
St. Moritz
Graubünden
St. Moritz ist eine angesehene Kur- und Ferienstadt im Oberengadin der Schweiz auf etwa 1.800 Metern über dem Meeresspiegel. Sie ist der Hauptort der Region Oberengadin im Kanton Graubünden. Die Stadt liegt an den südlichen Hängen der Albula-Alpen unterhalb des Gipfels Piz Nair und bietet einen Blick auf das weitläufige, vergletscherte Oberengadin sowie auf den malerischen St.-Moritz-See. Als Vorreiter im Wintertourismus begann die moderne Geschichte des Winterresorts in St. Moritz im Jahr 1864, als der Hotelier Caspar Badrutt britische Sommergäste einlud, im Winter zurückzukehren – und damit die Geburt des alpinen Wintertourismus markierte. Die Stadt kann auf eine reiche sportliche Tradition zurückblicken: Sie war zweimal Gastgeber der Olympischen Winterspiele (1928 und 1948) sowie von zahlreichen Weltmeisterschaften im Bobsport, im alpinen Skilauf und in weiteren Wintersportarten. Architektonisch verbindet St. Moritz traditionellen alpinen Charme mit modernem Luxus – darunter historische Hotels wie das Kulm Hotel, das in der Schweiz als erstes elektrisches Licht einführte. Auch kulturell hat die Stadt einiges zu bieten: Museen und Galerien präsentieren lokale Kunst. Die einzigartige Mischung aus natürlicher Schönheit, sportlicher Tradition und erstklassigen Annehmlichkeiten macht St. Moritz zu einem begehrten Reiseziel das ganze Jahr über – bekannt als „Top of the World“.
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Tipp: Die beste Zeit, um St. Moritz für Wintersport zu besuchen, ist zwischen Dezember und März, wenn die Schneebedingungen optimal sind. Für einen Sommerbesuch bieten sich Ende Juni bis September an – dann sind die Temperaturen angenehm zum Wandern und für Aktivitäten am See. Es empfiehlt sich, Unterkünfte und Veranstaltungstickets im Voraus zu buchen, besonders während großer sportlicher Events oder Festivals. Besucher können von verschiedenen Rabatten für Touristen profitieren und sollten für aktuelle Angebote und saisonale Aktivitäten die offizielle Website von St. Moritz prüfen. Das Erkunden des zugefrorenen Sees bei Winter-Events wie Snow Polo oder Eisbaden kann ganz besondere Erlebnisse bieten.
Interessante Fakten
- •St. Moritz war zweimal Gastgeber der Olympischen Winterspiele, 1928 und 1948, und das Stadion aus dem Jahr 1928 steht heute noch.
- •Hier fand 1878 am Kulm Hotel die erste Installation elektrischen Lichts in der Schweiz statt.
- •St. Moritz war Gastgeber der ersten Europäischen Eislauf-Meisterschaften im Jahr 1882 und der ersten Skischule in der Schweiz im Jahr 1929.
- •Einzigartige Winter-Events wie Turniere im Snow Polo und Cricket on Ice wurden auf dem zugefrorenen See veranstaltet.
- •Der Ausdruck „Top of the World“ ist seit 1987 eine eingetragene Marke des St.-Moritz-Tourismusbüros.
Geschichte
Die Geschichte von St.
Moritz reicht bis in die Bronzezeit zurück – belegt durch archäologische Funde wie Weihegaben und Waffen in der Nähe seiner Quellen.
Erstmals wurde der Ort etwa zwischen 1137 und 1139 als „ad sanctum Mauricium“ erwähnt; das Dorf wurde nach dem heiligen Mauritius benannt, einem frühen christlichen Märtyrer.
Die Heilquellen zogen seit dem Mittelalter Pilger an, und im Jahr 1519 gewährte Papst Leo X den Pilgern, die die Quellen besuchten, den vollständigen Ablass.
Die moderne Tourismus-Ära begann 1864, als Caspar Badrutt mit einer Wette den Wintertourismus anstieß, die britische Besucher zurück in den Winter brachte.
Seitdem hat sich St.
Moritz rasant entwickelt und prägte mit Innovationen wie dem ersten elektrischen Licht der Schweiz die Zukunft des Tourismus – zudem war die Stadt Gastgeber bedeutender sportlicher Veranstaltungen, darunter zwei Olympische Winterspiele und zahlreiche Weltmeisterschaften.
Ortsführer
Piz Nair und Skigebiet Corviglia
Der Piz-Nair-Berg mit 3.056 Metern Höhe ist der Hausberg über St. Moritz und beherbergt das weitläufige Skigebiet Corviglia. Es bietet 23 Skilifte und eine Vielzahl von Möglichkeiten für Wintersport.
St.-Moritz-See
Ein idyllischer See mitten in der Stadt: Der St.-Moritz-See ist der Mittelpunkt für Sommeraktivitäten wie Segeln und Windsurfen. Im Winter friert er zu und wird zur Bühne für besondere Events wie Snow Polo und Eiskricket.
Kulm Hotel1856
Eines der ältesten und bekanntesten Hotels in St. Moritz: Das Kulm Hotel war das erste Hotel in der Schweiz, das 1878 eine elektrische Beleuchtung installieren ließ, und spielte eine wichtige Rolle dabei, St. Moritz als luxuriöses Resort zu etablieren.
Olympiastadion1928
Dieses Stadion wurde für die Olympischen Winterspiele 1928 errichtet und ist bis heute ein historisches Denkmal in St. Moritz. Es steht sinnbildlich für die langjährige Verbindung der Stadt zum Wintersport und zu internationalen Wettkämpfen.