
Museum für Kunst und Geschichte (Freiburg)
Freiburg
Das Museum für Kunst und Geschichte (Musée d’art et d’histoire de Fribourg, MAHF) ist eine bedeutende Kultureinrichtung in Freiburg, Schweiz. Es ist in zwei Hauptgebäuden untergebracht: im historischen Ratzéhof-Stadtschloss aus dem 16. Jahrhundert und in einem ehemaligen Schlachthof gegenüber der Murtenstrasse. Beide Häuser sind durch einen unterirdischen Gang miteinander verbunden. Die Sammlungen des Museums konzentrieren sich vor allem auf Kunst und kulturelle Artefakte aus dem Kanton Freiburg – von mittelalterlichen Skulpturen und Gemälden bis hin zu Werken des 19. und 20. Jahrhunderts lokaler Künstler wie Bruno Baeriswyl und Oswald Pilloud. Dauerpräsentationen widmen sich unter anderem Themen wie mittelalterlicher Kunst, barocker Frömmigkeit, Zünften und Handwerk, der Darstellung der Stadt, der Archäologie sowie der Goldschmiedekunst. Außerdem gibt es eigene Galerien für die Bildhauerin Adèle d’Affry (Herzogin von Castiglione Colonna) sowie für Kunst aus dem Bereich der Glasmalerei. Darüber hinaus zeigt das Museum wechselnde Ausstellungen zu historischen und kulturellen Themen und betreibt das Espace Jean-Tinguely–Niki-de-Saint-Phalle. Architektur und Sammlungen zusammen machen den Rundgang zu einer spannenden Reise durch die künstlerische und historische Entwicklung der Region.
Planen Sie Ihre Reise nach Schweiz mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Besucher sollten die offizielle Website des Museums prüfen, um die aktuellen Öffnungszeiten und die temporären Ausstellungen zu erfahren. Am besten kommt man unter der Woche, um Menschenmassen zu vermeiden. Tickets kann man oft im Voraus online kaufen, und es sind möglicherweise Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen verfügbar. Geführte Touren werden empfohlen, damit man den detaillierten historischen Kontext und die Kunstwerke in vollem Umfang würdigen kann.
Interessante Fakten
- •Das Museum ist teilweise im Ratzéhof untergebracht, einem Stadtschloss aus dem 16. Jahrhundert.
- •Es betreibt das Espace Jean-Tinguely–Niki-de-Saint-Phalle, das den berühmten Schweizer und französischen Künstlern gewidmet ist.
- •Zur Sammlung gehören Werke bekannter lokaler Künstler wie Bruno Baeriswyl, Joseph Reichlen und Raymond Buchs.
- •Eine eigene Galerie ist der Bildhauerin Adèle d’Affry gewidmet, die auch als Herzogin Castiglione Colonna bekannt ist.
- •Die beiden Hauptgebäude des Museums sind durch einen unterirdischen Gang unter der Murtenstrasse miteinander verbunden.
Geschichte
Die Anfänge des Museums reichen bis ins Jahr 1774 zurück, als Tobias Gerfer seine Medaillensammlung dem Jesuitenkolleg schenkte und damit die erste öffentliche Sammlung in Freiburg begründete.
1823 wurde das kantonale Museum an derselben Stelle offiziell ins Leben gerufen.
Die Sammlung wuchs durch Ankauf von Beständen aus dem säkularisierten Kloster Hauterive sowie durch private Schenkungen.
1922 zog das Museum in das Ratzéhof-Schloss.
Die heutige Aufteilung der Ausstellungssäle geht auf eine Renovierung zurück, die 1981 abgeschlossen wurde.
Beide Hauptgebäude sind im Kanton Freiburg als Kulturgüter von nationaler Bedeutung eingetragen.
Ortsführer
Ratzéhof-Schloss16. Jahrhundert
Ein Stadtschloss im Renaissance-Stil aus dem 16. Jahrhundert, das einen Teil der Sammlungen und Ausstellungen des Museums beherbergt – mit eindrucksvoller historischer Architektur und Kunst.
Gebäude des ehemaligen SchlachthofsUnbekannt
Das zweite Hauptgebäude des Museums, gegenüber dem Ratzéhof gelegen und durch einen unterirdischen Gang verbunden. Hier finden sich zusätzliche Ausstellungsräume.
Galerien für mittelalterliche und Renaissance-KunstMittelalter bis 16. Jahrhundert
Ausstellungen mit Skulpturen und Gemälden vom Mittelalter bis ins 16. Jahrhundert – darunter Werke von Hans Fries und weiteren regionalen Meistern.
Sammlungen zur modernen Kunst19. und 20. Jahrhundert
Darstellungen der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts von Freiburger Künstlern wie Bruno Baeriswyl, Joseph Reichlen, Hiram Brülhart, Oswald Pilloud, Raymond Buchs und Louis Vonlanthen.
Galerie von Adèle d’Affry (Herzogin Castiglione Colonna)19. Jahrhundert
Diese Galerie ist der Bildhauerin Adèle d’Affry (1836–1879) gewidmet und präsentiert ihre bedeutenden Werke sowie ihr künstlerisches Erbe.
Galerie für GlasmalereiVerschiedenes, frühes 20. Jahrhundert
Eine Sammlung von Kunstwerken aus Glasmalerei, darunter Projekte von Jozef Mehoffer und weiteren Künstlern – sie zeigen die Kunst des Glasmalens.
Kontakt
Telefon: 026 305 51 40