Zoo Basel
Basel-Stadt
Der Zoo Basel in der Stadt Basel, Schweiz, ist der älteste zoologische Garten des Landes und wurde 1874 gegründet. Lokal ist er als „Zolli“ bekannt. Hier leben über 500 Tierarten aus allen sieben Kontinenten – damit ist er nach der Anzahl der Tiere der größte Zoo der Schweiz. Der Zoo spielt eine wichtige Rolle im Artenschutz: Er ist an über 40 Zuchtprogrammen für gefährdete Arten beteiligt. Zu den bemerkenswerten Erfolgen zählen die erste Geburt eines indischen Panzernashorns in einem Zoo sowie das weltweite Zuchtprogramm für den somalischen Wildesel. Die Ausstellungen sind mit viel Liebe so gestaltet, dass Besucher die Tiere in naturnahen Gehegen beobachten können – darunter das thematisch gestaltete Afrika-Areal, in dem Flusspferde, Strauße und Zebras gemeinsam leben, sowie Australis, wo es Kangaroos und australische Wildtiere zu sehen gibt. Das Aquarium Vivarium beherbergt eine vielfältige Sammlung an Wasser- und Amphibienarten, darunter Pinguine, darunter auch Königspinguine, und Lungenfische. Der Zoo Basel befindet sich derzeit in großen Aus- und Umbauarbeiten – unter anderem mit neuen Anlagen für Elefanten und Affen – im Rahmen des Masterplans „Zolli 2049“. Mit über 1,2 Millionen Besuchern im Jahr 2024 genießt der Zoo international einen hervorragenden Ruf und zählt zu den besten Zoos weltweit. Neben seiner Tierwelt ist der Zoo für die Baslerinnen und Basler auch ein wichtiger grüner Rückzugsort – ähnlich wie der Central Park in New York City.
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Tipp: Für das beste Erlebnis besuchen Sie den Zoo unter der Woche oder außerhalb der Schulferien, um Menschenmengen zu vermeiden. Es wird empfohlen, die Tickets im Voraus online zu kaufen, damit der Einlass und der Zugang zu besonderen Ausstellungen gesichert sind. Prüfen Sie auf der offiziellen Website des Zoos saisonale Veranstaltungen sowie mögliche temporäre Schließungen von Bereichen. Besucher profitieren zudem von Ermäßigungen für Familien, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Planen Sie mehrere Stunden ein, um die abwechslungsreichen Lebensräume zu erkunden und Fütterungen oder Bildungsangebote mitzuerleben. Bequeme Laufschuhe und wetterangepasste Kleidung sind ratsam, da der Zoo sich über ein hügeliges Talgebiet erstreckt.
Interessante Fakten
- •Der Zoo Basel war der erste Zoo, in dem in Gefangenschaft ein indisches Panzernashorn geboren wurde.
- •Jeder somalische Wildesel in Zoos weltweit geht auf das Zuchtprogramm in Basel zurück.
- •Der Zoo hat erfolgreich über 400 Flamingos gezüchtet – mehr als jeder andere Zoo.
- •Im Jahr 2008 wurde der Zoo Basel von Forbes Traveler unter die Top 15 der Zoos weltweit eingestuft.
- •Das Afrika-Areal ist dafür bekannt, Flusspferde, Strauße und Zebras gemeinsam zu beherbergen – ein wegweisendes Habitat für mehrere Arten.
Geschichte
Der Zoo Basel wurde 1874 gegründet und ist damit der älteste Zoo der Schweiz.
Er begann als private Initiative der Ornithologischen Gesellschaft Basel, um für die Stadtbevölkerung einen naturnahen Erholungsraum zu schaffen – mit heimischen und exotischen Tieren.
Über die Jahrzehnte hinweg wuchs der Zoo sowohl in seiner Tier- als auch in seiner Infrastruktur.
Dabei gelangen bahnbrechende Zuchterfolge, etwa die erste Geburt eines indischen Panzernashorns in Gefangenschaft.
Finanzielle Unterstützung erhielt der Zoo durch Vermächtnisse und Spenden; bis staatliche Zuschüsse 2008 begannen, blieb er weitgehend selbsttragend.
Der Zoo wurde kontinuierlich modernisiert: Große Erweiterungen, neue Tierhäuser sowie Renovierungen laufen seit 2010, und auch weitere Entwicklungen sind im Rahmen der Initiative „Zolli 2049“ geplant.
Ortsführer
Vivarium Aquarium1972
Das 1972 eröffnete Vivarium beherbergt rund 6.000 Tiere in 480 Arten – darunter Fische, Reptilien, Amphibien und Pinguine. Besonders hervorzuheben sind die Zucht von Lungenfischen Bichir und Königspinguinen. Das Aquarium bietet Innen- und Außenbereiche, in denen Besucher im Winter beobachten können, wie die Pinguine zu ihrem Außengehege laufen.
Afrika-Areal1993
Das 1993 fertiggestellte Outdoor-Areal beherbergt auf einzigartige Weise gemeinsam Flusspferde, Strauße und Zebras von Grant – und bildet damit ein natürliches afrikanisches Ökosystem nach. Es war der erste Zoobereich mit mehreren Arten im Zoo Basel und lieferte wichtige Erkenntnisse für spätere Ausstellungen. Das Zuchtprogramm der Strauße hier ist sehr erfolgreich: Seit 2000 sind über 110 Küken geschlüpft.
Australis-Areal2006
Diese 2006 eröffnete Ausstellung, finanziert von Novartis, zeigt gemeinsam lebende Westliche Graue Riesenkängurus und Australische Bürstenturacos? (Australian Brush-Turkeys). Das Indoor-Australis-Haus enthält Vivarien mit australischen Arten wie Geckos, Rotrücken-Spinnen, Buschkröten und Grünen Baumpythons. Eine Bildungs-Ausstellung widmet sich der Fortpflanzung der Beuteltiere.
Vogelhaus1927
Das Vogelhaus geht auf das Jahr 1927 zurück und ist das zweitälteste Gebäude im Zoo. Heute beherbergt es ausschließlich Vögel – darunter flugfähige Arten wie der Knysna-Turako, der im zentralen Dschungelbereich des Hauses sowohl zu sehen als auch zu hören ist.
Kontakt
Telefon: 061 295 35 35