
Trummelbach-Fälle
Bern
Die Trummelbach-Fälle liegen im Lauterbrunnental im Berner Oberland in der Schweiz und bestehen aus zehn mächtigen Wasserfällen, die im Inneren eines Berges fließen. Gespeist werden sie von Schmelzwasser der Gletscher an den Gipfeln Eiger, Mönch und Jungfrau. In den Spitzenzeiten der Schneeschmelze transportieren die Wasserfälle bis zu 20.000 Liter Wasser pro Sekunde. Anders als klassische Wasserfälle, die frei über Klippen stürzen, rauscht es bei den Trummelbach-Fällen durch eine enge Schlucht im Berg hinab. Die Wasserfälle überwinden dabei etwa 140 Meter Höhenunterschied. Besucher können die Fälle über eine 600 Meter lange Strecke erkunden, die seit dem späten 19. Jahrhundert entstanden ist und aus Tunneln, Galerien, Treppen und Laufstegen besteht – inklusive einer Tunnelaufzugsanlage, die das Hinaufsteigen um 100 Meter Höhenunterschied erleichtert. Die Trummelbach-Fälle gehören zum UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn und sind im Schweizerischen Bundesinventar der schützenswerten Naturobjekte verzeichnet. Je nach Jahreszeit verändert sich die Trübung des Wassers: Durch glaziale Sedimente ist es im Frühling eher trüb, im Herbst dagegen klarer. Dieses Naturerlebnis verbindet geologische Faszination mit einer gut zugänglichen Infrastruktur und bietet eine eindrucksvolle Begegnung mit der Dynamik des Gletscherwassers – direkt im Inneren des Berges.
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Tipp: Für das beste Erlebnis besuchen Sie die Trummelbach-Fälle im späten Frühling oder frühen Sommer, wenn die Gletscherschmelze ihren Höhepunkt erreicht und die Wasserfälle besonders eindrucksvoll sind. Kaufen Sie Tickets im Voraus, um Wartezeiten zu vermeiden – vor allem in den Hauptreisezeiten. Vor Ort gibt es eine Tunnelaufzugsanlage, die den Aufstieg erleichtert und den Besuch für viele möglich macht. Aufgrund nasser und rutschiger Wege im Berg sollten Sie auf festes Schuhwerk achten. Prüfen Sie vorab die Öffnungszeiten, da sie saisonal variieren können. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Gruppen, Senioren und Familien.
Interessante Fakten
- •Die Trummelbach-Fälle transportieren während der Spitzenphasen der Gletscherschmelze bis zu 20.000 Liter Wasser pro Sekunde.
- •Die Wasserfälle stürzen rund 140 Meter durch eine enge Felsschlucht hinab, statt frei über Klippen zu fallen.
- •Die Fälle transportieren ungefähr 20.200 Tonnen glaziales Geröll pro Jahr.
- •Die oberen Wasserfälle liegen so tief im Berginneren, dass kein Tageslicht sie erreicht – sie gelten daher als unterirdische Wasserfälle.
- •Ein Tunnelaufzug im Inneren des Berges hilft Besuchern, im Rahmen der Tour einen Höhenunterschied von 100 Metern zu überwinden.
Geschichte
Die Laufstege und Brücken, die den Zugang zu den Trummelbach-Fällen ermöglichen, wurden erstmals 1877 errichtet und gaben Besuchern die Gelegenheit, die Wasserfälle ganz nah zu erleben.
Seither wurde die Anlage weiterentwickelt: mit Tunneln, Galerien, Treppen und einem Tunnelaufzug, um den Zugang zu den Wasserfällen im Inneren des Berges zu erleichtern.
Die Trummelbach-Fälle gehören zum UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn und sind offiziell im Schweizerischen Bundesinventar der schützenswerten Naturobjekte anerkannt, was ihre nationale Bedeutung unterstreicht.
Im Laufe der Jahre wurde die Infrastruktur verbessert, um Naturschutz und Besucherfreundlichkeit in Einklang zu bringen und die natürliche sowie geologische Wichtigkeit des Standorts zu bewahren.
Ortsführer
Bereich der unteren Wasserfälle
In diesem Bereich gibt es die besser zugänglichen Wasserfälle nahe dem Berg-Eingang. Besucher können hier den kräftigen Wasserfluss und die glazialen Sedimente beobachten. Es bietet spektakuläre Einblicke, wie das Wasser durch die Felsformationen hinabstürzt, und ist der Startpunkt der Tour.
Tunnelaufzug1913
Ein einzigartiger, geneigter Fahrstuhl im Inneren des Berges, der Besuchern hilft, einen Höhenunterschied von 100 Metern vertikal zu überwinden und so den Zugang zu den höher gelegenen Wasserfällen zu erleichtern – ohne anstrengendes Klettern.
Obere Wasserfälle und Galerien
Die oberen Wasserfälle liegen tief im Berginneren und sind nur über Tunnel und Galerien erreichbar. Das Wasser fließt hier in völliger Dunkelheit – dadurch entsteht ein Erlebnis wie bei einem unterirdischen Wasserfall, das in der Region einzigartig ist.