Landwasserviadukt

Landwasserviadukt

Graubünden

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Das Landwasserviadukt ist eine bemerkenswerte Eisenbahnbrücke mit einem Gleis im Kanton Graubünden in der Schweiz. Sie überspannt den Landwasser zwischen Schmitten und Filisur. Die zwischen 1901 und 1902 aus dunklem Kalkstein errichtete Brücke besitzt sechs Bögen, die auf fünf hohen Pfeilern aufliegen. Besonders hervorzuheben ist die ausgeprägte Kurve mit einem Radius von nur 100 Metern – die engste auf der Albula-Strecke. Das Viadukt ist 65 Meter hoch und 136 Meter lang; sein südöstliches Ende geht nahtlos in den 216 Meter langen Landwasser-Tunnel über, der in eine steile, senkrechte Felswand gehauen ist. Entworfen wurde das Bauwerk von dem Ingenieur Alexander Acatos und gebaut von Müller & Zeerleder für die Rhätische Bahn. Es war zur damaligen Zeit ein technisches Meisterstück: errichtet wurde ohne Gerüste, stattdessen mit Kränen und stahlbewehrten Kernen innerhalb der Pfeiler. Es ist ein markantes Element der Albula-Bahn, die seit 2008 UNESCO-Welterbe ist, und befördert weiterhin jährlich rund 22.000 Züge – darunter auch landschaftlich reizvolle Verbindungen wie den Glacier Express. 2009 erfolgte die erste größere Sanierung; dabei wurden das historische Mauerwerk und die Gleiswanne erhalten. Durch seine dramatische Lage und die elegante Gestaltung ist das Viadukt ein ikonisches Symbol für die Schweizer Bahntechnik und für Besucher der Alpenregion ein absolutes Muss.

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Tipp: Für das beste Erlebnis besuchen Sie das Viadukt bei Tageslicht, damit Sie die beeindruckende Architektur und die malerische Umgebung in vollen Zügen genießen können. Reisende sollten panoramareiche Zugfahrten wie den Glacier Express oder den Bernina Express im Voraus buchen, um Sitzplätze mit optimaler Aussicht auf das Viadukt zu sichern. Ein Fußweg in der Nähe der Brücke ermöglicht es Besuchern, die Fundamente in etwa 10 Minuten zu Fuß von der Straße Alvaneu–Filisur aus zu erreichen. Meiden Sie Besuche bei starkem Regen oder Winterstürmen, um sicher zu bleiben und klarere Sicht zu haben. Je nach Angebot können Ermäßigungen für Gruppenbuchungen und Kinder auf Verbindungen der Rhätischen Bahn verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • Das Landwasserviadukt hat eine sehr ausgeprägte Kurve mit einem Radius von nur 100 Metern – dem kleinsten auf der Albula-Strecke.
  • Es wurde ohne Gerüste gebaut, eine zur damaligen Zeit seltene und innovative Technik: Dafür kamen Kräne und stahlbewehrte Kerne innerhalb der Pfeiler zum Einsatz.
  • Das Viadukt ist 65 Meter hoch und 136 Meter lang; es besitzt sechs Bögen, die jeweils 20 Meter überspannen.
  • Rund 22.000 Züge überqueren das Viadukt jährlich, im Schnitt etwa 60 pro Tag.
  • Der südöstliche Widerlagerbereich des Viadukts mündet direkt in den 216 Meter langen Landwasser-Tunnel, der in eine senkrechte Felswand gehauen ist.
  • Das Landwasserviadukt gehört seit 2008 zur UNESCO-Welterbestätte Albula-Bahn.
  • Es tauchte kurz in der Popkultur auf – unter anderem im Animationsfilm „Anastasia“ aus dem Jahr 1997 sowie im Film „A Cure for Wellness“.

Geschichte

1901

Der Bau des Landwasserviadukts begann im März 1901 und wurde bis Oktober 1902 fertiggestellt.

Entworfen vom Ingenieur Alexander Acatos, wurde die Brücke von Müller & Zeerleder für die Rhätische Bahn errichtet, um die Albula-Strecke zu verbinden.

Besonders bemerkenswert war dabei die innovative Technik, die tragenden Kalksteinpfeiler ohne Gerüste zu bauen: Stattdessen nutzte man interne Stahlsupports und Kräne.

Das Viadukt ging kurz nach der Fertigstellung in Betrieb und ist seitdem eine wichtige Schienenverbindung in der Region geblieben.

2008

2008 wurde die Albula-Bahn – einschließlich des Landwasserviadukts – zum UNESCO-Welterbe ernannt.

2009

Die erste bedeutende Sanierung des Viadukts fand 2009 statt, also über ein Jahrhundert nach der Bauzeit, um die statische Sicherheit und das äußere Erscheinungsbild zu erhalten.

Ortsführer

1
Viaduktstruktur und Bögen1901-1902
Alexander Acatos

Das Landwasserviadukt besitzt sechs Kalksteinbögen, die jeweils 20 Meter überspannen. Getragen werden sie von fünf hohen Pfeilern, die um stahlbewehrte Kerne herum gebaut wurden. Die Bögen sind flach, und die gesamte Konstruktion verläuft in einer starken Kurve mit einem Radius von 100 Metern – was sie zu einer einzigartigen Ingenieursleistung macht.

2
Landwasser-Tunnel: Eingangsbereich1901-1902
Alexander Acatos

Am südöstlichen Ende des Viadukts geht das Gleis in den 216 Meter langen Landwasser-Tunnel über, der senkrecht in eine Felswand gehauen ist. Die Einfahrt des Tunnels ist exakt auf das Viadukt ausgerichtet – so entsteht ein dramatischer Übergang von der Brücke in den Tunnel.

3
Aussichtspunkte und Zugangspfad

Von der Straße Alvaneu–Filisur führt ein Fußweg die Besucher innerhalb von 10 Minuten bis zu den Fundamenten des Viadukts. So lassen sich die Bauwerke ganz nah erleben. Weitere Aussichtspunkte gibt es an nahegelegenen Straßen sowie aus den Zügen, die sich von Tiefencastel oder Davos her annähern – für spektakuläre Perspektiven auf das geschwungene Viadukt und den Tunnel.

Kontakt

Telefon: 081 288 65 65