
Löwendenkmal
Luzern
Das Löwendenkmal, auch Lion Monument genannt, ist ein berühmtes Felsrelief, das in einen Sandsteinfelsen in Luzern, Schweiz, gehauen ist. Es wurde vom dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen entworfen und von Steinmetz Lukas Ahorn zwischen 1820 und 1821 ausgeführt. Es erinnert an die Schweizer Gardisten, die 1792 bei der Erstürmung des Tuilerienpalastes in Paris im Zuge der Französischen Revolution ums Leben kamen. Das Denkmal zeigt einen tödlich verwundeten Löwen, der mit einer Lanze durchbohrt ist, daliegend mit dem Kopf auf einem Schild, der die Lilie (fleur-de-lis) der französischen Monarchie trägt – ein Sinnbild für die Treue und das Opfer der Schweizer Gardisten. Daneben liegt ein weiterer Schild mit dem Wappen der Schweiz. Mit etwa zehn Metern Länge und sechs Metern Höhe befindet sich das Denkmal in einem kleinen Park nahe eines Teichs und schafft eine feierliche, nachdenkliche Atmosphäre. Es zählt zu den meistbesuchten Denkmälern der Schweiz und zieht jährlich rund 1,4 Millionen Besucher an. Am Löwendenkmal ist die lateinische Inschrift „Helvetiorum Fidei ac Virtuti“ (Zur Treue und Tapferkeit der Schweizer) angebracht; außerdem werden die Namen der gefallenen Offiziere sowie die ungefähren Zahlen der Soldaten aufgeführt, die starben oder überlebten. Das Löwendenkmal ist ein starkes Symbol für den Mut und die Standhaftigkeit der Schweizer – unter anderem von Mark Twain als „das traurigste und bewegendste Stück Stein der Welt“ gelobt.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Löwendenkmals ist tagsüber: Das natürliche Licht hebt die feinen Details der Skulptur besonders hervor, und der umliegende Park bietet eine ruhige Kulisse. Erkunden Sie unbedingt auch den nahegelegenen Teich und die Gedenkkapelle, um das Erlebnis noch besser abzurunden. Tickets sind nicht erforderlich, da das Denkmal frei zugänglich ist. Wer jedoch zusätzliche Veranstaltungen oder geführte Touren sucht, sollte auf der offiziellen Website oder bei der lokalen Touristeninformation nachsehen. Der Ort ist gut gepflegt, und Spenden bzw. Beiträge zur Erhaltung werden gern angenommen. Vermeiden Sie die Stoßzeiten, damit Sie den Besuch in Ruhe und mit mehr Muße genießen können.
Interessante Fakten
- •Das Löwendenkmal wird jährlich von etwa 1,4 Millionen Touristen besucht und zählt damit zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Schweiz.
- •Mark Twain beschrieb das Denkmal als „das traurigste und bewegendste Stück Stein der Welt“.
- •Die Löwenskulptur ist direkt in einen Sandsteinfelsen gemeißelt und misst ungefähr 10 Meter Länge sowie 6 Meter Höhe.
- •Das Denkmal zeigt zwei Schilde: einen mit der Lilie als Sinnbild für die französische Monarchie und einen mit dem Schweizer Wappen.
- •Die lateinische Inschrift „Helvetiorum Fidei ac Virtuti“ übersetzt sich zu „Zur Treue und Tapferkeit der Schweizer“.
Geschichte
Das Löwendenkmal wurde 1818 von Karl Pfyffer von Altishofen in Auftrag gegeben.
Der Offizier der Schweizer Garde hatte den Angriff auf den Tuilerienpalast 1792 überlebt und wollte seinen gefallenen Kameraden gedenken.
Finanziert wurde das Denkmal vor allem von europäischen Königshäusern und konservativen Kreisen.
Entworfen wurde es von Bertel Thorvaldsen, ausgeführt wurde die Steinmetzarbeit von Lukas Ahorn in einem ehemaligen Sandsteinbruch nahe Luzern.
1821 wurde es anlässlich des Jahrestags des Angriffs enthüllt.
Das Denkmal erinnert an etwa 760 Schweizer Gardisten, die während der Revolution die französische Monarchie verteidigten und dabei starben – eine Zahl, die neuere Forschungen zufolge möglicherweise etwas überhöht ist.
Trotz anfänglicher politischer Kontroversen wegen seiner königstreuen Symbolik ist das Löwendenkmal heute zu einem geschätzten nationalen Symbol geworden und wurde 2006 unter Schweizer Denkmalschutz gestellt.
Ortsführer
Löwenskulptur1821
Eine große, tief ausdrucksstarke Reliefdarstellung eines sterbenden Löwen, der mit einer Lanze durchbohrt ist und stellvertretend für das Opfer und die Treue der Schweizer Gardisten steht. Der Löwe legt den Kopf auf dem Schild mit der französischen königlichen fleur-de-lis ab, während das Schweizer Wappen in der Nähe zu sehen ist.
Gedenkteich und Park
Das Denkmal liegt neben einem ruhigen Teich in einem kleinen Parkbereich und verstärkt so die stille, nachdenkliche Atmosphäre. Der Teich dient außerdem als Wünschbrunnen und wird zweimal im Jahr gereinigt.
Gedenkkapelle
Direkt neben dem Parkeingang des Denkmals bietet die Kapelle einen ruhigen Ort, an dem Besucher den gefallenen Schweizer Gardisten gedenken können.
Kontakt
Telefon: 041 227 17 17