
Sarnersee
Obwalden
Der Sarnersee, lokal auch als Sarnersee bekannt, ist ein idyllischer See im Schweizer Kanton Obwalden. Er umfasst eine Fläche von etwa 7,5 Quadratkilometern und erreicht eine maximale Tiefe von 51 Metern. Der See erstreckt sich rund 5,7 Kilometer in der Länge und bis zu 1,6 Kilometer in der Breite. Er liegt in einem weiten von Gletschern geformten Tal, eingebettet zwischen den Bergzügen Jänzi und Arnigrat. Der See wird von mehreren Zuflüssen gespeist, darunter die Flüsse Kleine Melchaa und Grosse Melchaa, und entwässert über die Sarner Aa in den Vierwaldstättersee. Die Gemeinden Sarnen und Sachseln grenzen an seine Ufer, und die Bahnlinie Brünig verläuft entlang seiner Ostseite. Der See ist wegen seiner ökologischen Vielfalt bemerkenswert: Er beherbergt 20 Fischarten, darunter die historisch dokumentierten Egli und Felchen, sowie seltene Arten wie den stark gefährdeten Nase-Fisch. Auch kulturell hat der Sarnersee Bedeutung: Er wurde 1842 in einer Aquarellmalerei von J. M. W. Turner verewigt, die den Titel „The Sarner See, Evening“ trägt. Die Ufer sind größtenteils flach und bieten gut zugängliche Naturlandschaft, während die Ufer im Süden und an den nordwestlichen Rändern steiler sind. Seine ruhigen Wasser und die umliegende alpine Landschaft machen den See zu einem beliebten Ziel für Naturliebhaber und Angler gleichermaßen.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch am Sarnersee ist der Zeitraum vom späten Frühling bis in den frühen Herbst, wenn das Wetter mild ist und die Natur besonders lebendig wirkt. Wer am See angeln möchte, sollte die lokalen Vorschriften kennen sowie die historische Bedeutung der Fischarten im See berücksichtigen. Die Bahnlinie Brünig bietet entlang der Ostseite eine bequeme Anbindung, sodass sich die Gegend auch mit dem Zug gut erkunden lässt. Zwar sind keine speziellen Tickets erforderlich, um den See zu genießen, doch es empfiehlt sich, lokale Wetter- und Wasserbedingungen zu prüfen. Wer rund um den See wandern oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, erlebt die ruhigste Atmosphäre am besten am frühen Morgen oder am späten Nachmittag – dann sind auch weniger Menschen vor Ort.
Interessante Fakten
- •Der Sarnersee wurde 1842 von dem renommierten Künstler J. M. W. Turner in seinem Aquarell „The Sarner See, Evening“ gemalt.
- •Der See beherbergt 20 Fischarten, darunter die stark gefährdete Nase, die normalerweise in fließenden Gewässern lebt.
- •Ein periodisches Zufrieren des Sees gab es bis zuletzt 1981 – ein in der modernen Zeit eher ungewöhnliches Ereignis.
- •Ein großes Projekt für einen Hochwasser-Entlastungsstollen startete 2018, um die Wasserstände des Sees zu steuern und die nahegelegenen Gemeinden zu schützen.
Geschichte
Nach der letzten Eiszeit gehörte der Sarnersee zum größeren Vierwaldstättersee, genauer zum Gebiet der Alpnacher Bucht.
Im Laufe der Zeit bildeten Schwemmkegel durch Sedimente, die von Flüssen wie der Grosse Schliere und der Kleine Schliere stammten, schließlich zur Abtrennung und einer Erhöhung des Sees über den Vierwaldstättersee um etwa 35 Meter.
Historisch wurde vor der Eröffnung der Brünigstraße im Jahr 1861 der Transport von Waren und Personen zwischen den südlichen und nördlichen Ufern des Sees mit Flachbodenbooten durchgeführt, die als Nauen bekannt waren.
Der See erlebte immer wieder Frostphasen; die letzten bedeutenden Ereignisse traten zwischen 1947 und 1981 auf.
In den letzten Jahrzehnten wurden zudem Infrastrukturmaßnahmen zum Hochwasserschutz umgesetzt, darunter der Bau eines unterirdischen Entlastungsstollens, der die nahegelegene Gemeinde Sarnen vor Hochwasserereignissen schützen soll; die Fertigstellung ist für 2026 geplant.