Laténium

Laténium

Neuchâtel

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Laténium liegt in Hauterive bei Neuchâtel, Schweiz, und ist das größte Archäologiemuseum des Landes. Es ist nach der nahegelegenen Fundstätte La Tène benannt, die dem Namen der europäischen Eisenzeit ihren zweiten Abschnitt gab. Museum und sein 2,5 Hektar großer archäologischer Park befinden sich auf ehemaligen Grabungsflächen aus dem Jungpaläolithikum, der Bronzezeit und dem Neolithikum, die während des Baus einer Autobahn zutage gefördert wurden. Die Dauerausstellung des Museums zeigt rund 3.000 sorgfältig ausgewählte Exponate aus einer umfangreichen Sammlung mit über 525.000 Stücken – und spannt den Bogen von 50.000 Jahren europäischer Vorgeschichte bis hin zum Mittelalter. Besucher können Rekonstruktionen prähistorischer Wohnstätten, eine keltische Brücke, ein gallo-römisches Schiff und weitere antike Bauwerke entdecken – begleitet von modernen Kunstwerken. Der Park bietet ein besonderes Outdoor-Erlebnis mit Dolmen, Findlingen aus der Gletscherzeit sowie Vorführungen antiker Handwerkskunst und experimenteller Archäologie. Außerdem beherbergt Laténium die archäologische Abteilung der Direktion für Kulturerbe des Kantons Neuchâtel sowie den Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte der Universität Neuchâtel. Damit ist es ein Zentrum für Forschung und Bildung. Seine lebendigen Exponate und Outdoor-Installationen machen den Ausflug in Europas weit zurückliegende Vergangenheit zu einem immersiven Erlebnis – mit Fokus auf das kulturelle Erbe der Region Neuchâtel.

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Tipp: Um Laténium in vollen Zügen zu genießen, planen Sie Ihren Besuch unter der Woche außerhalb der Hauptferienzeiten ein – dann ist es meist deutlich ruhiger. Tickets können vor Ort gekauft werden, aber es empfiehlt sich, vorher auf der offiziellen Website nach besonderen Ausstellungen oder Veranstaltungen zu schauen. Das Museum bietet Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Der archäologische Freiluftpark ist ganzjährig zugänglich, sofern das Wetter mitspielt – entsprechend sollten Sie sich kleiden. Für ein noch tieferes Verständnis sind geführte Touren und Bildungsveranstaltungen verfügbar und empfehlenswert. Um die Verfügbarkeit zu sichern, empfiehlt sich zudem, Gruppenbesuche oder spezielle Programme im Voraus zu buchen.

Interessante Fakten

  • Laténium ist nach der nahegelegenen Fundstätte La Tène benannt, die dem zweiten Abschnitt der europäischen Eisenzeit ihren Namen gab.
  • Die Sammlung des Museums umfasst über 525.000 Fundstücke und zählt damit zu den größten Archäologiesammlungen der Schweiz.
  • Der archäologische Park zeigt experimentelle Rekonstruktionen wie ein gallo-römisches Schiff und eine keltische Brücke.
  • Laténium war das erste Schweizer Museum, das 2003 den European Museum of the Year Award erhielt.
  • Das Museum steht auf ehemaligen Seeufer-Bereichen, die nach dem Absenken des Seespiegels um 2,7 Meter während der Jura-Wasserkorrektur ausgegraben wurden.

Geschichte

2001

Das Museum Laténium wurde im Jahr 2001 eröffnet – nach mehr als zwei Jahrzehnten Planung und öffentlicher Zustimmung, darunter einem Referendum von 1996, bei dem 66 % der Bevölkerung von Neuchâtel für das Projekt votierten.

Es entstand auf archäologischen Fundstellen, die während des Baus der A5 sowie der Jura-Wasserkorrektur ausgegraben wurden.

Dabei kamen zahlreiche Funde aus Seeufer-Siedlungen und prähistorischen Siedlungen zutage.

Diese Entdeckungen machten den Bedarf nach einem eigenen Archäologiemuseum im Kanton deutlich – als Ersatz für das kleinere bisherige Museum.

Seit seiner Eröffnung ist Laténium eine führende Einrichtung für Archäologie in der Schweiz.

2003

Das wird auch durch Auszeichnungen wie den „European Museum of the Year“ im Jahr 2003 sowie eine Medaille für archäologische Vermittlung im Jahr 2018 anerkannt.

Ortsführer

1
Archäologischer Park

Ein 2,5 Hektar großer Freiluftpark mit Rekonstruktionen prähistorischer und antiker Strukturen – darunter ein Pfahlbau aus der Bronzezeit, eine keltische Brücke, ein gallo-römisches Schiff sowie ein Fischerhaus mit Piroge. Außerdem werden im Park Dolmen, Findlinge aus der Gletscherzeit und ausgewählte regionale Pflanzen gezeigt. So entsteht für Besucher ein intensives Erlebnis früherer Landschaften.

2
Dauerausstellung2001

Die Dauerausstellung des Museums erstreckt sich über 2.200 Quadratmeter und zeigt rund 3.000 Exponate – von der Steinzeit bis ins Mittelalter. Didaktisch aufgebaut, führt sie Besucherinnen und Besucher vom heutigen Menschen zurück durch die prähistorischen Zeiten. Dabei werden Werkzeuge und kulturelle Entwicklungen verschiedener Homininenarten gezeigt, darunter Homo sapiens, Neandertaler und Homo erectus.

3
Bevaix-Boat-Ausstellung

Ein besonderes Highlight des Museums ist das Boot von Bevaix: ein 20 Meter langes gallo-römisches Schiff, das in Bevaix entdeckt wurde. Es wird in Innenräumen präsentiert und steht sinnbildlich für die Technologie antiker Wasserfahrzeuge aus der Region.

Kontakt

Telefon: 032 889 69 17