Museum für Kunst und Geschichte, Neuchâtel

Museum für Kunst und Geschichte, Neuchâtel

Neuchâtel

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Das Museum für Kunst und Geschichte in Neuchâtel in der Schweiz ist in einem herrschaftlichen Bauwerk untergebracht, das zwischen 1881 und 1887 vom Architekten Léo Châtelain errichtet wurde. Es vereint umfangreiche Bestände der bildenden Kunst, der Geschichte, des Kunstgewerbes und der Numismatik und gehört damit zu den enzyklopädischsten Museen der Region. Die Anfänge des Museums gehen auf das Kabinett der Kuriositäten von General Charles Daniel de Meuron zurück: Dessen ethnografische, naturkundliche und historische Objekte bildeten den Kern der Sammlungen, die um 1795 an die Stadt gespendet wurden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Museum von verstreuten Beständen in Bibliotheken und dem Latin College zu einem eigenen Gebäude, in dem zunächst zwei getrennte Museen untergebracht waren: ein Museum der Schönen Künste und ein Historisches Museum. Diese wurden 1989–1990 zusammengeführt, um die heutige Institution zu bilden. Architektonisch besticht das Gebäude durch einen monumentalen Eingang, eine symmetrische Anlage, polychrome Steine, Mosaike, Skulpturen sowie ein großes zentrales Vestibül mit einer monumentalen Treppe, die von Léo-Paul Robert dekoriert ist. Das Museum beherbergt über 150.000 Objekte von der Antike bis zur Gegenwart – darunter Gemälde bedeutender Künstler und ein umfangreiches Fotoarchiv. Seine Dauerausstellungen und wechselnden Schauen, etwa zu Künstlern wie Courbet, Monet und Renoir, ziehen Kunstliebhaber und Historiker gleichermaßen an. Außerdem bietet das Museum ethnografische und archäologische Sammlungen, wobei einige inzwischen in spezialisierte Einrichtungen verlagert wurden. Seine enzyklopädische Ausrichtung und die umfassenden Bestände machen es zu einem einzigartigen Kulturziel in Neuchâtel.

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Tipp: Besuchen Sie das Museum während der Wechselausstellungen, um besondere Präsentationen renommierter Künstler wie Courbet, Monet und Renoir zu erleben. Werfen Sie auf der offiziellen Website einen Blick auf aktuelle Veranstaltungen und Vorführungen, etwa die Automates Jaquet-Droz. Für beliebte Ausstellungen empfiehlt sich der Ticketkauf im Voraus. Das Museum bietet das ganze Jahr über ein bereicherndes Programm – am besten lässt es sich im Frühling und im Herbst besuchen, wenn die kulturellen Aktivitäten besonders hochfahren. Für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen können Ermäßigungen verfügbar sein; fragen Sie an der Kasse oder online nach. Geführte Touren können helfen, die Sammlungen und die Architektur besser zu verstehen.

Interessante Fakten

  • Der Kernbestand des Museums begann mit dem Kabinett der Kuriositäten von General Charles Daniel de Meuron, der während kolonialer Feldzüge ethnografische und naturkundliche Objekte sammelte.
  • Es war eines der ersten neu errichteten Museumgebäude in der Schweiz, das mehrere Disziplinen unter einem Dach vereinte – mit bildender Kunst und Geschichte.
  • Die monumentale Treppe im Inneren des Museums ist von dem Künstler Léo-Paul Robert dekoriert.
  • Das Museum verfügt über mehr als 150.000 Objekte und Abbildungen – von der Antike bis in die Gegenwart.
  • Ethnografische Sammlungen gehörten ursprünglich zum Museum, wurden jedoch 1904 in das neu gegründete Museum für Ethnografie in Neuchâtel verlegt.
  • Das Museumsgebäude zeigt polychrome Steine, Mosaike, Skulpturen und Blindwände, die seine Funktion als Museum symbolisieren.

Geschichte

1795

Die Sammlungen des Museums entstanden um 1795 aus dem Kabinett der Kuriositäten von General Charles Daniel de Meuron mit ethnografischen und historischen Objekten.

Anfang des 19.

Jahrhunderts gab es in Neuchâtel noch keine modernen Museen, jedoch existierten öffentliche Sammlungen in Bibliotheken und am Latin College.

1842

Die Société des Amis des Arts, 1842 von Maximilien de Meuron gegründet, bereicherte die Gemäldesammlungen.

1884

In den 1870er-Jahren reifte der Plan, ein eigenes Museum zu bauen, was zu einem Gebäude führte, das 1884–85 eingeweiht wurde und separate Museen für Schöne Künste und Geschichte beherbergte.

Im Laufe der Zeit wurden ethnografische und archäologische Sammlungen in spezialisierte Museen verlagert.

1989

1989–1990 schlossen sich das Museum der Schönen Künste und das Historische Museum zur heutigen Institution, dem Museum für Kunst und Geschichte, zusammen, das seine Sammlungen seitdem deutlich erweitert hat.

Ortsführer

1
Monumentale Treppe1880s
Léo-Paul Robert

Eine prächtige Treppe im Zentrum des Museums, dekoriert von Léo-Paul Robert, die die künstlerische und architektonische Vielfalt des Innenraums des Gebäudes widerspiegelt.

2
Galerien für Schöne Künste1884
Léo Châtelain (building)

Im ersten Stock gelegen: Diese neun Räume mit Deckenbeleuchtung präsentieren die Sammlungen der Schönen Künste des Museums, darunter Gemälde und Skulpturen aus verschiedenen Epochen.

3
Räume des Historischen Museums1885
Léo Châtelain (building)

Im Erdgeschoss befinden sich diese Räume; ursprünglich beherbergten sie historische, archäologische und ethnografische Sammlungen sowie Skulpturen – ein Spiegelbild der mehrdisziplinären Anfänge des Museums.

Kontakt

Telefon: 032 717 79 20