
Kollegiatkirche von Neuchâtel
Neuchâtel
Die Kollegiatkirche von Neuchâtel, die vor Ort auch als Collégiale de Neuchâtel bekannt ist, ist eine bedeutende reformierte Kirche in der Stadt Neuchâtel in der Schweiz. Die Kirche wurde zunächst um 1190 errichtet und besitzt ein romanisches Fundament mit bedeutenden gotischen Ergänzungen – darunter ihre markanten zwei Türme sowie ein eindrucksvoller Kreuzungsturm mit eigenen Fenstern. Das Dach ist mit farbigen Kacheln geschmückt und macht die Kirche besonders reizvoll. Historisch diente sie als Kollegiatkirche, die der Jungfrau Maria (Notre Dame) gewidmet war, und liegt direkt neben dem Schloss von Neuchâtel. Zum Kirchenkomplex gehört außerdem ein gut erhaltener gotischer Kreuzgang im Norden. Über die Jahrhunderte hat sie mehrere Restaurierungen durchlaufen, darunter vor allem im späten 19. Jahrhundert unter dem Architekten Léo Châtelain und erneut von 2008 bis 2022 – so blieb die architektonische Substanz erhalten. Im Inneren sind zwei bemerkenswerte Orgeln zu finden: eine historische Walcker-Orgel von 1870 sowie eine moderne St-Martin-Orgel von 1996, entworfen von Guy Bovet. Die Kirche ist weiterhin für Gottesdienste geöffnet in der Église réformée évangélique du canton de Neuchâtel und wird zudem als Konzertstätte genutzt – ein Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt. Das Grabdenkmal der Grafen von Neuchâtel im Chor ist ein nationales Kulturjuwel und gilt als eines der wichtigsten Grabmäler der Schweiz. Der eher nüchterne Baustil der Kirche verzichtet auf typische gotische Zierformen und setzt stattdessen auf hochwertige Bildhauerkunst – das unterstreicht ihren besonderen Charakter und die historische Bedeutung.
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Tipp: Besucher sollten in Erwägung ziehen, eines der Konzerte in der Kirche zu besuchen, um die berühmte Akustik und die beeindruckende St-Martin-Orgel zu erleben. Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühling und Sommer, wenn das Wetter angenehme Erkundungen der Kirche und des Kreuzgangs erlaubt. Es wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen – besonders in der Hauptsaison. Die Kirche ist für Besucher jeden Alters zugänglich und bietet Einblicke in religiöse Geschichte ebenso wie in die Entwicklung der Architektur. Für Gruppen und Seniorinnen/Senioren können Ermäßigungen verfügbar sein; Informationen dazu gibt es auf der offiziellen Website oder beim Kontakt mit dem Kirchenbüro.
Interessante Fakten
- •Im Chor befindet sich das Grabdenkmal der Grafen von Neuchâtel – gilt als das wichtigste Grabdenkmal der Schweiz.
- •Der Nordturm, der eines der vier Glockenhäuser der Kirche beherbergt, wurde erst im 19. Jahrhundert errichtet (1867–1870).
- •Das Dach der Kirche ist mit farbigen Kacheln gedeckt – eine für viele gotische Kirchen untypische Besonderheit.
- •Die Kirche beherbergt zwei Orgeln: eine Walcker-Orgel von 1870 (derzeit nicht in Gebrauch) und eine moderne St-Martin-Orgel von 1996, die auf Luftkissen aufgebaut ist, wodurch sie trotz ihrer großen Größe und ihres Gewichts beweglich bleibt.
- •Die Kirche veranstaltet regelmäßig Konzerte und macht sich dabei die hervorragende Akustik sowie die historischen Instrumente zunutze.
Geschichte
Der Bau der Kollegiatkirche begann um 1190 im romanischen Stil, später kamen gotische Ergänzungen hinzu – unter anderem die oberen Bauteile und der Kreuzgang.
Der Südturm wurde in der zweiten Hälfte des 13.
Jahrhunderts errichtet, während der Nordturm aus einer im 19.
Jahrhundert abgeschlossenen Restaurierung stammt und auf 1870 datiert.
Die Kirche war ursprünglich der Jungfrau Maria geweiht und diente als Kollegiatkirche.
Sie wurde mehrfach restauriert, vor allem im späten 19.
Jahrhundert unter dem Architekten Léo Châtelain und neuerdings von 2008 bis 2022, wobei ihr historischer und architektonischer Wert erhalten blieb.
Das Grabdenkmal der Grafen von Neuchâtel im Chor ist ein bedeutendes historisches Zeugnis, das national anerkannt ist.
Ortsführer
Südturm13. Jahrhundert
Im zweiten Abschnitt der 13. Jahrhunderts errichtet, ist der Südturm einer der beiden markanten Kirchtürme und beherbergt historische Glocken. Er trägt zudem zur Silhouette der Kirche bei.
Nordturm1867-1870
Der Nordturm wurde während der Restaurierung im 19. Jahrhundert errichtet (1867–1870). Er ergänzt den Südturm und beherbergt die Glocke, die für das 400-jährige Jubiläum der Reformation in Neuchâtel gegossen wurde.
Gotischer KreuzgangGotik (13.–15. Jahrhundert)
Der Kreuzgang liegt an der Nordseite der Kirche und ist eine erhaltene gotische Anlage. Er gibt Einblicke in das mittelalterliche Klosterleben und in die Architektur dieser Zeit.
Grabdenkmal der Grafen von NeuchâtelMittelalter
Im Chor gelegen, ist dieses Denkmal ein national bedeutendes Objekt des kulturellen Erbes. Es gilt als das wichtigste Grabdenkmal der Schweiz.
St-Martin-Orgel1996
Eine große Pfeifenorgel, die 1996 von der Manufacture d’orgues St.-Martin auf der Grundlage eines Entwurfs von Guy Bovet gebaut wurde. Sie verfügt über 41 Register auf vier Manualen und Pedal, mit mechanischer Traktur, und ist trotz eines Gewichts von rund 11 Tonnen auf Luftkissen beweglich.
Kontakt
Telefon: 032 717 73 84