Ringmauern errichten. Im frühen 13. Jahrhundert wurde die Burg aus unbekannten Gründen aufgegeben; heute sind lediglich noch Teile der dicken Mauern zu erkennen. Im 18. Jahrhundert wurde der Ort umgestaltet: Mit dem Bau eines barocken Zeughauses und eines Schützenhauses, die beide bis heute als wichtige Kulturbauten erhalten sind. Das 1711 von Hans Josef von Flüe errichtete Zeughaus lagerte Kanonen und Handfeuerwaffen und wurde bis 1975 militärisch genutzt. Das 1752 von Johann Anton Singer nach einem Brand wiederaufgebaute Schützenhaus besitzt einen reich verzierten Ballsaal. Über 300 Jahre lang, von 1646 bis 1998, dienten die Burgruinen als Treffpunkt der Landsgemeinde, der kantonalen Versammlung der Obwaldner Stimmbürger. Heute verbindet der Ort mittelalterliche Geschichte mit kulturellen Funktionen: In den erhaltenen Gebäuden finden Ausstellungen und Veranstaltungen der Gemeinde statt.

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Tipp: Besucher sollten das Landenberg Castle vor allem in den wärmeren Monaten einplanen, wenn häufig kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen im Zeughaus und im Schützenhaus stattfinden. Es empfiehlt sich, die lokale Website von Sarnen zu prüfen oder die Vereinigung Pro Landenberg zu kontaktieren, um Informationen zu Terminen und dem Zugang zu erhalten. Auch wenn die Ruinen frei besuchbar sind, können einige Innenbereiche eine vorherige Anmeldung erfordern – etwa für geführte Touren oder besondere Events. Konkrete Ticketpreise gibt es nicht, doch bei organisierten Veranstaltungen können Rabatte oder Gruppenangebote attraktiv sein.

Interessante Fakten

  • Das Landenberg Castle zählte zu den größten Burgen in der Zentralschweiz. Die Mauern waren bis zu 1,36 Meter dick und umschlossen eine Fläche von etwa 40 mal 90 Metern.
  • Die Burgruinen dienten über 300 Jahre lang bis 1998 als Treffpunkt der Landsgemeinde, der kantonalen Versammlung von Obwalden.
  • Das barocke Zeughausgebäude, das 1711 errichtet wurde, gehört zu den wenigen erhaltenen Zeughäusern in der Zentralschweiz.
  • Das Schützenhaus, das 1752 wiederaufgebaut wurde, verfügt im oberen Stockwerk über einen reich verzierten Ballsaal.
  • Teile der ursprünglichen Burgmauern wurden bei einer Renovierung im Jahr 1895 ausgegraben und wiederhergestellt.

Geschichte

Die frühesten Befestigungsanlagen auf dem Landenberg-Hügel reichen bis ins frühe 11.

Jahrhundert zurück, als die Grafen von Lenzburg eine hölzerne Festung errichteten.

1173

Nachdem die Linie der Lenzburger 1173 endete, erbten die Habsburger das Gebiet und bauten umfangreiche Steinmauern um den Hügel.

Die Burg wurde im frühen 13.

Jahrhundert aus unbekannten Gründen aufgegeben, und ihre Ruinen verfielen nach und nach.

Im 17.

1620

Jahrhundert wurde der Ort vom Kanton Obwalden erworben; dieser errichtete um 1620 ein Zeughaus.

1646

Seit 1646 tagte dort die Landsgemeinde, die kantonale Versammlung, bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1998.

1711

Das heutige Zeughausgebäude stammt aus dem Jahr 1711, und das Schützenhaus wurde nach einem Brand 1752 wiederaufgebaut.

Ortsführer

1
Castle Ruins11th-13th century

Die weitläufigen Ruinen des Landenberg Castles umfassen lange Abschnitte von Steinmauern mit einer Stärke von bis zu 1,36 Metern. So umreißen sie eine der größten mittelalterlichen Burgen der Zentralschweiz. Besucher können die Reste des westlichen Torbereichs sowie den höchsten Hügelspitzturm erkennen, der einst 10,5 Meter im Quadrat maß.

2
Landenberg Armory (Zeughaus)1711
Hans Josef von Flüe

Das 1711 von Hans Josef von Flüe errichtete barocke Zeughaus diente als militärische Lagerstätte: Im Erdgeschoss lagerten die Kanonen, in den oberen Etagen kleine Waffen und Rüstungen. Es ist ein Schweizer Kulturgut von nationaler Bedeutung und eines der wenigen erhaltenen Zeughäuser in der Zentralschweiz.

3
Shooting Range (Schützenhaus)1752
Johann Anton Singer

Das Schützenhaus auf der Ostseite des Hügels wurde 1752 von Johann Anton Singer nach einem Brand neu errichtet, der die frühere Anlage zerstört hatte. Es besitzt einen großen dreigeschossigen Mitteltrakt sowie symmetrische eingeschossige Seitenflügel, die von Zwiebeldachtürmen bekrönt werden. Im oberen Stockwerk befindet sich ein reich verzierter Ballsaal beziehungsweise eine Versammlungshalle, die für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

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