Basler Historisches Museum – Barfüsserkirche

Basler Historisches Museum – Barfüsserkirche

Basel-Stadt

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Das Basler Historische Museum, das vor allem in der Barfüsserkirche untergebracht ist – einer ehemaligen Franziskanerkirche, die bis ins 13. Jahrhundert zurückgeht –, zählt zu den bedeutendsten Museen für Kulturgeschichte in der Schweiz. Die Kirche wurde während der protestantischen Reformation umgewidmet und später zwischen 1890 und 1894 renoviert, um als Hauptgebäude des Museums zu dienen. Die umfangreiche Ausstellung des Museums erstreckt sich über 6.200 Quadratmeter und deckt Handwerk, Alltagskultur und sakrale Kunst vom späten Mittelalter über die Renaissance bis hin zur Barockzeit ab. Zu den Highlights zählen das Schatzkammer der Basler Kathedrale, die Basel- und Straßburgteppiche, Fragmente von Basels Totentanz, Altäre, graphische Werke sowie der Nachlass von Erasmus von Rotterdam. Darüber hinaus bewahrt das Museum historische Wunderkammer-Schreine wie die Amerbach- und die Faesch-Sammlung auf, die Basels ausgeprägte Sammeltradition widerspiegeln. Die Architektur der Barfüsserkirche – der spätgotische Chor mit Buntglasfenstern und eine rekonstruierte Lettneranlage – bietet eine beeindruckende historische Kulisse für die Exponate. Das Museum wird vom Kanton Basel-Stadt betrieben und gehört zu einem größeren Komplex, der das Haus zum Kirschgarten und das Musikmuseum umfasst. Besucher können das kulturelle Erbe der Oberrheinregion in einem einzigartigen mittelalterlichen Kirchenraum entdecken – Geschichte, Kunst und Architektur in einer besonderen Atmosphäre vereint.

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Tipp: Besuchen Sie nach Möglichkeit unter der Woche oder außerhalb der großen Schweizer Feiertage, um Menschenmassen zu vermeiden. Für Sonderausstellungen wird empfohlen, Tickets im Voraus online zu buchen. Das Museum bietet gelegentlich freie Eintrittstage an, zum Beispiel beim Event „Tag des Schatzes“. Schauen Sie auf der offiziellen Website nach Führungen und speziellen Programmen, die das Verständnis für Basels Geschichte und seine Exponate vertiefen.

Interessante Fakten

  • 1975 wurde in einer ziegelgemauerten Grabkammer unter der Barfüsserkirche eine mumifizierte Frau namens Anna Catharina Bischoff entdeckt; sie gilt als Vorfahrin von Boris Johnson.
  • Der Chor der Barfüsserkirche ist berühmt für seine Höhe und die dichte Anordnung von Buntglasfenstern und gilt als einer der beeindruckendsten Räume am Oberrhein.
  • Das Museum beherbergt die Amerbach- und die Faesch-Sammlung – historische Wunderkammer-Bestände aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
  • Die Barfüsserkirche sollte 1882 beinahe abgerissen werden, doch wurde sie durch eine knappe Abstimmung im Basler Großen Rat gerettet.
  • Die Sammlung des Museums umfasst die Schatzkammer der Basler Kathedrale sowie Fragmente des Basler Totentanzes – ein bedeutendes mittelalterliches Kulturzeugnis.

Geschichte

1253

Die Barfüsserkirche entstand als Kirche einer Franziskanermönchsniederlassung, die zwischen 1253 und 1256 erbaut wurde und eine ältere Kirche ersetzte, die 1298 durch einen Brand zerstört worden war.

1529

Während der protestantischen Reformation im Jahr 1529 wurde die Kirche entwidmet und für kommunale Zwecke umgenutzt, darunter als Hospital und als Lagerhaus.

Im späten 19.

1894

Jahrhundert wurde die Kirche renoviert, um das Basler Historische Museum zu werden; die Eröffnung erfolgte 1894.

Bedeutende Restaurierungen in den 1970er-Jahren befassten sich mit Schäden durch frühere Nutzungen und Salzablagerungen, darunter die Rekonstruktion des ursprünglichen Lettner und die Entfernung späterer baulicher Ergänzungen.

Die Museumsbestände reichen bis ins 16.

1661

Jahrhundert zurück: Sie entstanden aus der Wunderkammer der Familie Amerbach, die die Stadt 1661 erwarb und 1671 der Öffentlichkeit zugänglich machte.

Ortsführer

1
Barfüsserkirche – Chor14th century

Der spätgotische Chor zeigt hohe, dichte Buntglasfenster und eine rekonstruierte Lettneranlage; dies steht beispielhaft für die sakrale Architektur am Oberrhein und bietet eine eindrucksvolle Kulisse für die religiösen Kunstsammlungen des Museums.

2
Amerbach-Sammlung16th century
Amerbach family

Eine historische Wunderkammer aus dem 16. Jahrhundert, die eine Vielzahl von Exponaten zeigt, die von der Familie Amerbach gesammelt wurden – und die die Grundlage für die Sammlung des Museums bildet.

3
Schatzkammer der Basler Kathedrale

Eine Sammlung geistlicher Kostbarkeiten aus der Basler Kathedrale – darunter liturgische Objekte und Kunstwerke aus dem Mittelalter und der Renaissance.

4
Basel- und StraßburgteppicheLate Middle Ages to Renaissance

Diese Teppiche zeigen Szenen aus dem Mittelalter und der Renaissance und zählen zu den wichtigsten Highlights, die das künstlerische Erbe der Region veranschaulichen.

Kontakt

Telefon: 061 205 86 00