
Schloss Thun
Bern
Schloss Thun liegt in der Stadt Thun im Kanton Bern in der Schweiz und ist eine bemerkenswerte mittelalterliche Festung, die zwischen 1180 und 1190 von Herzog Berthold V. von Zähringen erbaut wurde. Mittelpunkt der Anlage ist der imposante 14 Meter hohe Rittersaal, der die Macht der Familie Zähringen widerspiegelt. Obwohl die Zähringer hier nie selbst wohnten, ging die Burg 1218 an das Haus Kyburg über, das sie mit Obergeschossen erweiterte. Das Schloss erlebte bedeutende historische Ereignisse wie den 1322 verübten Brudermord zwischen den Kyburger Brüdern sowie den Burgdorferkrieg. Nach diesem Konflikt erwarb Bern die Burg 1384 und machte sie zum Sitz der lokalen Verwaltung. Die bernische Zeit brachte das massive Dach (1430–36) und den spätgotischen „Neues Schloss“-Flügel, der 1429 entstand, der sowohl Verwaltungs- als auch Wohnzwecken diente. Das Schloss fungierte außerdem als lokales Gericht und Gefängnis; 1886 wurde ein eigenes Gefängnisgebäude ergänzt. Seit 1888 beherbergt es das Museum Schloss Thun und zeigt kulturelle und historische Ausstellungen zur Entwicklung der Region über 4.000 Jahre. Der Große Saal bietet Konzerte und Veranstaltungen, und das Schloss ist bis heute eine Schweizer Kulturerbestätte von nationaler Bedeutung.
Planen Sie Ihre Reise nach Schweiz mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Besuchen Sie Schloss Thun zwischen Februar und Oktober für den täglichen Zugang; in den Sommermonaten gibt es längere Öffnungszeiten. Tickets sind online erhältlich, und eine frühzeitige Buchung wird für Veranstaltungen oder Saalmieten empfohlen. Sonntage sind in den Wintermonaten die beste Option, wenn das Museum nur sonntags geöffnet ist. Für Gruppen, Senioren und Kinder können Ermäßigungen verfügbar sein. Die Lage des Schlosses auf einem Hügel bietet einen Panoramablick über die Stadt Thun und die umliegenden Alpen.
Interessante Fakten
- •Der Rittersaal ist 14 Meter hoch und wurde als Symbol für die Macht der Zähringen errichtet.
- •1322 kam es im Schloss zu einem Brudermord: Eberhard II. von Kyburg ermordete seinen Bruder Hartmann II.
- •Das Gefängnis des Schlosses befand sich historisch unter dem Dach des Donjons, bevor 1886 ein separates Gefängnisgebäude errichtet wurde.
- •Das Museum Schloss Thun zeigt 4.000 Jahre regionale Geschichte über fünf Stockwerke des Turms.
- •Das Schloss wurde bis 2009 als Sitz eines regionalen Gerichts genutzt.
- •Der Brunnen im Innenhof des Schlosses ist 31,6 Meter tief.
Geschichte
Das Schloss wurde im späten 12.
Jahrhundert von Herzog Berthold V.
von Zähringen errichtet, der den ursprünglichen Bergfried und den Rittersaal baute.
1218 ging es an das Haus Kyburg über, das Obergeschosse ergänzte.
1384 erwarb Bern nach Konflikten mit Bern das Schloss und die Stadt und machte sie zum Sitz der lokalen Regierung.
In der bernischen Zeit kamen im 15.
Jahrhundert das große Dach und der spätgotische Verwaltungsflügel hinzu.
Über Jahrhunderte diente das Schloss gerichtlichen und strafrechtlichen Zwecken; 1886 wurde vor Ort ein Gefängnis gebaut.
1888 wurde es in ein Museum umgewandelt.
Die Stadt Thun übernahm das Schloss 2006 und ließ es vor der Wiedereröffnung im Jahr 2014 renovieren.
Ortsführer
Rittersaalcirca 1190
Der repräsentative 14 Meter hohe Saal, der um 1190 erbaut wurde, diente als das symbolische Zentrum der Macht der Zähringen. Heute wird er für Konzerte, Theaterstücke und private Veranstaltungen genutzt.
Der Bergfried (Donjon)1180-1190
Der ursprüngliche Turm, den die Familie Zähringen errichtete und der später von den Kyburgern erweitert wurde. Hier befinden sich die fünf Etagen des Museums mit Ausstellungen zu 4.000 Jahren Geschichte.
Neues Schloss1429
Ein spätgotischer Verwaltungs- und Wohnflügel, der 1429 errichtet wurde, um Wohnraum und Büros für bernische Amtsträger zu schaffen.
Innenhof des Schlosses und Brunnen
Der Innenhof verfügt über einen tiefen Brunnen mit 31,6 Metern, der für die Selbstversorgung des Schlosses während Belagerungen entscheidend war.
Kontakt
Telefon: 033 223 20 01