
Festung Rosenberg
Nidwalden
Die Festung Fürigen, auch bekannt als Artilleriewerk Fürigen, ist eine gut erhaltene Schweizer Artilleriefestung, die 1941–1942 als Teil des Verteidigungssystems „Schweizerischer Nationaler Rotenoubt“ während des Zweiten Weltkriegs errichtet wurde. Sie liegt am westlichen Fuß des Bürgenstock nahe Stansstad im Kanton Nidwalden und wurde so geplant, dass sie die strategische Engstelle von Stansstad entlang der Achse Luzern–Brünig/Gotthard kontrolliert. Die Festung verfügt über weitläufige unterirdische Tunnel, Gefechtsstellungen, Munitionsmagazine und Unterkunftsräume und spiegelt damit Militärarchitektur sowie Technologie aus den frühen 1940er-Jahren wider. Bewaffnet war sie mit 7,5-cm-Festungsgeschützen und Maschinengewehren; dazu kamen Abwehrmaßnahmen gegen Infanterie sowie Spreng-Sperren für die Straße. Nachdem die Festung 1987 durch die Schweizer Armee außer Dienst gestellt wurde, wurde die Festung Fürigen 1991 zu einem der ersten modernen Festungsmuseen der Schweiz umgebaut – mit der Bewahrung von Originalausrüstung und Räumen aus der Zeit des Betriebs. Heute erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Schweizer Militärgeschichte, die Bereitschaft für den Kalten Krieg und das Leben in einer Bergfestung. So ist sie in Nidwalden eine einzigartige Kultur- und Gedenkstätte.
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Tipp: Besucher sollten die offizielle Website des Nidwaldner Museums für Öffnungszeiten und die Verfügbarkeit von Führungen prüfen. Die beste Zeit für einen Besuch sind die wärmeren Monate, wenn das Museum vollständig zugänglich ist. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen, insbesondere für Gruppenführungen. Ermäßigungen sind möglicherweise für Seniorinnen und Senioren, Studierende und Familien verfügbar. Tragen Sie bequemes Schuhwerk, da es unterirdische Gänge und Treppen gibt.
Interessante Fakten
- •Die Festung Fürigen gehörte zu den ersten modernen Festungsmuseen in der Schweiz und eröffnete 1991.
- •Die Festung besitzt einen 200 Meter langen Tunnel, der in den Fels des Bürgenstock gehauen ist.
- •Sie war mit zwei 7,5-cm-Festungsgeschützen ausgestattet, die bis zu 15 Schuss pro Minute abgeben konnten.
- •Die Festung war auf eine Versorgung für etwa 80 Soldaten über 30 Tage ausgelegt, einschließlich Frischwasser, das per Seewasserpumpe bereitgestellt wurde.
- •Spreng-Sperren wurden unter der nahegelegenen Kehrsitenstraße installiert, um einen möglichen feindlichen Zugang zu verhindern.
Geschichte
Die Festung Fürigen wurde zwischen Februar 1941 und Juli 1942 erbaut und war Teil der Schweizer Strategie des „Nationalen Reduits“, um im Zweiten Weltkrieg wichtige Gebirgspässe und Engstellen zu verteidigen.
Die Bauarbeiten umfassten einen 200 Meter langen Tunnel, der in den Fels des Bürgenstock getrieben wurde und Artilleriestellungen, Wohnräume sowie Versorgungsanlagen beherbergte.
Die Festung war durch den Kalten Krieg hindurch bis zu ihrer Außerdienststellung 1987 in Betrieb.
1991 wurde sie in ein Museum umgewandelt und bewahrt einen Großteil ihrer ursprünglichen Struktur und Ausrüstung als Zeugnis für die schweizerische Militärtechnik und Verteidigungsanstrengungen im 20.
Jahrhundert.
Ortsführer
Haupttunnel und Artilleriestellungen1941-1942
Der zentrale 200 Meter lange Tunnel im Fels des Bürgenstock beherbergt die wichtigsten Artilleriegeschütze der Festung, MG-Stellungen sowie Gefechtsstationen. So zeigt er die Verteidigungsfähigkeiten und die strategische Planung der Anlage.
Unterkunftsräume und Kommandoposten1941-1942
Diese Räume boten Platz für rund 80 Soldaten – inklusive der Offiziersräume, einer Küche, eines Krankenbereichs und von Büros. Das verdeutlicht den Alltag in der Festung während ihrer Betriebszeit.
Verteidigungsanlagen und Straßensperren1941-1942
Zu den äußeren Verteidigungsanlagen der Festung gehörten Maschinengewehrstellungen, Drahtverhau und zwei dauerhaft installierte Sprengladungen, die unter der Kehrsitenstraße verborgen waren – um den feindlichen Zugang bei Bedarf zu verwehren.
Kontakt
Telefon: 041 618 73 60