Segantini-Museum

Graubünden

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Das Segantini-Museum in St. Moritz in der Schweiz ist den Werken von Giovanni Segantini gewidmet, einem renommierten italienischen Maler des späten 19. Jahrhunderts, bekannt für seine großen pastoralen Alpenlandschaften und seinen symbolistischen Stil. Das Museum wurde 1908 eröffnet und vom Architekten Nicolaus Hartmann als begehbares Monument entworfen, inspiriert vom Pavillon, den Segantini für die 1900 Pariser Weltausstellung gestaltet hatte. Die markante Kuppel und die Verwendung von lokalem Gestein fügen das Gebäude harmonisch in die Engadiner Berglandschaft ein. Das Museum zeigt rund fünfzig Werke aus allen Schaffensphasen von Segantini, darunter berühmte Gemälde wie „Ave Maria an der Kreuzung“, „Grisons Woman at the Fountain“, „Early Mass“ und „Midday in the Alps“. Im Mittelpunkt steht das „Alpine Triptych“, das im oberen, kuppelartig beleuchteten Saal ausgestellt ist: Das Licht verändert sich im Tagesverlauf und verstärkt so die Farben. Das Triptychon symbolisiert die Lebenszyklen anhand von Szenen alpiner Natur und knüpft geografisch an Segantinis Sterbehütte auf dem nahegelegenen Schafberg an. Außerdem gibt es Fotografien des Künstlers und seiner Familie sowie eine Büste von Paolo Troubetzkoy. Das Segantini-Museum ist sowohl Galerie als auch Gedenkmonument – und spiegelt Segantinis tiefe Verbundenheit mit der Alpenregion sowie sein künstlerisches Erbe wider.

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Tipp: Besuchen Sie das Segantini-Museum in den Sommer- oder Wintermonaten, um besondere Ausstellungen zu erleben – zum Beispiel selten gezeigte Stillleben von Giovanni Segantini. Um Wartezeiten zu vermeiden, lohnt sich der Kauf von Tickets im Voraus, besonders in den Hauptreisezeiten. Das Museum bietet Ermäßigungen für bestimmte Gruppen; Details finden Sie auf der offiziellen Website. Das Licht in der Kuppelgalerie variiert mit dem Tageslicht – ein Besuch zu unterschiedlichen Zeiten kann daher ganz besondere Eindrücke ermöglichen.

Interessante Fakten

  • Die Kuppel des Museums wurde von Segantinis Entwurf für einen Pavillon auf der 1900 Pariser Weltausstellung inspiriert und symbolisiert ein begehbares Monument für den Künstler.
  • Das „Alpine Triptych“ in der Kuppelhalle verändert im Tagesverlauf sein Erscheinungsbild durch natürliches Licht, das über Oberlichter einfällt.
  • Geografisch ist das Museum auf Segantinis Sterbehütte auf dem Schafberg ausgerichtet – das unterstreicht seine Verbundenheit mit der Alpenlandschaft.
  • Der Kunsthändler Vittore Grubicy spielte eine entscheidende Rolle dabei, Segantinis Karriere zu unterstützen und das Museum mitzugründen.
  • Eine Büste von Giovanni Segantini des Bildhauers Paolo Troubetzkoy ist im Museum ausgestellt.

Geschichte

Das Segantini-Museum wurde am 28.

1908

September 1908 eingeweiht – neun Jahre nach dem Tod des Künstlers – als Tribut an Giovanni Segantinis Leben und Werk.

1900

Es wurde nach Plänen von Nicolaus Hartmann errichtet, um dem Pavillon zu ähneln, den Segantini für die 1900 Pariser Weltausstellung entworfen hatte, allerdings verkleinert und mit lokalen Materialien gebaut.

Die Gründung wurde vom Freund und Arzt Segantinis, Dr.

Oskar Bernhard, angestoßen und durch einen Ausschuss sowie eine örtliche Bankfinanzierung unterstützt.

Die erste Sammlung bestand aus Werken, die von Segantinis Kunsthändler Vittore Grubicy ausgeliehen wurden; spätere Ankaufsmöglichkeiten ergaben sich durch Fördermittel aus der Schweizer Regierung und der Gottfried Keller Foundation.

1928

Trotz finanzieller Herausforderungen, darunter Verzögerungen durch den Ersten Weltkrieg, war die Sammlung bis 1928 gesichert – und damit wurde das Museum zu einem dauerhaften Zuhause für Segantinis Kunst.

Ortsführer

1
Alpine Triptych1896-1899
Giovanni Segantini

Segantinis Meisterwerk in der großen Kuppelhalle, bestehend aus drei Tafeln, die den Lebenszyklus in alpiner Umgebung darstellen: „Becoming“ (Abendwiese nahe Soglio), „Being“ (Blick vom Schafberg) und „Passing“ (winterliche Maloja-Landschaft vor Sonnenaufgang). Das Licht über Oberlichter verändert die Farben im Tagesverlauf dynamisch.

2
Dauerhafte Sammlung von Segantini-Gemälden1880s-1890s
Giovanni Segantini

Etwa fünfzig Werke, die alle Phasen von Segantinis künstlerischer Laufbahn abdecken – darunter bekannte Gemälde wie „Ave Maria an der Kreuzung“ (1886), „Grisons Woman at the Fountain“ (1887), „Early Mass“ (1885) und „Midday in the Alps“ (1891).

3
Fotografien und Familienarchiv

Ausstellungen von Fotografien, die Segantinis Leben, Familie und künstlerischen Arbeitsprozess dokumentieren, und Einblicke in den persönlichen Hintergrund des Künstlers sowie seine Arbeitsweise geben.

4
Büste von Giovanni Segantiniearly 20th century
Paolo Troubetzkoy

Eine Skulptur von Paolo Troubetzkoy, die den Künstler darstellt und seine Bedeutung hervorhebt sowie sein Erbe würdigt.

Kontakt

Telefon: 081 833 44 54