Museum der Kulturen Basel

Museum der Kulturen Basel

Basel-Stadt

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Das Museum der Kulturen Basel liegt auf dem historischen Münsterhügel und gehört zu den bedeutendsten ethnografischen Museen der Schweiz sowie zu den größten in Europa. Es beherbergt über 300.000 Exponate und eine ebenso große Anzahl historischer Fotografien. Die Sammlung umfasst unter anderem Teile aus Europa, dem Südpazifik, Mesoamerika, Tibet und Bali. Das Museum wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet und war ursprünglich Teil eines kombinierten Museums für Naturgeschichte und Ethnografie. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zu einer eigenständigen Institution mit dem Fokus darauf, sowohl lokale als auch globale Kulturen zu dokumentieren. Bekannt ist das Museum für seine thematischen Ausstellungen, die den interkulturellen Dialog und die heutige Relevanz in den Mittelpunkt stellen – etwa zu Bhutan, Tibet, Bali und der eigenen Basler Fasnachtstradition. Architektonisch befindet es sich in einem neoklassizistischen Gebäude, das von Melchior Berri entworfen wurde und auf dem Gelände eines ehemaligen Augustinerklosters steht. Das Museum wächst und modernisiert seine Einrichtungen fortlaufend, um die Erreichbarkeit und das Besuchserlebnis weiter zu verbessern. Seine Aufgabe geht über das Sammeln und Bewahren hinaus: Durch lebendige Ausstellungen und Bildungsprogramme schafft es Verständnis zwischen Kulturen.

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Tipp: Besucherinnen und Besucher sollten sich auf der offiziellen Website des Museums über aktuelle Ausstellungen und Veranstaltungen informieren, da das Haus regelmäßig thematische Workshops und Angebote für Familien veranstaltet. Die beste Zeit für einen Besuch sind Sonderausstellungen oder Kulturereignisse wie die Basler Fasnacht. Für Workshops und geführte Touren wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen. Das Museum bietet für bestimmte Veranstaltungen freien Eintritt sowie Ermäßigungen für Familien, Seniorinnen und Senioren und Gruppen. Die Barrierefreiheit wird durch einen Haupteingang am Münsterplatz unterstützt; außerdem gibt es einen Museumsshop und ein Bistro.

Interessante Fakten

  • Das Museum beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen antiker amerikanischer Kunst in Europa, darunter Hunderte mexikanischer Keramiken und Statuen, die 1844 von Lukas Vischer gesammelt wurden.
  • Es besitzt ein 16 Meter hohes Kult- und Wohnhaus (Cult House) des Abelam-Volkes aus Papua-Neuguinea – ein außergewöhnliches ethnografisches Zeugnis.
  • Die Ausstellung „Red: Hot on the Trail of a Color“ von 2007 bis 2008 untersuchte die kulturelle Bedeutung der Farbe Rot in menschlichen Gesellschaften weltweit.
  • Im Jahr 2020 erhielt das Museum die Tagebücher von Bruno Manser, einem renommierten Schweizer Umweltaktivisten und -engagierten Aktivisten.
  • Das Gebäude steht auf dem Gelände eines ehemaligen Augustinerklosters und wurde durch archäologische Studien untersucht, die Überreste einer spät römischen Siedlung zutage gefördert haben.

Geschichte

Das Museum der Kulturen Basel geht auf die 1840er-Jahre zurück, als es Teil von Basels Museum für Naturgeschichte und Ethnografie war und zunächst Sammlungen beherbergte, die von Händlern und Reisenden mitgebracht worden waren.

1849

1849 zog es in ein neoklassizistisches Gebäude, das von Melchior Berri auf dem Münsterhügel entworfen wurde.

1904

Die ethnografische Abteilung wurde 1904 offiziell eingerichtet und wurde 1917 zu einer eigenständigen Institution.

Im Verlauf des 20.

Jahrhunderts erweiterte das Museum seine Bestände durch geförderte Expeditionen und verlagerte den Schwerpunkt von der bloßen Dokumentation fremder Kulturen hin zur Förderung des interkulturellen Dialogs.

1996

1996 wurde es schließlich in „Museum der Kulturen“ umbenannt.

Archäologische Untersuchungen im Innenhof haben spät römische Siedlungen zutage gefördert – ein Hinweis auf die tiefen historischen Schichten des Standorts.

Ortsführer

1
Dauerausstellungen

Das Museum zeigt unter anderem Dauerausstellungen wie „Alles lebt“ (More than Human Worlds), „Memory“ (Moments of Remembering and Forgetting) und „Basler Fasnacht“ (Basler Fasnacht). Dabei stehen lokale Traditionen neben globalen Kulturen im Fokus.

2
Bedeutendes Exponat: Kult- und Wohnhaus der Abelam

Ein eindrucksvolles, 16 Meter hohes Kult- und Wohnhaus des Abelam-Volkes aus Papua-Neuguinea – es steht für eines der beeindruckendsten ozeanischen Exponate des Museums.

3
Historisches Gebäude1849
Melchior Berri

Das Museum ist in einem neoklassizistischen Gebäude untergebracht, das Melchior Berri 1849 entworfen hat und das auf dem Münsterhügel liegt – auf dem Gelände eines ehemaligen Augustinerklosters. Im Innenhof des Gebäudes fanden sich archäologische Hinweise auf eine spät römische Siedlung.

Kontakt

Telefon: 061 266 56 00