Pharmaziehistorisches Museum der Universität Basel

Pharmaziehistorisches Museum der Universität Basel

Basel-Stadt

75/10090 min

Das Pharmaziehistorische Museum der Universität Basel präsentiert eine umfassende Dauerausstellung zur Geschichte von Heilmitteln und ihrer Herstellung. Das 1924 vom Apotheker Josef Anton Häfliger gegründete Museum bewahrt seine ursprüngliche Form als wissenschaftliches Kabinett und zählt zu den größten und bedeutendsten Sammlungen pharmazeutischer Objekte weltweit. Zur Sammlung gehören pharmazeutische Keramik, vollständige historische Apothekeneinrichtungen, ein alchemistisches Labor aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Mörser, Reise-Verbandskästen, antike Medikamente und Bücher, die die Entwicklung der Pharmazie dokumentieren. Im historischen Gebäude „Zum Vorderen Sessel“ in Basels Altstadt gelegen, schafft das Museum eine Verbindung zum kulturellen Erbe – unter anderem mit Bezug zu bekannten Persönlichkeiten wie dem Buchdrucker Johannes Frobenius, Erasmus von Rotterdam und dem Arzt Paracelsus. Die Ausstellung zeigt drei antike Apothekeneinrichtungen, die unterschiedliche Epochen veranschaulichen: eine prachtvolle Hofapotheke von 1755 aus Innsbruck, eine Apotheke im Empire-Stil aus dem frühen 19. Jahrhundert und die Barfüsser Apotheke aus der Industriezeit in Basel, die heute der Museumsshop ist. Das Museum ist sowohl ein kultureller Schatz als auch eine Bildungsstätte und beleuchtet wissenschaftliche, kunsthistorische und ethnologische Aspekte der Pharmaziegeschichte.

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Tipp: Besuchen Sie das Museum unter der Woche für ein ruhigeres Erlebnis und überlegen Sie, Tickets online zu kaufen, um Warteschlangen zu vermeiden. Die Einblicke lassen sich am besten bei einer Führung oder mit Audio-Guide genießen. Prüfen Sie, ob es Ermäßigungen für Studierende oder Seniorinnen und Senioren gibt. Frühling und Herbst bieten angenehmes Wetter, um Basels historischem Zentrum gemeinsam mit dem Museum einen Besuch abzustatten.

Interessante Fakten

  • Das Museum beherbergt ein originales alchemistisches Labor aus dem 16. und 17. Jahrhundert – ein Spiegel der historischen Beschäftigung mit dem Stein der Weisen.
  • Das Gebäude „Zum Vorderen Sessel“ war einst die Wirkungsstätte von Erasmus von Rotterdam und Paracelsus und verknüpft das Museum mit der Renaissance-Geschichte.
  • Zur Sammlung gehören drei vollständige antike Apothekeneinrichtungen aus unterschiedlichen Perioden – sie zeigen die Entwicklung von Apothekendesign und -praxis.
  • Die Sammlung pharmazeutischer Keramik umfasst Fayence-Gefäße, die seit dem 15. Jahrhundert in ganz Europa verwendet werden.
  • Josef Anton Häfliger, der Gründer, übergab seine private Sammlung 1924, um das Museum als Lehrressource aufzubauen.

Geschichte

1316

Das Museum befindet sich im Gebäude „Zum Vorderen Sessel“, das erstmals 1316 als Badehaus erwähnt wurde.

Anfang der 1500er-Jahre wurde es zu einem Zuhause für bedeutende Renaissance-Drucker wie Johannes Frobenius – im 16.

Jahrhundert waren hier unter anderem Erasmus von Rotterdam sowie der Arzt Paracelsus zu Gast.

1924

1924 von Josef Anton Häfliger gegründet, geht das Museum auf seine private Sammlung pharmazeutischer Objekte zurück.

1925

Seit 1925 ist es im historischen Gebäude untergebracht und bewahrt den ursprünglichen Stil eines wissenschaftlichen Kabinetts.

Im Laufe der Jahrzehnte wuchs die Sammlung parallel zu den Fortschritten in der Pharmazie in einer bewegenden Zeit des frühen 20.

Jahrhunderts.

Ortsführer

1
Alchemistisches Labor16th-17th century

Ein originales Labor aus dem 16. und 17. Jahrhundert, das Ausrüstung und Objekte zeigt, die mit frühen alchemistischen Experimenten und der Suche nach dem Stein der Weisen verbunden sind.

2
Pharmazeutisches Labor um 1800c. 1800

Ein Labor, das für die manuelle Herstellung von Heilpflanzen konzipiert ist und die pharmazeutischen Praktiken rund um das Jahr 1800 widerspiegelt.

3
Hofapotheke aus Innsbruck (Hofapotheke von 1755)1755

Eine reich verzierte Apothekeneinrichtung aus dem Jahr 1755, die barockes Apothekendesign und Luxus beispielhaft zeigt.

4
Apothekeneinrichtung im Empire-Stilc. 1820

Eine Apotheke im klassischen Stil aus der Zeit um 1820 – sie steht für die Ästhetik der Empire-Periode in pharmazeutischen Räumen.

5
Apothekeneinrichtung der Barfüsser Apothekelate 19th century

Einrichtungsgegenstände aus dem späten 19. Jahrhundert aus der Basler Barfüsser Apotheke – ein Zeichen für den Übergang zur industriellen Epoche im Apothekendesign. Diese Einrichtung dient heute als Eingang und Shop des Museums.

Kontakt

Telefon: 061 207 48 11