Parc des Bastions

Parc des Bastions

Genève

80/10090 min

Der Parc des Bastions ist der historischste und zentralste Park in Genf, Schweiz. Er wurde im frühen 18. Jahrhundert während einer Pestepidemie gegründet und sollte der Öffentlichkeit trotz Quarantänebeschränkungen einen grünen Rückzugsort bieten. Später wurde der Park erweitert und in das Gelände der Universität Genf integriert. Heute beherbergt er die wichtigste öffentliche Bibliothek der Stadt sowie weitere Universitätsgebäude. Der Park bietet über 140 beschriftete Bäume, die mehr als 200 Arten aus der ganzen Welt repräsentieren, und macht den Besuch zu einer botanischen Entdeckungsreise. Bekannt ist der Parc des Bastions auch für seine riesigen Schachbretter und Spieltische für Brettspiele wie Go und Dame – ein Ort, an dem das Miteinander sichtbar wird. Im Mittelpunkt steht die Reformation Wall, ein monumentales Denkmal für bedeutende protestantische Reformatoren wie John Calvin und Guillaume Farel. Es steht sinnbildlich für das religiöse Erbe von Genf. Der Parc des Bastions bietet außerdem zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, darunter das alljährliche Course de l’Escalade und die Fête de la Musique, die zum lebendigen Gemeinschaftsleben der Stadt beitragen. Die 24/7-Zugänglichkeit und Annehmlichkeiten wie ein Musik-Pavillon und eine saisonale Eislaufbahn machen den Park zu einem attraktiven Ziel für das ganze Jahr.

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Tipp: Besuchen Sie den Parc des Bastions im Frühling und Sommer: Dann ist das Wetter angenehm und das Programm besonders lebhaft, etwa mit der Fête de la Musique. Der Park ist täglich 24 Stunden geöffnet und über mehrere Linien des öffentlichen Nahverkehrs erreichbar. Um Menschenmengen zu vermeiden, sind frühe Morgenstunden oder Wochentage am besten. Prüfen Sie zudem, ob im Park besondere Events oder temporäre Ausstellungen stattfinden. Der Eintritt ist kostenlos, und einige Aktivitäten wie das riesige Schach sind gratis nutzbar. Hunde müssen an der Leine geführt werden und sind auf den Rasenflächen nicht erlaubt. Halten Sie sich an die Regeln im Park, damit der Besuch ruhig und entspannt bleibt.

Interessante Fakten

  • Der Park verfügt über mehr als 140 beschriftete Bäume, die mehr als 200 Arten aus der ganzen Welt repräsentieren.
  • Das Reformation Wall-Denkmal im Park wurde 1917 eingeweiht und ehrt vier bedeutende protestantische Reformatoren: Guillaume Farel, John Calvin, Theodor Beza und John Knox.
  • Der Parc des Bastions bietet riesige Schachbretter und Spieltische für Spiele wie Go und Dame – beliebt bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen.
  • Der Park ist der traditionelle Startpunkt für das alljährliche Course de l’Escalade in Genf, ein historisches Stadtrennen.
  • 2023 wurde ein „Tree of Peace“ (Friedensbaum) gepflanzt, um den Besuch von Deskaheh Levi General zu würdigen.

Geschichte

1720

Der Parc des Bastions wurde 1720 von der Genfer Regierung als öffentlicher Park während einer Pestepidemie angelegt – mit einem Außenbereich für die Bürgerinnen und Bürger trotz Quarantäne.

1816

Zunächst hieß er Belle Promenade, wurde jedoch teilweise aufgegeben, bevor er 1816 im Zuge einer Hungersnot gerodet und zur Kartoffelzucht genutzt wurde.

1817

1817 wurde der Park zum Zuhause des ersten botanischen Gartens in Genf, der von Augustin Pyrame de Candolle gegründet wurde.

Unter Guillaume Henri Dufour wurden ein Orangerie- und ein Gewächshaus ergänzt.

1872

Bis 1872 wurde der Park in das Gelände der Universität Genf integriert; dort entstanden die Bibliothèque de Genève und weitere Universitätsgebäude.

1917

Die Reformation Wall wurde 1917 als Denkmal für protestantische Reformatoren errichtet.

Seitdem hat der Park Renovierungen durchlaufen und ist bis heute ein zentraler Ort für Kultur und Grünfläche in Genf.

Ortsführer

1
Reformation Wall (Mur des Réformateurs)1917
Guillaume Rolland (sculptor)

Eine monumentale Steinmauer mit lebensgroßen Statuen bedeutender protestantischer Reformatoren, darunter Guillaume Farel, John Calvin, Theodor Beza und John Knox. Die Inschrift „Post Tenebras Lux“ („Nach der Finsternis das Licht“) verläuft über das Denkmal und steht sinnbildlich für die Wirkung der Reformation. Die Reformation Wall ist ein zentrales historisches Wahrzeichen im Park.

2
Riesige Schachbretter und Spieltische

Nahe dem Parkeingang an der Place de Neuve finden sich diese übergroßen Schachbretter sowie Tische für Spiele wie Go und Dame. Sie bieten Besuchern jeden Alters interaktive Unterhaltung. Das farbenfrohe Schachbrett ist so gestaltet, dass es zu einer vielfältigen und gemischten Nutzung des Platzes anregt.

3
Bibliothèque de Genève (Geneva Public Library)1872 (building)

Das Hauptgebäude der Bibliothek befindet sich innerhalb des Parc des Bastions. Es beherbergt umfangreiche Bestände mit Fokus auf Geistes- und Sozialwissenschaften – darunter seltene Manuskripte und Karten. Die Bibliothek wurde 1559 gegründet, zog 1872 an diesen Standort und gehört zum Campus der Universität Genf.

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