
Braunwald-Funicular
Glarus
Die Braunwald-Funicular, lokal auch als Braunwaldbahn bekannt, ist eine meterspurige Seilbahn im Kanton Glarus in der Schweiz. Sie verbindet das Taldorf Linthal auf 674 Metern Höhe mit dem autofreien Bergresort Braunwald auf 1.254 Metern und bietet damit eine wichtige Verkehrsverbindung für Bewohner und Touristen. Die 1907 eröffnete Standseilbahn wurde ursprünglich vollständig mit privaten Mitteln gebaut, um den Tourismus und den Gütertransport nach Braunwald zu unterstützen. Im Laufe der Jahrzehnte erhielt sie mehrere Modernisierungen – darunter Geschwindigkeitssteigerungen und neue Fahrzeuge –, um die Kapazität und den Komfort für Fahrgäste zu verbessern. Die Strecke ist 1.367 Meter lang, die maximale Steigung beträgt 68%, und die Fahrzeit liegt bei etwa 4,5 Minuten bei einer Geschwindigkeit von 6 Metern pro Sekunde. Die Bahn ist mit fortschrittlichen Sicherheitssystemen ausgestattet, darunter Videoüberwachung und eine automatische Hinderniserkennung. Braunwald selbst ist ein malerisches autofreies Resorthäuschen auf einer Terrasse in den Glarner Alpen, umgeben von markanten Gipfeln wie Ortstock und Bös Fulen. Die Braunwald-Funicular bringt nicht nur Touristen zu Skipisten und Wanderwegen, sondern bietet auch eine wichtige Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr – eingebunden in das regionale Ostwind-Fahrpreisnetz. Ihr Betrieb trägt dazu bei, dass das Dorf als ruhiger Alpenrückzugsort erhalten bleibt – erreichbar ist es nur per Bahn.
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Tipp: Besucher sollten in Erwägung ziehen, Kombitickets zu kaufen, die die Funicular und die anschließenden Züge beinhalten, um alles möglichst unkompliziert zu gestalten. Die Funicular verkehrt ganzjährig, aber die beste Zeit für einen Besuch in Braunwald sind die Sommermonate der Wandersaison und die Winter-Skiphasen. Während der Ferien-Hochsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen, um Wartezeiten zu vermeiden. Parkmöglichkeiten gibt es am Bahnhof Linthal Braunwaldbahn, von wo aus die Funicular bequem zu erreichen ist. Lokale Taxiunternehmen übernehmen Fahrten innerhalb von Braunwald, und Gondelbahnen bieten zudem Zugang zu weiteren Bergregionen. Je nach Angebot können Ermäßigungen für regionale Fahrausweise und Gruppenbuchungen verfügbar sein.
Interessante Fakten
- •Die Braunwald-Funicular befördert jährlich zwischen 400.000 und 500.000 Fahrgäste sowie ungefähr 6.000 Tonnen Güter.
- •Sie ist eines der wenigen autofreien Schweizer Resorts, die nur mit einer Standseilbahn erreichbar sind.
- •Die Funicular nutzt moderne Sicherheitssysteme wie Videoüberwachung und eine automatische Hinderniserkennung, um die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten.
- •Die maximale Steigung der Strecke beträgt 68%, womit sie zu den steilsten Standseilbahnen in der Schweiz zählt.
- •Die Funicular ist in das regionale Ostwind-Fahrpreisnetz integriert und ermöglicht so nahtlose Verbindungen im öffentlichen Verkehr.
Geschichte
Die Braunwald-Funicular wurde am 6.
August 1907 eingeweiht – nachdem sie vollständig privat finanziert worden war, um den Tourismus und den Gütertransport nach Braunwald zu stärken.
Zunächst wurde sie nur im Sommer betrieben, wechselte aber 1928 auf den ganzjährigen Betrieb, als der lokale Tourismusverein die Mehrheitsbeteiligung übernahm.
1932 wurden umfangreiche Verbesserungen vorgenommen, um die Geschwindigkeit zu verdoppeln und die Fahrzeit von 20 auf 10 Minuten zu reduzieren.
1939 wurden hölzerne Wagen durch leichte Metallfahrzeuge ersetzt.
Weitere Modernisierungen in den 1960er-Jahren umfassten neue Stationen, Antriebssysteme und Wagen, die die Geschwindigkeit auf 3,5 m/s erhöhten.
Die Talstation der Funicular wurde 1981 verlegt, um direkt an die Strecke der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) anzuschließen; die Haltestelle Linthal Braunwaldbahn wurde 1982 eröffnet.
Eine umfassende Renovierung im Jahr 1997 brachte neue Gleise und neue Fahrzeuge und verbesserte damit Sicherheit und Kapazität.
Ortsführer
Untere Station in Linthal Braunwaldbahn1981
Die Talstation ist direkt an das Netz der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) angebunden. Sie verfügt über Parkmöglichkeiten und einen praktischen Umstieg für Regionalzüge. Außerdem gibt es eine einzigartige Rollspur zum Verladen von Ölfässern. Sie ist der Ausgangspunkt der Seilbahnlinie.
Standseilbahnwagen1997
Die Standseilbahn betreibt zwei Wagen mit einer Kapazität von jeweils 114 Fahrgästen oder 95 Fahrgästen plus 1,5 Tonnen Güter. Die Wagen sind mit hydraulischen Dämpfern und Spiralfedern für eine komfortable Fahrt ausgestattet sowie mit großen Fenstern für Panoramablicke. Seit 2007 tragen die Wagen ein markantes weiß-rotes Erscheinungsbild.
Obere Station in Braunwald1964 (wiederaufgebaut), 1997 (modernisiert)
Die Bergstation in Braunwald ist das Tor zum autofreien Resorthäuschen. Von hier aus gelangt man zu lokalen Taxidiensten sowie zu weiteren Seil- und Liftanlagen, die zu Skipisten und Wanderwegen führen. Die Anlagen der Station wurden in den 1960er-Jahren neu gebaut und im Rahmen der Renovierung 1997 modernisiert.