Stadtkirche Stans

Stadtkirche Stans

Nidwalden

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Die St.-Peter-und-Paul-Kirche in Stans, Nidwalden, Schweiz, ist eine römisch-katholische Pfarrkirche, die zwischen 1641 und 1647 im Stil des Frühbarocks erbaut wurde – vom Architekten Jakob Berger aus Sursee. Sie löste frühere Kirchen an dieser Stelle ab und behielt den 67 Meter hohen romanischen Turm aus der Zeit um 1200 n. Chr., der im späten 17. Jahrhundert einen neuen Helm erhielt. Die Kirche ist nach Süden ausgerichtet, im Gegensatz zu ihren Vorgängern, und besitzt einen Basilika-Grundriss: ein eingewölbtes Mittelschiff, flankiert von zwei niedrigeren Seitenschiffen. Innen kontrastiert reiches weißes Stuckwerk mit schwarzen Marmorsäulen und -altären; zahlreiche ungefärbte Verglasungen sorgen für Licht im Inneren. Zu den prägenden Elementen zählen der Hochaltar, zwei Seitenaltäre neben dem Chorbogen sowie zwei hölzerne Emporen im hinteren Bereich – eine davon beherbergt die Hauptmechanische Orgel, gebaut 1987 in dem historischen Gehäuse einer Vorgängerorgel von Johann Matthäus Abbrederis. Außerdem enthält die Kirche die zweitälteste spielbare Orgel der Schweiz: die Chororgel, gebaut 1646 von Niklaus Schönenbüel, mit acht Registern und 405 Pfeifen. Im Turm befindet sich ein Geläut mit sechs Glocken, darunter eine große Glocke, gegossen 1531, sowie weitere aus dem Jahr 1903. Hinzu kommen eine Feuer- und Totenglocke aus 1872 sowie eine kleine Tauf- bzw. Evangeliumsglocke (Gospel-Glocke) aus 1533. Die Kirche ist als Kulturgut von nationaler Bedeutung geschützt und ist bis heute ein aktives Zentrum für Gottesdienst sowie für musikalisches Erbe in Stans.

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Tipp: Besucher sollten nach Möglichkeit zu den regulären Gottesdienstzeiten oder zu besonderen musikalischen Veranstaltungen kommen, um die bekannten Orgeln zu erleben. Am besten lässt sich die Kirche tagsüber besichtigen: So kann man das natürliche Licht und die architektonischen Details besonders gut wahrnehmen. Vorab lohnt eine Anfrage über die Website der Pfarrei oder telefonisch – dort gibt es Informationen zu Führungen und speziellen Konzerten. Der Eintritt ist in der Regel frei, Spenden sind jedoch willkommen. Die Kirche ist gut erreichbar und liegt zentral in Stans, sodass sie sich mühelos mit anderen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung kombinieren lässt.

Interessante Fakten

  • Der romanische Turm der Kirche stammt aus der Zeit um 1200 n. Chr. und gehört zu den ältesten Teilen des Bauwerks.
  • Die Chororgel in der Kirche, gebaut 1646, ist die zweitälteste spielbare Orgel der Schweiz.
  • Die Hauptorgel wurde 1987 unter Verwendung des historischen Prospektpfeifenwerks einer früheren Orgel von Johann Matthäus Abbrederis gebaut.
  • Der Glockenturm beherbergt ein Geläut mit sechs Glocken, darunter eine große Glocke, gegossen 1531, sowie eine Feuer-/Totenglocke, die eine Kopie einer Glocke aus dem 16. Jahrhundert ist.
  • Die Kirche ist in der Schweiz als Kulturgut von nationaler Bedeutung gelistet.

Geschichte

750

Der Standort der St.-Peter-und-Paul-Kirche ist seit etwa 750 n.

Chr.

Schauplatz des christlichen Gottesdienstes.

Den Anfang machten eine vor-karolingische Kirche, die von den Alamannen-Siedlern errichtet wurde.

1641

Die heutige Kirche wurde zwischen 1641 und 1647 gebaut; sie ersetzte vier frühere Kirchen und integrierte den romanischen Turm aus der Zeit um 1200 n.

Chr.

Der markante Turmhelm wurde im späten 17.

Jahrhundert ergänzt.

Im Laufe der Jahrhunderte erlebte die Kirche zahlreiche Renovierungen, darunter Restaurierungen an der Orgel sowie Aktualisierungen.

1713

Sie überstand bedeutende Ereignisse in Stans, darunter den Brand von 1713, der die Architektur der Stadt prägte, sowie die politischen Umbrüche des späten 18.

und 19.

Jahrhunderts.

Heute steht sie als Symbol für die religiöse und kulturelle Kontinuität von Stans.

Ortsführer

1
Romanischer Turmcirca 1200

Der rund 67 Meter hohe Turm, der um 1200 n. Chr. erbaut wurde, ist ein markantes Merkmal der Kirche. Er bewahrt seine mittelalterlichen Ursprünge und ist mit einem Turmhelm aus dem späten 17. Jahrhundert gekrönt. Im Turm befinden sich die historischen Glocken der Kirche.

2
Hauptorgel1987
Mathis Orgelbau

Diese mechanische Orgel wurde 1987 von Mathis Orgelbau installiert und befindet sich im historischen Gehäuse einer Vorgängerorgel von Johann Matthäus Abbrederis aus Rankweil. Sie verfügt über 43 Register über drei Manuale und das Pedal und wurde 2014 renoviert.

3
Chororgel1646
Niklaus Schönenbüel

Die Chororgel wurde 1646 von Niklaus Schönenbüel gebaut und ist die zweitälteste spielbare Orgel der Schweiz. Sie besitzt acht Register ohne Pedal und 405 Pfeifen; die Orgel wurde 2010 restauriert.

4
Glockenturm und Glocken1531 (largest bell)
Peter III. Füssli

Der Glockenturm beherbergt ein Geläut aus sechs Glocken – darunter die größte Glocke, gegossen 1531 von Peter III. Füssli, sowie weitere aus dem Jahr 1903. Außerdem enthält er eine Feuer-/Totenglocke, eine Replik einer Glocke aus dem 16. Jahrhundert, sowie eine kleine Evangeliumsglocke (Gospel-Glocke) aus 1533.

Kontakt

Telefon: 041 610 92 61